SEO Campixx 2011

by Jojo on 14.03.11 · 12 comments

in Konferenzen

Wie nicht anders zu erwarten war auch die SEO Campixx 2011 wieder großartig. Dafür ein großes Danke an den Seonaut. Ich hoffe auch 2012 wieder irgendwo in die Wildnis fahren zu dürfen!

Es haben ja bereits genug Blogs das wichtigste zusammengefaßt. Was mich diesmal besonders überrascht und beeindruckt hat, war dass sich das Workshop-Modell diesmal so richtig durchgesetzt hat. Ich war in keinem einzigem Workshop in dem nicht heftig und manchmal auch kontrovers diskutiert wurde. Sehr interessant fand ich als bisheriger Pagespeed-Optimierungsverweigerer den Workshop “Need for Speed – Wer bremst verliert” von Markus Ostertag. Das dort unter anderem vorgestellte Tool webpagetest.org dürfte mir den Einstieg in das Thema erleichtern. Die “Facebook VS. Google-Session” von Maik Schmidt und Christopher Zapf hat durch Diskussionen eine besonders interessante Einblicke gebracht. Etwas abseits der täglichen SEO-Arbeit lag die Session “Die Macht der Bilder” von Christoph Reudenbach. Hier ging es um das tägliche Bing-Bild. Ich bin mir wie wohl auch einige andere Teilnehmer nicht ganz sicher, ob sich das Bild letztlich wirklich ausgezahlt hat.

Abseits des Programms gab es natürlich viel Zeit für Networking. Dazu diesmal leckeres Essen, kürzere Schlangen und die “Kuhflecken-Typen”:

Wie vermutlich alle anderen auch, wäre ich auch bei einer SEO Campixx 2012 wieder mit dabei. Vielleicht dann auch wieder mit einem Beitrag …..

Weitere Blogbeiträge zur Campixx:
Pascal Fantou
Marco Verch aka Wüstenigel
CodersX
Stefan Maischner
Andi Petzold
Anna-Lena Radünz
Fil on the Road
Marcell Sarközy
Fastbacklink
Nedim Sabic
Kai Spriestersbach aka Seokai
Pixeldreher
Birger Friedrichs
projecter
seo.at hat außerdem einige Zusammenfassungen

{ 12 comments }

Google hat mit dem Farmer Update in der vergangenen Woche für einige Aufregung gesorgt – auch etwas über die SEO-Welt hinaus. Das wird in der startenden Woche sicherlich nicht weniger. Google lässt mit dem Update nicht nur die Muskeln spielen, sondern führt auch die eigene Macht vor. Die Macht zumindest für ausgewählte Business-Modelle über Erfolg oder Mißerfolg zu entscheiden. Dem scheint auch Google sich bewußt zu sein. Zumindest sieht manch einer hierin den Grund das ehow.com erst einmal verschont wurde. Aber auch wenn es ehow nicht getroffen hat, sind doch einige andere Demand-Media-Domains stark betroffen. Der Vollständigkeit halber sei hier bezüglich Zahlen noch einmal auf Sistrix hingewiesen.

Was steckt wirklich hinter dem Farmer Update?
Die Sistrix-Zahlen zeigen recht deutlich wer getroffen wurde. Jeder wird auch sagen können warum die getroffen werden sollten. Billige einfache Inhalte, die die Suchergebnisse “verstopfen”. Aber wie hat Google es algorithmisch hinbekommen? Die Frage werden sich natürlich alle Betroffenen stellen und bisher gibt es dazu nicht im Ansatz eine Antwort. Interessant ist wie eingeschränkt und ohne große Kollateralschäden Google ausgewählte Seiten getroffen hat – nur um dann ausgerechnet ehow.com nicht zