Onlinehandbuch der SuchmaschinenoptimierungVersion 1 - 14.02.2006Copyright - Johannes Siemers InhaltsverzeichnisEinleitungPraktisch seit es Internetsuchmaschinen gibt beschäftigen sich viele Webseitenbetreiber mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung. Aus der anfänglichen Optimierung der Meta-Tags und Optimierung von Webseiten wurde im Laufe der Jahre eine komplexe Aufgabe. Nicht zuletzt auch dank Google wurden Suchmaschinen zu einem enorm wichtigen Mittel um Informationen im Internet zu recherchieren und aufzufinden. In einer Zeit in der Suchmaschinen keine große Zukunft vorausgesagt wurde und Webkataloge oft zur Recherche genutzt wurden konnte Google mit dem Pagerank neue Maßstäbe setzen. Heute sind Suchmaschinen schon alleine wegen der Größe des Internets unverzichtbar und oftmals der Startpunkt einer Internetrecherche. So sollen ca. 85 Prozent aller Internetnutzer Suchmaschinen benutzen. Desweiteren kommt ein Großteil der Suchenden erst gar nicht über die erste Ergebnisseite hinaus. Nicht wenige Suchen enden bereits bei den ersten 3 Suchergebnissen und insofern sollte es das Minimalziel sein auf die erste Seite der Suchergebnisse zu kommen, besser in die Top3 und im Idealfall natürlich auf den ersten Platz. Wenn man sich nun dazu entschlossen hat Suchmaschinenoptimierung zu betreiben gilt es als erstes sich Gedanken über die am Markt vertreten Suchmaschinen zu machen. In Deutschland spielen derzeit neben Google noch Yahoo und MSN eine Rolle. Sollte die Optimierung nur für den deutschen Markt geplant sein sollte man sich jedoch vor allem auf Google konzentrieren. Visiert man den US-Markt an ist Google zwar auch die mit Abstand größte Suchmaschine, aber MSN und Yahoo kommen auch jeweils auf 2-stellige Marktanteile. An dieser Stelle eine kleine Übersicht der von Webhits zusammengestellten Daten:![]() Diese Daten kommen der Realität der Marktverhältnisse in Deutschland schon relativ nahe. Wie man sieht hat Google bereits einen Marktanteil von über 80 Prozent. Wenn man bedenkt, dass hinter den Suchen von T-Online und AOL aber in Wirklichkeit die Suchergebnisse von Google stehen sind die 90 Prozent schon in greifbarer Nähe. Damit macht es bei der Optimierung für den deutschen Markt in den meisten Fällen keinen Sinn auf die Google-Konkurrenz zu optimieren. Ich optimiere im Allgemeinen nur auf Google und gute Platzierungen in anderen Suchmaschinen gibt es dann oft als Nebeneffekt dazu, auch weil diese sich meist einfacher erreichen lassen. Aufgrund der deutschen Marktverhältnisse werde ich mich im folgendem größtenteils auf Google beschränken. Die meisten Dinge gelten aber analog auch für die anderen Suchmaschinen. Für mich wie auch wahrscheinlich (oder auch hoffentlich) für Sie ist die Info das nicht wenige Suchmaschinennutzer die Werbung nicht von den Suchergebnissen unterscheiden können sicherlich etwas überraschend. (Dazu könnte man jetzt den Spruch "Pisa lässt Grüßen" anbringen, allerdings handelt es sich dabei nicht um ein rein deutsches Phänomen.) Nur für alle Fälle sei daher an dieser Stelle einmal kurz die Ergebnisseite von Google erklärt: ![]() Ich habe hier die Werbung rot eingerahmt und die eigentlichen Suchergebnisse grün eingerahmt. Je nach Anzahl und Qualität der Werbung finden sich bis zu 3 Anzeigen über den Suchergebnissen. Derzeit experimentiert man bei Google auch mit Anzeigen am Ende der Suchergebnisse. Mehr Werbung bedeutet natürlich weniger Aufmerksamkeit für die eigentlichen Suchergebnisse, zumal die Werbung meist auch sehr zielgerichtet zur jeweiligen Suche passt. (Ausnahmen bestätigen wie so oft die Regel.) Zusätzlich finden sich bei vielen Suchen noch weitere Informationen in der OneBox. Diese befindet sich zwischen der oberen blauhinterlegten Werbung und den Suchergebnissen. In der OneBox finden sich zum Beispiel aktuelle News von Google News, Ergebnisse aus der Bildersuche oder Informationen zu Aktien. Es kann durchaus Sinn machen auch bezahlte Werbung bei Google zu buchen. Zumindest so lange man bei einem Keyword nicht auf den vorderen Plätzen in den Suchergebnissen zu finden ist. Möglicherweise lohnt es sich auch mit dieser Werbeform Rechtschreibfehler der Suchenden abzudecken. Mehr zu Google AdWords: adwords.google.de Zur weiteren Einteilung dieses Buches. Nach ein paar einführenden Gedanken zum Thema Keyword-Recherche werde ich mich erst einmal der Indexierung durch Suchmaschinen zuwenden. In diesem Bereich können einige Fehler schon viel kaputt machen. Anschließend werde ich auf einige Faktoren der On-Page-Optimierung eingehen um mich im anschließendem Kapitel dem aktuell wichtigstem SEO-Bereich zuzuwenden - der Off-Page-Optimierung. Auf dieses Kapitel folgen dann noch Informationen zu einigen Spezialthemen, sowie zum Schluß noch einige Informationen zum Thema "Suchmaschinen-Spam". Ich empfehle dieses Buch einfach stumpf von vorne nach hinten durchzulesen, so lang ist es ja auch nicht ... Und jetzt geht es langsam ans eingemachte, ich wünsche viel Spaß und natürlich Erfolg! II. Keyword-RechercheBevor man damit beginnt eine Webseite wild herum zu optimieren sollte man sich unbedingt Gedanken über die zu optimierenden Keywords machen. Als erstes sollten sie selbst ein Brainstorming durchführen um Ideen für Keywords zu sammeln. Dabei dreht sich natürlich alles um die Frage welche Keywords ihre Kunden bei ihrer Suche nutzen. Dies ist manchmal gar nicht so einfach und es ist durchaus ratsam auch weniger involvierte Personen zum Beispiel aus dem Bekannten- oder Kundenkreis nach ihrer Meinung zu fragen. Dabei kommen manchmal recht überraschende Ergebnisse heraus. Sobald sie eine Reihe von Keywords haben sollten sie diese mit Keyword-Tools auf weitere Ideen überprüfen. Dazu gibt es 2 empfehlenswerte Tools. Zum einen wäre das der MetaGer-Web-Assoziator und zum anderen das Google AdWords Keyword Tool. Nun haben Sie möglicherweise eine lange Keyword-Liste und es stellt sich die Frage welche davon wirklich erfolgsversprechend sind. Das Overture Search Term Suggestion Tool zeigt ihnen wie oft Keywords im vergangenen Monat im Overture-Netzwerk gesucht wurden und außerdem in welchen Kombinationen es mit anderen Keywords benutzt wurde. Zum Netzwerk von Overture gehört zum Beispiel die Suche von Yahoo. Auf diese Aussagen kann man sich nicht gänzlich verlassen, aber sie geben einen Anhaltspunkt und eignen sich durchaus für Vergleiche zwischen Keywords. Bei der Auswahl ihrer bevorzugten Keywords sollten Sie sich außerdem einige weitere Fragen stellen. Es stellt sich zum Beispiel die Frage wie stark jemand der nach dem jeweiligem Keyword sucht auch tatsächlich an ihrem Produkt interessiert ist. Logischerweise ist jemand der nach "Laptop Onlineshop" statt einfach nur "Laptop" sucht deutlich interessierter an einem Kauf und bei dem Keyword "Laptop Onlineshop" darf daher eine deutlich bessere Conversionrate erwartet werden. Beispielsweise erhalten sie über beide Keywords je 100 Besucher von Google. Von den 100 Besuchern die über das Keyword „Laptop“ zu ihnen gekommen sind hat nur 1 einen Laptop gekauft, während von den Besuchern die nach „Laptop Onlineshop“ gesucht haben immerhin 4 einen Laptop gekauft haben. Die Conversionrate beträgt als 1 % für „Laptop“ und 4 % für „Laptop Onlineshop“. Natürlich muss man diese Conversionrate aber wiederum im Vergleich zu den Besucherzahlen sehen. Suchen täglich 400 Menschen „Laptop“ und nur 100 nach „Laptop Onlineshop“ gleicht sich das Ganze wiederum aus. 400 Besucher mit einer Conversionrate von 1% führen zu 4 Verkäufen, während 100 Besucher über „Laptop Onlineshop“ bei einer Conversionrate von 4% ebenfalls zu 4 Verkäufen am Tag führen. Um einer Entscheidung näher zukommen sollte man sich an dieser Stelle einmal die Konkurrenz bei einem Keyword anschauen. Bei der Bewertung des Schwierigkeitsgrades eines Keywords gibt die Anzahl der gefundenen Seiten einen Anhaltspunkt, aber wirklich beurteilen lässt sich diese Frage nur mit entsprechender Erfahrung. Interessant und aufschlussreich kann auch ein Blick auf das Overture Bid Tool sein, dort kann man die Gebote für Keywords im Werbenetzwerk von Overture einsehen. Die Werbung zu diesen Keywords wird dann zum Beispiel zu den jeweiligen Suchergebnissen der Yahoo Suche angezeigt. Kurz zusammenfassend sind also die folgenden Faktoren die wichtigsten bei der Auswahl ihrer Keywords: Menge des zu erwartenden Traffic, Qualität des Traffics und Wettbewerb bei diesem Keyword. Wenn Sie noch neu in der Suchmaschinenoptimierung sind sollten sie sich erstmal nur eine "handvoll" Keywords zur Optimierung aussuchen. Wenn Sie sich in einer bei den Suchmaschinen besonders umkämpften Branche bewegen wird es wahrscheinlich sinnvoll sein erst einmal damit zu beginnen vor allem auf Keyword-Kombinationen zu optimieren. Keyword-Kombinationen bestehen aus 2 oder mehr einzelnen Keywords, die Keyword-Kombination "Laptop Onlineshop" besteht zum Beispiel aus den einzelnen Keywords Laptop und Onlineshop. Und zum Abschluss noch ein Tipp. Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich lohnt auf ein Keyword zu optimieren ist, buchen Sie kurzerhand für ein paar Tage Google AdWords-Anzeigen zu diesem Keyword. So bekommen Sie einen Eindruck vom Trafficvolumen bei diesem Keyword und von der Conversionrate. Sie sollten allerdings darauf achten das sie die Anzeigen nur auf dieses bestimmte Keyword (genau passende Keywords) beschränken. Dies können sie mittels eckiger Klammern, mehr dazu bei Google AdWords.III. Indexierung und IndexierbarkeitEs gibt verschiedene Wege die Indexierung von Webseiten für Suchmaschinen zu erleichtern bzw. unbeabsichtigt zu erschweren oder auch gar ganz zu verhindern. Daher zu diesem wichtigem Thema an dieser Stelle ein eigenes Kapitel. Einiges aus diesem Kapitel würde allerdings auch gut in das Kapitel zur Onpage-Optimierung passen. Anmeldung und Aufnahme in den Index Sollte eine Webseite von einer Suchmaschine noch gar nicht indexiert worden sein, besteht die Möglichkeit diese dort anzumelden. (Link zur Anmeldung bei Google). Davon kann man durchaus Gebrauch machen. Bis Google dann die Seite wirklich indexiert wird aber einige Zeit vergehen und dann wird sich auch erstmal nur die Startseite wiederfinden. Wichtiger ist das andere Webseiten Links auf ihre Webseite setzen. So kann Google auch ganz ohne Anmeldung ihre Webseite entdecken und indexieren. Außerdem wird Google ihre Seite durch die eingehenden Links als wichtiger einstufen und schneller die komplette Webseite in seinen Index aufnehmen. Natürlich kann man auch die Seite anmelden und gleichzeitig anfangen eingehende Links zu sammeln. Sollte ihre Seite erstmals in Google auftauchen und dann nach kurzer Zeit wieder aus den Suchergebnissen verschwinden, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Google hat weltweit mehrere Datencenter und es dauert etwas bis alle Datencenter ihre Seite beinhalten. Je nachdem welches Datencenter sie abfragen ist ihre Seite dann schon im Index zu finden oder auch noch nicht. Nachdem Google erstmals eine Seite ihrer Domain bekannt ist wird der Googlebot den Links von dieser Seite aus folgen und diese Seiten ebenfalls in seinen Suchindex aufnehmen. Von diesen Seiten geht es dann wiederum weiter bis schließlich die komplette Webseite indexiert wurde. Je mehr Webseiten auf ihre Webseite verlinken je wichtiger wird Google ihre Seite einstufen und entsprechend schneller wird ihre komplette Seite von Google aufgenommen werden. Sollten sie sehr wenige eingehende Links haben, aber über eine sehr große Webseite mit mehreren tausend Seiten verfügen wird Google möglicherweise nicht alle Seiten in seinen Index aufnehmen. Sie sollten dann für mehr eingehende Links sorgen. Navigation Bei der Planung ihrer Navigation haben sie ebenfalls die Möglichkeit Google die Indexierung zu vereinfachen oder auch unabsichtlich zu erschweren. In diesem Zusammenhang sind auch vorgeschaltete Startseiten die zum Beispiel ein „nerviges“ Flash-Intro enthalten zu vermeiden. Wenn man darauf keinesfalls verzichten möchte sollten von der Startseite aus zumindest Links auf die wichtigsten Navigationspunkte gesetzt werden. In den meisten Fällen ist es selbst bei sehr großen Projekten mit tausenden Seiten noch möglich mit 3 oder maximal 4 Klicks jede Unterseite von der Startseite aus zu erreichen. Um das wichtige Thema Navigationsdesign noch etwas praktischer zu besprechen hier ein Beispiel einer optimal aufgebauten Baumstruktur:
Dadurch verbessert sich die interne Linkstruktur noch einmal und die Links können für die Platzierung von Keywords in diesen internen Links genutzt werden. Dazu aber später mehr.
Sitemap
Sollte sich die Gestaltung einer schlanken Navigation sehr schwierig gestalten bietet sich die Nutzung einer Sitemap an um die Anzahl der Ebenen zu reduzieren. Verlinkt man die Sitemap von der Startseite aus und integriert man in die Sitemap die Navigationspunkte der dritten Ebene reduziert man die notwendigen Klicks zum erreichen dieser Ebene um einen Klick von drei auf zwei Klicks. Außerdem können innerhalb der Sitemap auch optimierte Linktexte genutzt werden. Natürlich werden Sitemaps teilweise auch von Surfern zur Orientierung genutzt. Meiner Erfahrung nach ist die Zahl der Sitemap-Nutzer aber vernachlässigbar klein.
Bei besonders großen Webseiten wird man aber natürlich auch mit der Sitemap Probleme bekommen. In diesen Fällen wird man auch die Sitemap unterteilen müssen und zum Beispiel von der Haupt-Sitemap auf weitere Unterseiten-Sitemaps verlinken müssen. Reichen auch diese Unterseiten-Sitemaps nicht aus kann man von hier über eine Seitenavigation beliebig viele Sitemaps einbinden. Hier als kleines Beispiel:
Als Richtwert würde ich pro Sitemap etwa 100 bis maximal 150 Links empfehlen.
Um an dieser Stelle noch einmal auf das obige Beispiel zum Navigationsdesign zurückzukommen. In diesem konkreten Fall sollte die Sitemap zumindest die 20 Automarken, 10 LKW-Marken, 3 Busmarken und 10 Motorrad-Marken beinhalten. Da diese aber von der Startseite aus bereits mit einem Klick erreichbar sind wäre damit nicht viel gewonnen. Interessanter wäre es natürlich die Modelle von der Sitemap aus zu verlinken. Damit hätte die Sitemap hier eine Navigationsebene eingespart. Mit den Marken beinhaltet ihre Sitemap allerdings bereits 43 Links. Gehen wir mal davon aus, dass auf jede Marke im Schnitt 10 Modelle kommen sind es also insgesamt 430 Modelle. Zuviel für eine Sitemap. Eine Idee wäre es sich in der Sitemap auf die 100 wichtigsten Modelle zu beschränken oder aber wie im obigen Beispiel mit einer Seitennavigation zu arbeiten.
Bei meiner Beispielnavigation bin ich außerdem davon ausgegangen das die einzelnen Automodelle keine weiteren Unterseiten haben. Sollten diese weitere Unterseiten und somit eine weitere Navigationsebene besitzen bietet sich eine Optimierung über die Sitemap an - ein mögliches Beispiel findet sich im obigen Bild wieder.
Session
Ein absolutes „SEO-NONO“ sind Sessions. Hiermit haben Suchmaschinen und insbesondere auch Google Riesenprobleme. Da den Suchmaschinenrobots bei jedem Besuch eine andere Session-ID und somit verschiedene Urls zugewiesen werden findet die Suchmaschine immer andere verlinkende Urls vor. Trotzdem gibt es viele Webseiten für die Sessions unverzichtbar sind, z.B. Foren. Die Lösung ist es, dem Googlebot und den anderen Suchmaschinenrobots keine Session-ID zu geben. So schickt der Googlebot bei jedem Seitenaufruf eine Kennung mit, auch Useragent genannt. Im Fall von Google enthält diese immer die Zeichenkette „Googlebot“. Mit zum Beispiel PHP kann man die Useragent-Kennung einfach auf diese Zeichenkette überprüfen und das Starten der Session so verhindern. Beispiel:
IV. Onpage-OptimierungIn diesem Kapitel dreht sich alles um die Onpage-Optimierung. Ein großer Teil der Onpage-Optimierung findet innerhalb des Quelltextes einer Webseite statt, sie sollten also zumindest mit den HTML-Grundlagen vertraut sein. Meta-Tags Die Meta-Tags „keyword“ und „description“ haben schon lange ihre alte Bedeutung aus den Anfangstagen der Internetsuchmaschinen verloren. Das gilt besonders für das Meta-Tag „keyword“. Dieses taucht nur im Quelltext auf und bleibt somit dem Besucher verborgen, daher lässt es sich zu leicht für die Manipulation der Ergebnisse einer Suchmaschine nutzen. Auf internetmarketing-news.de verzichte ich derzeit ganz auf Meta-Tags, weil die Arbeit diese dort einzufügen für mich nicht im Verhältnis zum Nutzen steht. Trotzdem sollte man sie nach Möglichkeit noch verwenden. Zumindest das description-Metatag wird teilweise zur Beschreibung der Suchergebnisse von den Suchmaschinen herangezogen. Die Möglichkeit so dem Suchenden einen möglichst passenden und vor allem zum Klicken animierenden Beschreibungstext zu liefern hat natürlich durchaus seine Vorteile. Für keyword- und description-Meta-Tag sollten jeweils maximal 200-250 Zeichen verwendet werden. Es gibt noch weitere Meta-Tags die aber keine direkte Auswirkung auf das Ranking haben. So kann der robots-Metatag genutzt werden um den Suchmaschinen verschiedene Anweisungen zu geben. Zumindest die großen Suchmaschinen sollten sich daran halten. Mit folgendem Meta-Tag kann man die Suchmaschinen dazu anweisen die Seite nicht zu indexieren: In diesem Fall sollte allerdings auch die robots.txt genutzt werden. Nach der Datei robots.txt suchen die Suchmaschinen-Robots im Stammverzeichnis einer Domain, also zum Beispiel unter "http://www.domain.de/robots.txt". Mit Hilfe der Datei robots.txt kann man die Suchmaschinen-Robots anweisen bestimmte Verzeichnisse und Dateien nicht zu indexieren. Die robots.txt könnte zum Beispiel wie folgt aussehen:
Es handelt sich hier um das Ergebnis einer Suche nach „Kampfstern Galactica“ bei Google. Allzu aussagekräftig ist der Titel zwar nicht. Dafür sind aber die Keywords gut untergebracht.
Um folgenden ein kleines Beispiel um mögliche „optimale“ title-Tags zu beschreiben:
Sie betreiben Suchmaschinenoptimierung mit dem Ziel eine Seite auf das Keyword „Hotel Hamburg“ zu optimieren. Damit ergeben sich 4 interessante Möglichkeiten den title-Tag zu optimieren:1. Hotel Hamburg 2. Hotel in Hamburg finden 3. Hotel Hamburg finden 4. Hotel Hamburg finden – domain.de Version 1 hat den Vorteil die Keyword-Kombination zu 100% zu treffen, riecht aber ein bisschen nach Spam und könnte Suchmaschinen und Suchende daher abschrecken. Version 2 ist schon sehr gut und sollte spamtechnisch nicht negativ auffallen, allerdings macht es meiner Erfahrung nach schon einen Unterschied wenn sich das Wörtchen „in“ noch zwischen den beiden Keywords befindet. Eigentlich sollen solche sogenannten Stopwords bei der Suche keine Bedeutung haben, die Realität zeigt jedoch, dass sie sehr wohl einen Unterschied ausmachen. Die dritte Version präsentiert die gewünschte Keyword-Kombination ohne das störende „in“ in ihrem Ideal-Zustand. Die letzte Version soll dann noch einmal verdeutlichen wie sie ihren title-Tag optimieren können, wenn sie gleichzeitig auch ihre Marke\Domain hervorheben möchten. In den meisten Fällen würde ich für meine eigenen Projekte wohl Version 3 präferieren. Wenn es sich bei der zu optimierenden Domain um eine bekannte Webseite handelt dürfte die vierte Version von besonderem Interesse sein. Je nachdem auf wie viele Keywords sie eine Seite optimieren machen meines Erachtens nach etwa 7 Keywords\Wörter im title-Tag Sinn. Im Allgemeinen macht es auch wenig Sinn eine Unterseite auf mehr Keywords zu optimieren. Bei CMS oder Blogs sollte man im Allgemeinen die Hauptüberschrift für den title nutzen. Die meisten CMS\Blogs machen dies bereits standardmässig oder lassen sich leicht entsprechend anpassen. Dementsprechend sollten sie in diesen dann natürlich auch "möglichst" die wichtigsten Keywords verwenden. Betonung liegt dabei sehr deutlich auf dem "möglichst", vergessen sie ihre Besucher nicht. Es gilt den Spagat zwischen Besuchern und Suchmaschinen zu machen. Im Zweifelsfall würde ich mich für einen besucherfreundlichen Titel entscheiden. Bei Onlineshops sollte sich zumindest die genaue Produktbezeichnung im title wiederfinden. Also zum Beispiel „Braun Rasierer Activator 8595 mit Reinigungsset“. Keyword-Dichte Es gab Zeiten in denen viel über die besten Prozentzahlen der Keyword-Density oder zu deutsch Keyword-Dichte einer Seite diskutiert wurde. Die Keyword-Density stellt die Häufigkeit dar, wie oft ein Keyword in einem Text genutzt wird. Umfasst ein Text 200 Wörter und ein Keyword wird 8 mal genutzt ergibt dies eine Keyword-Density von 4 Prozent (200 Wörter / 8 Keywords im Text = 4 % Keyworddichte). Heute spielt die Keyword-Dichte keine so große Rolle mehr, es empfiehlt sich ein Keyword einfach öfters innerhalb eines Textes zu nutzen ohne es dabei zu übertreiben. So sollte man wenn man den Text für die Besucher und nicht für die Suchmaschinen schreibt auch automatisch gleichzeitig eine vernünftige Keyword-Density erreichen. Bei der Gelegenheit sollte man auch einen kleinen Blick darauf haben, dass die ein oder andere Keyword-Kombination mit abgedeckt wird, indem man Keywords mit einfließen lässt die zusammen mit einem anderem Keyword gesucht werden könnten. Wenn sie sich das Ziel gesetzt haben beim Keyword "Hotel Hamburg" auf vorderen Plätzen gefunden zu werden könnte man die Namen von Stadtteilen mit einfließen lassen oder auch Wörter wie zum Beispiel "billig" oder "günstig". Das hängt dann natürlich von ihrer Klientel ab. Aber auch hierbei sollte man es nicht übertreiben, gegebenenfalls können diese Keyword-Kombinationen auch auf Unterseiten optimiert werden. Interne Links Ein sehr wichtiges Ranking-Kriterium sind interne Links. Meiner Erfahrung nach sind hier verschiedene Faktoren von Bedeutung. Zum einen sollten alle Dokumente für die Suchmaschinen-Spider mittels möglichst wenig Ebenen von der Homepage aus erreichbar sein. Dazu ging ich auch bereits im Kapitel Indexierbarkeit ein. Für das Ranking eines bestimmten Dokuments ist es von Bedeutung das dieses möglichst oft verlinkt wird. So wird ein Dokument das von jeder Seite in der Navigation verlinkt wird ein besseres Ranking erhalten als wenn es nur von ein paar Unterseiten verlinkt wird. Desweiteren ist der Linktext von sehr großer Bedeutung. Hier sollte möglichst das Ziel-Keyword der verlinkten Seite verwendet werden. Haben sie zum Beispiel eine Infoseite zu Hotels in Hamburg, könnten sie zum Beispiel eine Unterseite zu Hotels in Hamburg-Altona haben. Ihr Ziel-Keyword für diese Seite könnte zum Beispiel "Hotel Hamburg Altona" sein und ihre internen Links sollten dann möglichst diesen Linktext nutzen. Die Nutzung von Bildern zur Verlinkung sollte möglichst vermieden werden da Google nicht in der Lage ist zum Beispiel den Text auf diesem Bild zu erkennen. Wenn Bilder verlinkt werden sollte das alt-Attribut des Bildes und das title-Attribut des a-Tags den Linktext enthalten. Aber im Grunde genommen ermöglichen es CSS-Effekte die Navigation und Verlinkung auch ohne die Verwendung von Bildern "hübsch" zu gestalten. Sie sollten sich also darüber Gedanken machen ob eine grafische Navigation, bzw. grafische Links wirklich unbedingt notwendig sind. Überschriften Ein weiteres Mittel zur Onpage-Optimierung sind Überschriften. Für Überschriften stellt HTML die Tags H1 bis H6 zur Verfügung, wobei H1 die bedeutendste bzw. größte Überschrift darstellt. Es gibt mittlerweile die Möglichkeit auf Überschriften mittels des H-Tags zu verzichten und stattdessen CSS zu verwenden. Hierauf sollte jedoch verzichtet werden. Was man aber mit CSS durchaus machen kann und auch sollte ist die Formatierung der H-Tags zu verändern. H1 sieht zum Beispiel sehr groß und auch hässlich aus. Mit CSS kann man die Überschriften verkleinern, eine andere Schriftart zuweisen und weitere Formatierungen durchführen. Für die Hauptüberschrift einer Seite sollte der H1-Tag verwendet werden. Für Unterüberschriften H2 oder ggf. H3. Besonders in der Hauptüberschrift sollten dann die wichtigsten Keywords verwendet werden. Es ist natürlich auch möglich die Überschriften mittels CSS so zu gestalten das sie sich mitten im Text wiederfinden und so gar nicht mehr als Überschrift zu erkennen sind. Ich würde zwar nicht erwarten das Google so etwas abstraft. Auf der anderen Seite ist die Bedeutung von Überschriften aber auch nicht so hoch das ich dazu raten würde. Textauszeichnungen Genauso wie Überschriften können auch andere Textauszeichnungen wie zum Beispiel Fettschrift und Unterstreichungen sich positiv auf das Ranking auswirken. Sie sollten allerdings genauso wie Überschriften nicht übertrieben zwanghaft genutzt werden, sondern sich mehr an den Erfordernissen des Textes orientieren. Ihre Bedeutung für das Ranking ist allerdings sehr gering. Keywords in Domain-, Verzeichnis- und Dateinamen Die Bedeutung von Keywords in Domain-, Verzeichnis- und Dateinamen einer Url ist wohl etwas umstritten. Meiner Meinung nach sind diese sehr wohl wichtig. Für das Ranking spielen diese eine kleinere Rolle, besonders interessant sind da keyword.de-Domains. Für besonders wichtig halte ich diesen Punkt, weil des öfteren mit der Url als Linktext verlinkt wird und diese daher die Keywords des jeweiligen Dokumentes enthalten sollten. (Mehr zu Links und Linktexten im anschließenden Kapitel Offpage-Optimierung). Es gibt verschiedene Techniken um Urls zu verschönern. Am gebräuchlisten ist wohl das Apache-Modul mod_rewrite. Dabei werden in einer Datei (.htaccess) verschiedene Regeln festgelegt anhand derer die Url manipuliert wird. Wird zum Beispiel folgende Url aufgerufen - http://www.internetmarketing-news.de/category/blogging/ - bewirkt folgender Eintrag in der Datei .htaccess das Server-intern folgende Datei abgerufen wird: http://www.internetmarketing-news.de/index.php?category_name=blogging
H1 { font-size: 14px; } In der HTML-Datei wird dann ganz normal der H1-Tag genutzt. Genauso kann man mit dem strong-, u- und anderen HTML-Tags vorgehen. Man könnte natürlich auf die Idee kommen die Schriftgröße auf 1 Pixel oder gar 0 Pixel herunterzusetzen und die ausgelagerte css-Datei für Suchmaschinen per robots.txt zu sperren. Wobei die Suchmaschinen-Robots bisher css-Dateien gar nicht laden sollen. Ich habe es bisher nicht überprüft, da es mich nicht interessiert. Das unleserlich machen oder sonstige verstecken von Texten für den Surfer halte ich für absolut unnötig und kann sich früher oder später äußerst negativ für eine Webseite auswirken. Es könnte durchaus ein Grund sein ihre Seite aus dem Suchmaschinen-Index zu entfernen, denn nicht alles geschieht bei Google nur maschinell. Seiten werden auch manuell aus dem Suchmaschinen-Index verbannt und das verstecken von Text ist sicherlich ein häufiger Grund aus dem dieses geschieht. Konkurrenten die einen Spam-Report ausfüllen gibt es meistens genug. Content Zum Abschluß der meiner Meinung nach wichtigste Onpage-Faktor: Content. Mit vielen guten Inhalten kommt vieles von alleine. Man gewinnt eingehende Links und die Suchmaschinen haben Inhalte zum Indexieren. Mit reichhaltigem Content gewinnt man oft auch Besucher aus Keyword-Kombinationen die aus 3, 4 oder mehr Keywords besteht und nicht zu den zu eigentlich optimierenten Ziel-Keywords gehört. Interessant auch: Präsentiert man auf der Startseite die letzten 5 Nachrichten, Blog-Einträge, usw. wird man unter Keyword-Kombinationen gefunden die aus Keywords aus den verschiedenen Nachrichten bestehen. Um diesen Effekt bestmöglich auszunutzen bietet es sich natürlich an die letzten 10 oder auch 20 Nachrichten oder Blog-Einträge auf die Startseite zu stellen. Nur ein Beispiel für „Content is King“. Kann ja nicht jeder Spammer werdn ... ;-) V. Off-Page-OptimierungZur Offpage-Optimierung werden alle Optimierungsmaßnahmen gezählt die nicht direkt auf der Website selber vorgenommen werden. Im wesentlichem handelt es sich dabei um das Thema Links, das entsprechend auch den Großteil dieses Kapitels für sich einnehmen wird. Pagerank, Linkpopularität und Domainlinkpopularität Lange Zeit war der Pagerank einer Seite ein wichtiges Kriterium für das Ranking. Wichtig war es Links von Seiten mit hohem Pagerank zu gewinnen um so selber einen hohen Pagerank zu erreichen. Welche Bedeutung der Pagerank jetzt noch hat ist etwas umstritten. Für mich ist er nur noch ein Indikator auf eine Seite die sich möglicherweise besonders gut für einen Link auf meine Seiten machen würde. (Wobei auch ein Pagerank 0-Link sehr wertvoll sein kann.) Für die Entscheidung ziehe ich aber andere Faktoren heran. Wenn es an das Thema "Linkmiete" geht orientieren sich dagegen sehr viele noch sehr stark am Pagerank. Aber auch hierbei sollten unbedingt auch andere Punkte in Betracht gezogen werden. Zwischenzeitlich war auch Linkpopularität ein größeres Thema, weil die Suchmaschinen jeden Link gezählt haben, man spricht dabei von Linkpopularität. Wenn also domain-b.de 40.000 eingehende Links von domain-a.de hat enspricht dies einer Linkpopularität von 40.000. Den Link zu domain-a.de hat man auf domain-b.de möglicherweise unten im Footer versteckt und dort nur plaziert um domain-a.de besser in Suchmaschinen zu platzieren. Kaum verwunderlich das dies nicht gut bei Google ankam. Um diese Methode zumindest etwas abzuwerten wurde aus der Linkpopularität die Domainpopularität. Hierbei wird statt 40.000 Links von einer Domain nur noch ein Link pro Domain gezählt. Wird also domain-a.de von 40.000 Seiten auf domain-b.de verlinkt macht das eine Domainlinkpopularität von 1. Manchmal wird dazu noch die IP-Popularität ins Spiel gebracht. Dabei wird pro IP statt pro Domain nur ein Link gezählt, aber das wäre dann doch etwas übertrieben. Unterm Strich bleibt die Info: Pagerank ist nicht länger das entscheidende Kriterium, sondern die Domainlinkpopularität. Dem zu Folge sollten sie wenn sie versuchen eingehende Links auf ihre Seiten zu gewinnen versuchen Links von möglichst vielen verschiedenen Domains zu erhalten. Trotzdem ist aber nicht jeder Link gleich viel Wert, auf das Thema gehe "Link bewerten" gehe ich daher gleich noch einmal näher ein. Linktext Links sind für ihre Webseite aber nicht nur wichtig um ihre Webseite aus der Sicht von Google „wichtiger“ zu machen. Ganz besonders wichtig für das Ranking von Google sind die Linktexte. Genauso wie „webseiteninterne Linktexte“ einen Einfluss auf ihr Ranking unter einem Keyword haben, haben auch die Linktexte von externen Links einen Einfluss. Dieser ist allerdings im Allgemeinen bedeutend größer als der von internen Links. Insofern gilt, wenn sie Einfluss auf einen Linktext haben, dass dieser möglichst weitgehend ihren Ziel-Keywords entsprechen sollte. Externe Links mit dem jeweiligem Ziel-Keyword als Linktext sind die wirkungsvollste Art und Weise um ihr Ranking für ein bestimmtes Keyword zu verbessern und bei vielen etwas stärker umkämpften Keywords unerlässlich um in die Top10 der Suchergebnisse zu kommen. Links bewerten Wie sie eingehende Links gewinnen werde ich noch ausführlich in diesem Kapitel behandeln. Vorher stellt sich erst noch die Frage wie ein Link zu bewerten ist. Wenn ein Link kostenlos ist gibt es meist nicht viel zu meckern. Wenn man aber eine Gegenleistung bringt, egal in welcher Form, möchte man natürlich dafür auch einen entsprechend guten Link haben. Es gibt eine Reihe von Faktoren mit denen man einen Link bewerten kann:
link:http://www.domain.de -site:domain.de Die link-Abfrage ist dazu geeignet die Links einer bestimmten Unterseite abzufragen, möchte man dagegen alle Links einer domain abfragen kann man dies mit der linkdomain-Abfrage machen. Eine linkdomain-Abfrage könnte bei Yahoo wie folgt aussehen: linkdomain:domain.de. Auch hier empfiehlt sich die Nutzung der site-Abfrage um zumindest die eigene Domain auszuschließen. Die linkdomain-Abfrage könnte dann beispielsweise wie folgt aussehen: linkdomain:domain.de -site:domain.de Beide Abfragen sind allerdings auf 1.000 Ergebnisse begrenzt. Vor einiger Zeit ist Yahoo noch einen Schritt weiter gegangen und bietet für die Link-Analyse den Yahoo Site Explorer an. Mit dem Yahoo Site Explorer können die durch Yahoo indexierten Seiten und Links abgefragt werden. Auch hier ist die Abfrage auf 1.000 Ergebnisse begrenzt. Dafür werden die Ergebnisse aber sehr übersichtlich angezeigt. Außerdem steht für Entwickler eine Web Services API zur Verfügung. Mir persönlich reicht es meist schon aus mir einen kurzen Überblick über die wichtigsten eingehenden Links einer Domain zu machen. Es gibt aber eine Reihe von Online-Tools die die eingehenden Links noch eingehender untersuchen. Dort werden dann zum Beispiel zusätzlich IP oder Pagerank der verweisenden Seiten angezeigt. Daher an dieser Stelle noch ein paar gute Onlinetools zum analysieren der Links: Neat-O Backlink Tool! - Listet Links und Linktexte auf. Backlink Check - Listet die Backlinks plus Pagerank auf. Domain Popularity – Verlinkende Domains und Urls mit Angabe von Pagerank und IP Links gewinnen Für viele ist es ein großes Problem überhaupt erstmal einige Links auf die eigene Webseite zu erhalten. Daher im folgenden eine Reihe von Ideen und Vorschläge um ein paar oder auch sehr viele Links für ihre Webseite zu gewinnen. Webkataloge Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten eingehende Links für eine Website hinzuzugewinnen. Darunter auch viele kostenlose. Eine einfache Möglichkeit um neue Links zu gewinnen ist der Eintrag in Webkataloge. Dabei sind nur Einträge in Webkataloge von Interesse die direkt auf die jeweilige Website ohne Umleitung verlinken. Ein Eintrag in das ODP sollte selbstverständlich sein. Besonders wichtig ist es dabei den Eintragstext an den Richtlinien des ODP auszurichten um eine schnelle Eintragung zu gewährleisten, außerdem hat man so die besten Chancen, dass der ODP-Editor nicht selber einen Text schreibt. Dies wird insbesondere dann ärgerlich wenn Google den Text als Beschreibung für seine Suchergebnisse übernimmt. Dies macht Google in letzter Zeit leider häufiger. Wenn sie Glück haben wird ihre Seite nach einigen Wochen oder Monaten schließlich ins ODP aufgenommen, unter Umständen kann es aber auch eine "Ewigkeit" dauern. Genauso gilt es beim Eintrag in das Yahoo-Verzeichnis vorzugehen da auch Yahoo den Eintragstext teilweise für die Beschreibung übernimmt. Eine Liste mit Webkatalogen findet sich hier. Neben dem ODP und Yahoo-Verzeichnis sollten sie sich für den Anfang in die 10-20 Top-Verzeichnisse eintragen. Also in die Kataloge die einen halbwegs gepflegten Eindruck machen, sowie selber möglichst viele eingehende Links haben und infolge dessen auch über einen hohen Pagerank verfügen. Außerdem sind natürlich Verzeichnisse zu ihrer speziellen Branche von besonderem Interesse. Artikel-Verzeichnisse In den vergangenen Monaten haben sich auch in Deutschland einige Seiten etabliert auf denen man Links im Tausch für Artikel erhält. Man stellt diesen Artikel-Verzeichnissen beispielsweise einen Artikel zur Veröffentlichung im jeweiligem Verzeichnis zur Verfügung und innerhalb dieses Artikels darf man dann Links einbetten. Da ich der Meinung bin das dieser Trend auch noch stärker nach Deutschland überschwappen wird habe ich selber dazu ein entsprechendes Projekt gegründet, zu finden unter definiere.de. Eine Auflistung der meisten deutschen Artikelverzeichnisse findet sich hier. Linktausch Sobald man sich einen kleinen Pagerank aufgebaut hat kann es an das Thema Linktausch gehen. Da die meisten Linktauscher nur auf den Pagerank schauen sollten sie sich zumindest einen Pagerank von 3 durch Webkataloge und Link-Verzeichnisse aufgebaut haben, besser einen Pagerank von 4. Nun, auch wenn viele nur auf den Pagerank beim Linktausch schauen würde ich ihnen doch davon abraten. Tauschen Sie Links mit Seiten die inhaltlich etwas zu bieten haben, idealerweise sind diese themenrelevant zu ihrer Seite. Auf keinen Fall würde ich Links mit Spam-Seiten oder reinen Affiliate-Seiten tauschen, zumindest solange ich nicht selber in diese Kategorie falle. Je besser die Qualität meiner eigenen Seite je höher sind natürlich auch meine Ansprüche an potentielle Partner. Themenrelevanz wird ihnen nicht nur mehr Besucher von der verlinkenden Seite bringen, sondern könnte sich auch bei zukünftigen Algorithmus-Änderungen von Seiten Google´s besser da stehen lassen. Außerdem werden inhaltlich gute Seiten auch zukünftig weitere Links gewinnen und somit der Wert des Links für sie steigen. Es gibt aber weitere wichtige Punkte die beachtet werden sollten. Google gefällt die ganze Linktauscherei natürlich überhaupt nicht, da damit versucht wird die Suchergebnisse zu manipulieren und daher gibt es natürlich Bestrebungen diese Links nicht in das Ranking eingehen zu lassen. Da viele getauschte Links durchaus einige Gemeinsamkeiten und Auffälligkeiten haben wird dies sicherlich zumindest bis zu einem gewissem Grad möglich sein. So sollten sogenannte reziproke Linktäusche vermieden werden. Bei reziproken Linktäuschen linken sie beide sich einfach gegenseitig von ihren Seiten an. Besser ist es wenn sie von domainA.de auf seine domainC.de verlinken und ihr Tauschpartner von domainD.de auf ihre domainB.de verlinkt. Gegen einige reziproke Linktäusche spricht natürlich nichts und grade wenn es sich dabei um themenrelevante Linktäusche handelt hätte ich da keine Bedenken. Außerdem bin ich kein großer Fan von Unterseiten die nur dazu da sind Links zu tauschen. Ebenfalls ungern tausche ich Footerlinks. Wer möchte schon unten im Footer mit 19 anderen Seiten stehen? Und irgendwie erscheint dies doch für Google - sofern man dort gewillt ist – durch Algorithmen relativ leicht zu entdecken. Wie man vielleicht merkt bin ich kein großer Linktauschfan … trotzdem werden grade kleinere Seiten mit kleinem Budget um Linktausch kaum herumkommen. Meiner Meinung nach sollten sie schon ihre potentiellen Linkpartner selektiv aussuchen und jeweils per E-Mail eine für diesen Partner spezifische Linktauschanfrage stellen. Meine Versuche über Linktauschforen Partner zu finden waren zum größten Teil wenig erfolgreich da größtenteils qualitativ minderwertige Seiten zum Tausch bereit waren. Außerdem bewegt man sich dort meist in den gleichen „SEO-Zirkeln“. Nutzen sie die Google-Suche um potentielle themenrelevante Seiten zu finden. Sehr gut geeignet ist auch das Google Directory um themenrelevante Linktauschpartner zu finden. Suchen sie dort nach Rubriken die thematisch zumindest annähernd zu ihnen passen. Ihre direkte Konkurrenz wird sich meist schwer mit einem Linktausch tun, obwohl oft beide Seiten gleichermaßen von diesem Linktausch profitieren werden. Insofern müssen sie meist auf thematisch verwandte Seiten als Linktauschpartner ausweichen. Betreiben sie zum Beispiel eine Seite zum Thema BMW bietet sich ein Linktausch mit einer Porsche-Seite an. Oder aber sie sind Tischler in Berlin und machen einen Linktausch mit einem Tischler in Köln. Immer wieder wird von sehr hohen Ablehnungsraten bei Linktauschanfragen berichtet. Wenn ihnen wirklich an einem Linktausch mit einer anderen Seite etwas liegt sollten sie eine möglichst persönliche Linktauschanfrage stellen und nicht in der Masse der unpersönlichen Linktauschanfragen untergehen. Hier ein Beispiel für eine Linktauschanfrage:
WeiteresHistorische Linkdaten \ Linkwachstum Es gibt eine Reihe von Spekulationen was Auswirkungen auf das Ranking hat. Verschiedene Patente weisen daraufhin das Google umfangreiche Aufzeichnungen macht, unter anderem auch zum Thema Linkwachstum. Die Spekulationen gehen teilweise auch in die Richtung das zu schnelles Linkwachstum eine Domain in die Google Sandbox befördert. (Auf die Sandbox gehe ich im nächstem Kapitel näher ein.) Ganz so generell kann man das denke ich nicht sagen, aber wenn man eine neue Domain am Start hat sollte man nicht sofort sein ganzes Pulver verschießen und alle Links am ersten Tag gleich auf die Domain setzen, sondern nach und nach Links setzen. Natürlich ist dann nach einer Weile ein Punkt erreicht an dem man alle Links gesetzt hat. Insofern wäre es natürlich nicht verkehrt wenn das Projekt qualitativ gut genug ist um von anderen Webseiten freiwillig verlinkt zu werden. Außerdem wird vermutet das ein gesetzter Link mit der Zeit an Wert bei Google gewinnt. Linkverteilung Gehen wir einmal davon aus, dass sie bereits eine Webseite haben. Diese ist bereits seit 1 Jahr Online und wird von 10 anderen Domains verlinkt ohne das sie sich um diese Links bemüht haben. Die 10 Links wurden freiwillig gesetzt und verweisen alle auf ihre Startseite. Nun beginnen sie damit ihre Seite für Suchmaschinen zu optimieren. Der wichtigste Teil dieser Optimierungsstrategie ist natürlich die Gewinnung neuer Links. Neben einem Eintrag in das ODP tragen sie sich in 10 weitere Kataloge ein, tauschen mit 10 anderen Webseiten Links, schreiben auf 5-6 Artikelverzeichnissen Artikel und kaufen 4-5 Links. Insgesamt bereichern sie ihre Seite erst einmal um ca. 30 Links. Schließlich stehen sie ja erst noch am Anfang ihrer Suchmaschinenoptimierer-Karriere. Es stellen sich aber einige Fragen:Auf welche Seite ihrer Domain verlinken sie? Alle 30 Links auch noch auf die Startseite? - Vermutlich werden sie erst einmal mit ihren Haupt-Keywords über ihre Startseite angreifen wollen. Dann sollte der Großteil der Links natürlich auf die Startseite verlinkt werden. Dazu noch ein paar Links auf Unterseiten die ein paar einfachere Keyword-Kombinatinen als Ziel haben. Welcher Linktext sollte verwendet werden? Alle mit dem gleichem Linktext? - Wie ich bereits früher geschrieben habe sollten Linktexte ihre Keywords enthalten und im besten Fall entspricht der Linktext exakt ihrem Keyword. Allerdings kann es von Google negativ gesehen werden wenn ein Linktext übermässig verwendet wird. 30 Links sind da noch keine bedenkliche Linkanzahl, aber trotzdem sollte man die Linktexte schon etwas variieren. In welchen Zeitabständen sollten die Links gesetzt werden? - Das würde ich davon abhängig machen wieviele Links anschließend neu gewonnen werden können. Wenn es kein Problem darstellt anschließend 1-2 neue Links pro Woche zu gewinnen würde ich die 30 Links über 5-6 Wochen verteilt verlinken. Man kann in diesen Punkten keine für alle Webseiten spezifische Regel aufstellen, aber als Anregung kann man davon sicherlichen schon etwas mitnehmen. Es gibt natürliche viele Bereiche in denen man mit 30 Links nicht sonderlich weit kommt, genauso gibt es aber auch genug kleinere Bereiche in denen man die nicht suchmaschinenoptimierende Konkurrenz damit bereits locker in die Tasche stecken kann. VI. SpezialReinclusion Request Sollte Ihre Seite komplett aus dem Suchmaschinen-Index verbannt werden haben Sie die Möglichkeit mit einem sogenannten "Reinclusion Request" um die Wiederaufnahme in den Index zu bitten. Vorher sollten natürlich die Gründe für die Verbannung aus dem Suchmaschinen-Index behoben werden. Gründe für die Verbannung können diverse Spam-Techniken wie zum Beispiel versteckte Links, versteckter Text oder Cloaking sein. Google: Ein Reinclusion Request an Google sollte über das Support-Formular erfolgen. Dort sollte man im Betreff unbedingt "Reinclusion Request" schreiben. In der E-Mail selber sollte man dann schreiben warum man von Google gebannt wurde und das diese Gründe entfernt wurden und es nicht wieder vorkommt. Es dürfte auch nicht Schaden dem Google-Mitarbeiter ein wenig "vorzuheulen" ... vielleicht von einem bösem engagiertem SEO-Unternehmen das man jetzt natürlich gefeuert hat. ;-) Yahoo: Hier kann man 2 Wege versuchen. Zum Einen über die E-Mail-Adresse ystfeedback@yahoo.com , oder über ein Feedback-Formular. Ich vermute mal das es nicht Schaden sollte beides gleichzeitig zu versuchen. Sowohl Google, als auch Yahoo sollte man natürlich in englischer Sprache schreiben. Die Dauer eines Reinclusion Request kann sehr stark variieren und hängt auch von den Gründen der Verbannung ab. Außerdem wird die Wiederaufnahme für qualitativ minderwertige Seiten, wie zum Beispiel Affiliate-Seiten schwieriger und länger dauern. Mit mindestens 6 Monaten sollte man rechnen. In extremeren Fällen könnte es durchaus deutlich über 1 Jahr hinausgehen. Ist vermutlich auch immer ein bischen Glückssache. Google Bowling Die Bezeichnung Google Bowling wurde vor einiger Zeit kreiert. Mittels Google Bowling werden Seiten geschädigt und tauchen nicht mehr auf vorderen Plätzen bei Google auf. Ich hab mich nicht allzu genau mit dem Thema beschäftigt, aber hier möchte ja sicherlich auch niemand solche Methoden verwenden. ;-) Ganz so einfach dürfte dies sowieso nicht sein. Möglicherweise besteht sogar die Gefahr, dass man einen Konkurrenten statt zu schädigen dabei hilft seine Suchmaschinenpositionen zu verbessern. Hijacking Beim Url-Hijacking wird von einer Webseite mittels eines 302 Redirect oder auch über einen Meta-Refresh auf eine andere weitergeleitet. Dadurch wird der ursprüngliche Platz in den Suchergebnissen von der weiterleitenden Seite übernommen. Solange diese Seite ihre Weiterleitung beibehält landen zumindest die Besucher weiterhin auf der richtigen Seite. Wenn dann allerdings auch noch Cloaking angewendet wird kann der Hijacker auch die Besucher auf seine Seite umleiten. Im Frühjahr 2005 war Hijacking ein vieldiskutiertes Thema. Mittlerweile wird das Thema kaum noch diskutiert. Vermutlich auch weil kaum noch Probleme auftauchen. Cloaking Eine einfache Form des Cloakings wurde bereits in Kapitel III behandelt und zwar beim Thema Sessions. Die Erkennung des Googlebots anhand der Useragent ist eine Form des Cloakings. Normalerweise ist Cloaking ein Spiel mit dem Feuer, da Google Seiten die Cloaking verwenden aus dem Index verbannt. Wenn man jedoch Cloaking nur benutzt um Sessions für den Googlebot zu verhindern gibt es keine Probleme. Wer Googlebot und Surfer tatsächlich unterschiedliche Inhalte präsentieren möchte sollte neben dem Cloaking über die Erkennung des Useragent auch IP-Cloaking betreiben. Hierzu wird eine Liste der aktuell vom Googlebot verwendeten IPs benötigt und anhand dieser werden dem Googlebot dann andere Inhalte präsentiert. Wer diese Form von Cloaking benutzt sollte sich jedoch nicht beschweren wenn er von Google aus dem Index verbannt wird. Google Spamreport Über ein Web-Formular kann man Google Informationen über Spam im Suchmaschinen-Index zukommen lassen. Also zum Beispiel Seiten die versteckten Text, Cloaking oder Doorway-Pages benutzen bei Google anschwärzen. Wenn es an dieses Thema geht sind die Diskussionen in SEO-Foren immer recht hitzig zwischen Befürwortern und den Gegnern. Letztlich muss jeder für sich selber entscheiden ob er den Spamreport nutzt. Ein Spamreport bedeutet auch noch lange nicht das Google reagieren wird, in den meisten Fällen wird man die Daten nur dazu nutzen seine Algorithmen zu verbessern. Es gibt aber doch auch einige Fälle in denen Google nach einem Spamreport aktiv geworden ist. Je extremer der Spam je eher wird Google wohl aktiv werden. Sandbox Seit mittlerweile April 2004 geistert die Sandbox durch die SEO-Welt. Ganz grob erklärt kann man sagen, dass eine neue Domain durch den Sandbox-Effekt nach einem kurzen "Freshbonus" (Neue Webseiten werden für eine kurze Zeit besser gelistet.) erst einmal in den Tiefen des Suchmaschinen-Index verschwindet. Es kann Monate dauern bis die Seite ein gutes Ranking bei Google erreicht und Besucher nicht nur von obskuren Keyword-Kombinationen kommen. Natürlich gibt es viele Theorien darum wie die Sandbox genau funktioniert und wie man ihr ganz oder zumindest möglichst schnell entgehen kann. Von besonderer Wichtigkeit sind dabei Links. Ich hab die Erfahrung gemacht das Seiten von mir die dank guter Inhalte freiwillig gesetzte Links erhalten besonders schnell aus der Sandbox gekommen sind. Andy Hagans hat kürzlich einen interessanten Artikel zur Sandbox geschrieben. Für alle die nicht lieber das englischsprachige Original lesen hier meine deutsche Zusammenfassung:Er schreibt, dass die Google Sandbox Seiten nicht für eine feste Zeit in die Sandbox “schmeißt”. Das die Zeit in der Sandbox variiert hat mittlerweile jeder mitbekommen. Es wird häufig ein Maximum von einem Jahr genannt. Andy Hagans schreibt, dass die Sandbox bei neuen Seiten solange zuschlägt bis sie sich das Vertrauen (trust) von Google erarbeitet haben. Im Allgemeinen kommt dieses Vertrauen durch sehr vertrauenswürdige Links oder alternativ von teilweise vertrauenswürdigen Links. Bei letzteren braucht es dann aber etwas mehr Zeit. Die Vertrauensschwelle ist dynamisch und wird von Google immer mal wieder geändert. Die Schlussfolgerung ist natürlich klar, man sollte sich vertrauensvolle Links besorgen um der Sandbox möglichst schnell zu entgehen. Die Sandbox wäre dann also eher eine “Trustbox”. ;-) Ich denke Andy Hagans geht schon in die richtige Richtung. Zumindest erscheint mir aktuell seine Theorie am plausibelsten. Es bleiben für mich aber auch einige Fragen offen. Wie zum Beispiel erkannt man die Qualität eines Links? – Zu diesem Thema hatte ich mich im Kapitel zur Offpage-Optimierung ja schon zur genüge ausgelassen. Für alle die jetzt noch tiefer in das Thema Sandbox einsteigen wollen hat randfish noch einen sehr ausführlichen Artikel parat. Unterm Strich gesagt muss man aber zugeben, dass alles rund um die Sandbox auf Vermutungen und Meinungen basiert. Definitves lässt sich dazu nicht sagen. Domain-Alter Ein weiterer Ranking-Faktor kann das Alter einer Domain sein. Sehr oft finden sich auf vorderen Plätzen ältere Domains die schon seit einigen Jahren im Google-Index sind. Natürlich leiden grade neue Domains erst einmal unter dem Sandbox-Effekt, aber auch Seiten die die Sandbox hinter sich haben scheinen gegenüber älteren Domains im Ranking Nachteile zu haben. Beim Bestimmen des Alters einer Domain können unter anderem folgende 2 Tools helfen. Die Waybackmachine von archive.org zeigt alte Versionen einer Webseite an, so ist es auch möglich zu überprüfen welche Inhalte eine Domain im Laufe der Jahre hatte und ob sie für Spam-Projekte genutzt wurde. Ein weiteres Tool ist der netcraft Site report. Anhand der Angabe "Date first seen" kann man ablesen wie lange die Domain bereits mindestens in Benutzung ist. Die Domain kann jedoch schon bedeutent älter sein. Bei meinen Projekten zeigen sich Ungenauigkeiten von bis zu einem Jahr. Nun stellt sich natürlich die Frage warum ältere Domains von Google bevorzugt werden. Es ist natürlich durchaus möglich das Google Seiten einfach nach ihrem Alter einen Bonus gibt. Ist eine 5 Jahre alte Seite noch nie negativ aufgefallen scheint sie ja zumindest keinen (extremen) Spam zu enthalten und vermutlich auch keinen besonders erfolgreichen Spam. Andererseits sagt das bloße Alter auch nicht soviel über die aktuelle Qualität einer Seite aus. Daher kommen auch hier wieder einmal die Links ins Spiel. Zum einen konnten alte Domains bereits eine große Anzahl an Links sammeln und diese wirken sich natürlich positiv auf das Ranking aus. Aber es kommt noch ein weiterer Faktor hinzu - das Alter der gesetzten Links. Haben sie also eine altehrwürdige Domain die schon vor einigen Jahren einige gute Links erhalten hat sind sie möglicherweise im Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Allzuoft ist es natürlich umgekehrt und es findet sich vor ihnen eine alteingessene Domain wieder. Man kann sich damit trösten das die eigenen Links mit jedem Tag auch etwas älter werden oder versuchen mit entsprechender Linkpower die Domain zu überwinden. Eine weitere von machen SEOs benutze Technik ist das Kaufen alter Domains. Dazu muss sich natürlich eine für die eigenen Interessen passende Domain finden, außerdem sollte man das Projekt dann auch in geeigneter Form fortführen wenn man langfristig vom Alter der Domain\Links profitieren möchte. Duplicate Content Von Duplicate Content spricht man, wenn gleiche oder weitgehend ähnliche Inhalte mehr als einmal im Web zu finden sind. Es ist natürlich nicht im Sinne der Suchmaschinen ein und den selben Text mehrfach in den Suchergebnissen zu präsentieren und daher ist man mittlerweile ziemlich gut im aufspüren von Duplicate Content und so wird meist nur ein Ergebnis eines Textes präsentiert. Ein gutes Beispiel für häufig genutzten "Duplicate Content" sind die Inhalte der Wikipedia. Wenn Sie also sicher gehen wollen das eine bestimmte Seite von ihnen in Google gelistet wird sollten sie dafür sorgen das der Text auf dieser Seite einzigartig ist und nicht von einer anderen Domain genutzt wird. Oft kommt es auch innerhalb einer Domain zu Problemen mit Duplicate Content, genau genommen zu Problemen mit der "Canonical Url" (kanonischen Url). Bestimmte Seiten sind dabei unter unterschiedlichen Urls zu erreichen, beispielsweise ist die Startseite einer Domain unter folgenden Urls zu erreichen: - http://www.domain.de - http://domain.de - http://www.domain.de/index.php - http://domain.de/index.php Nicht selten wird bei der Enwicklung von CMS oder anderen Systemen der Fehler begangen auf die index.php als Startseite und nicht einfach auf die eigentliche Domain zu verlinken. Es sollte darauf geachtet werden, dass nur eine Url für ein Dokument verwendet wird, zumal es auch wünschenswert ist, dass andere Webseiten auch nur auf eine Version des jeweiligen Dokumentes verlinken und an dieser Stelle nicht die Link-Power auf mehrere Seiten verteilt wird. Es sollte also schon bei der Programmierung darauf geachtet werden das jede Seite nur von einer Url aus verlinkt wird, weil keine andere Version bekannt ist. Zusätzlich empfiehlt es unerwünschte Url-Versionen auf diese eine Url-Version umzuleiten. Möchte man zum Beispiel das immer die www-Version benutzt wird könnte der Eintrag in der .htaccess-Datei wie folgt aussehen:
Zeile 1: Aktiviert Mod_rewrite Zeile 2: Wenn nicht www.domain.de Zeile 3: Leitet die Abfrage auf die www-Version mit einem Redirect (301 Moved Permanently) um. So sollten auch Links auf domain.de www.domain.de zu gute kommen. Duplicate Content auf der selben Domain macht meines Erachtens mittlerweile keine so großen Probleme mehr. Das wichtigste ist aus meiner Sicht das konsequent eine Url für eine Unterseite genutzt wird. Gibt es Texte in verschiedenen Versionen, zum Beispiel noch eine Extra-Druckversion sehe ich da keinen weiteren Handlungsbedarf. Regionalität Wer einmal eine Suche auf Google.de (Das Web) mit den Ergebnissen auf Google.com vergleicht wird einige Unterschiede feststellen. Dies liegt daran das Google bei Suchen auf Google.de (Das Web) deutschsprachige Seiten gegenüber Seiten in anderen Sprachen einen Bonus gibt. Desweiteren ist immer mal wieder zu hören, dass der Serverstandort eine Auswirkung auf das Ranking hat. Befindet sich ihr Server beispielsweise in den USA würden sie besser bei Suchen auf Google.com, dafür aber schlechter bei Suchen auf Google.de gelistetet werden. Ich würde zwar empfehlen den Serverstandort dort zu wählen wo ihre meisten Besucher herkommen, halte es aber eher für unwahrscheinlich, dass der Serverstandort Auswirkungen auf ihr Ranking hat. Eher vorstellbar ist das ihre eingehenden Links Einfluss auf ihr Ranking in der jeweiligen Sprachversion von Google haben. Haben sie zum Beispiel eingehende Links von einer englischsprachigen Seite wird ihnen das auf Google.de weniger bringen als ein gleichwertiger Link von einer deutschsprachigen Seite. Zumindest solange ihre Seite nicht überwiegend von Seiten in einer anderen Sprache verlinkt wird, würde ich mir darüber keine weiteren Gedanken machen. Ich habe für meine deutschen Seiten auch gelegentlich Links von englischsprachigen Seiten gekauft und es hat meinem Ranking auf Google.de immer spürbar weitergeholfen. Ein sehr wichtiger Punkt in Bezug auf die Regionalität ist allerdings noch die Wahl der Domainendung. Besonders wenn sie in mehreren Sprachen im Web präsent sind. Oftmals sieht man dann, dass die verschiedenen Sprachversion über Verzeichnisse angesteuert werden. Zum Beispiel www.domain.com/de für die deutschsprachige Version oder www.domain.com/en für die englischsprachige Version. Ich kann da nur empfehlen jeweils die entsprechende Landesdomain für ihre Webseite zu wählen. Also in diesem Fall domain.de für die deutsche Version ihrer Webseite und domain.com für die englischsprachige Version. So können sie zwar nicht die komplette Domainlinkpopularität auf eine Domain bündeln, dafür kann man aber meist insgesamt mehr Links erhalten. Natürlich macht es dann auch Sinn alle Länder-Domains untereinander zu verlinken. Außerdem sollten sie bei der Wahl der Domainendung noch beachten, dass manche Domainendungen bei der Suche nach "Seiten aus Deutschland" von Google nicht berücksichtigt werden. Ein Beispiel dafür sind .in-Domains. Authority Unter einer „Authority site“ versteht man eine Webseite die bei Google ein besonders hohes Ansehen hat. Dieses gewinnt sie durch sehr viele eingehende Links, die meist das Resultat einer hochwertigen Webseite sind. Eine Authority verfügt über ein anhaltendes gutes Ranking und kann auch leicht Unterseiten mit themenfremden Keywords auf Top-Positionen bringen. Kleines Beispiel: Die Google-Suche nach „Ledergürtel“ (Stand 14.02.06) bringt auf Platz 1 eine Unterseite der Domain intern.de. Diese sogenannten Micro-Sites auf der „Authority“ intern.de kann man gegen einen monatlichen Obulus mieten. Wann aus einer normalen Webseite eine „Authority“ wird ist umstritten. Ich würde vermuten, dass es da keinen besonderen Zwischenschritt gibt, sondern dass man mit der Anzahl der eingehenden Links Stück für Stück zu einer Autorität heranwächst. Keyword Prominence Der Theorie der Keyword Prominence zufolge kommen die wichtigsten Keywords eines Textes am Anfang und Ende vor. Das würde bedeuten, dass man bei der Suchmaschinenoptimierung seine wichtigsten Keywords an den Anfang und das Ende des „body“ einer Webseite platzieren sollte. Aus diesem Grund halte ich auch nicht viel von dieser Theorie. Letztlich wird durch das Webdesign und grade durch die vielen Möglichkeiten die CSS heute beim Webdesign bietet der Text irgendwo im Quelltext zu finden sein. Bloß oftmals nicht direkt am Anfang oder Ende. Dadurch halte ich es für unwahrscheinlich, dass die Keyword Prominence in diesem Bereich eine Rolle spielt. Anders könnte dies beim title-Tag aussehen und Keywords die gleich am Anfang des title-Tags zu finden sind haben möglicherweise eine höhere Wertigkeit als Keywords die erst an fünfter oder sechster Stelle liegen. Allerdings würde ich diesem keine hohe Bedeutung beimessen und daher spielt es für mich keine Rolle bei der Optimierung meiner Seiten. SEO beauftragen Sollten Sie sich dazu entscheiden einen Suchmaschinenoptimierer zu beauftragen, sind sie hoffentlich schon durch das Durchlesen dieses Buches in der Lage ein bischen die Qualität der Kandidaten zu beurteilen. Bei Google hat man sich ebenfalls einige Gedanken dazu gemacht: http://www.google.de/webmasters/seo.html. Natürlich sollte man Google nicht immer beim Wort nehmen. Dort hat man in diesem Gebiet ja durchaus auch eigene Interessen. Der Suchchmaschinenoptimierer sollte in jedem Fall in der Lage sein seine wichtigsten Schritte zu erklären. Gelegentlich hört man von großen SEO-Firmen bei denen ein großer Teil der Arbeit aus Meta-Tag-Optimierung besteht, während im wichtigsten Bereich Linkbuilding gar nichts geschieht. Nach diesem kleinen Guide sind sie hoffentlich in der Lage die Arbeit eines Suchmaschinenoptimierers etwas besser zu beurteilen. Besonders sollten sie darauf achten das der Optimierer auf ihrer Haupt-Domain kein Blödsinn, wie zum Beispiel Cloaking oder Doorwaypages, betreibt. VII. Suchmaschinen-SpamBevor es hier ans eingemachte geht: Ich bin kein großer Spammer und meine Erfahrungen aus eigenen Projekten mit extremen Spam sind sehr begrenzt. Ich habe auch noch nie eine Doorway-Page erstellt. Meiner Meinung nach kommt man mit gefahrloseren Methoden genauso gut, dafür aber langfristig an die Top-Positionen. Als extremer Spammer ist man ständig damit beschäftigt neue Projekte hochzuziehen, weil die alten Projekte „verbrannt“ sind. Soll heißen, Google hat die Domains aus dem Index ausgeschlossen. Somit befinden sich Suchmaschinen-Spammer in einem deutlich extremeren Wettlauf mit Google als der normale durchschnittliche Suchmaschinenoptimierer. Doorwaypages (DWP) Doorwaypages leiten den Besucher von einer für die Suchmaschinen optimierten Seite auf eine andere Seite weiter. Der Besucher bekommt dabei die für die Suchmaschinen optimierte Seite gar nicht zu sehen. Die Weiterleitung geschieht meist mittels JavaScript. Sollte Google Doorwaypages auf einer Webseite vorfinden dürfte eine Verbannung aus dem Index prompt folgen. Zumindest insofern Google die DWPs erkennen kann. Seiten werden für DWPs aber auch manuell aus dem Google-Index gekickt. Prominenter Fall war die BMW.de-Domain. Wohl auch dank des prominenten Namens war die BMW-Domain nur für ein paar Tage aus dem Index ausgeschlossen. Der durchschnittliche Webmaster sollte zumindest ein paar Monate bis zur Wiederaufnahme einplanen ... Versteckter Text Es gibt verschiedene Methoden um Text zu verstecken. Ob man nun den Text in der Hintergrundfarbe einfärbt oder über eine ausgelagerte CSS-Datei versteckt ist nicht das Hauptproblem. Meiner Meinung ist es bei verstecktem Text kein Problem eine automatische Erkennung zu verhindern. Das Problem ist wenn Google auf den versteckten Text durch zum Beispiel einen Spam Report aufmerksam wird und die Webseite dann manuell aus dem Index gekickt wird. Keyword Stuffing Um bei den Suchmaschinen gut zu stehen hilft es normalerweise viel Content zu bieten. Es gibt Webmaster die nun kurzerhand viele relevante Keywords auf ihren Seiten auflisten um Google mehr „Futter“ zum Indexieren zu geben. So wird man dann unter Umständen auch unter Keyword-Kombinationen gefunden die mit dem normalen Text nicht abgedeckt wurden. Keyword Stuffing wird oft auch mit verstecktem Text kombiniert. Auch heute sieht man immer wieder Seiten die einfachstes Keyword Stuffing nutzen um sich damit bei bestimmten Keywords zu einer besseren Position zu verhelfen. Ob es aber auch tatsächlich noch größeren Nutzen mit sich bringt halte ich für fraglich. Letztlich ist Google bemüht auch solchen Spam zu erkennen. Manch einer macht es sich zum Beispiel so einfach eine große Menge Keywords durch Kommas getrennt aufzulisten. Sofern Google will sollte es kein Problem sein diesen Spam zu erkennen. Wer noch einige weitere Keywords auf einer Seite unterbringen will sollte besser noch einen kleinen zusätzlichen Text schreiben. Linkfarmen Linkfarmen bestehen zum Großteil aus Links die nur den Zweck verfolgen die Linkpopularität von Seiten zu verbessern um so ein besseres Ranking in den Suchmaschinen zu erreichen. Beispielsweise gehören auch Linklisten in diese Kategorie in die man sich automatisch eintragen kann. Meine kurze Meinung: Finger weg. Linknetzwerke Da mittlerweile viele den Wert von Links erkannt haben gab es im Laufe der Jahre einige Versuche möglichst einfach bzw. automatisch Links für Webseiten zu generieren. An diesem Punkt kommen sogennante „Linknetzwerke“ ins Spiel. Im Laufe der Jahre gab es bereits einige Netzwerke. Diese wurden von Google aber früher oder später erkannt und aus dem Ranking-Vorteil wurde plötzlich ein Nachteil oder auch gleich ein Ausschluß aus Google. Das hält natürlich die Webmaster und Spammer nicht davon ab zu versuchen intelligentere Linknetzwerke aufzubauen. Wie in vielen Bereichen findet man auch hier den Wettlauf zwischen Suchmaschinenspammern und Google vor. Aktuelle Linknetzwerke sind Digitalpoint Co-op Advertising Network und Link Vault. Von Ditigalpoint würde ich auf jeden Fall abraten. Link Vault ist dagegen aus meiner Sicht für Google deutlich schwerer zu durchschauen. Trotzdem nutze ich generell keine Linknetzwerke und würde jedem dem seine Domain wichtig ist deutlich von der Nutzung abraten. Linknetzwerke sind bestenfalls für SEO-Testdomains oder aber Spamprojekte nutzbar.VIII. FazitIch hoffe dem ein oder anderem wird durch meinen kleinen Guide in die Welt der Suchmaschinenoptimierung zumindest ein klein wenig weitergeholfen. Wer Fragen und Anregungen zu diesem Guide hat kann sich gerne per E-Mail an mich wenden. Natürlich bin auch ich nicht fehlerfrei, wenn sie also der Meinung sind einen Fehler gefunden zu haben würde ich mich über eine kurze Info freuen. Ich bitte allerdings darum von Fragen abzusehen, die ihre spezielle Webseite betrifft. Für solche Fragen, genauso wie alle anderen die Suchmaschinenoptimierung betreffenden Fragen, empfehle ich das Forum von Abakus Internet Marketing. Desweiteren möchte ich an dieser Stelle arauf hinweisen, dass ich selber zumindest derzeit keine Suchmaschinenoptimierung anbiete. Sofern Sie mir also nicht 500,- Euro die Stunde bezahlen möchten bitte ich von entsprechenden Anfragen abzusehen. Zum Abschluß natürlich auch noch der Hinweis auf mein Blog - internetmarketing-news.de. Dort gibt es täglich aktuelle Infos und News rund um die Suchmaschinen, Onlinewerbung, Suchmaschinenmarketing,Suchmaschinenoptimierung und diverse andere Themen rund um Internetmarketing. |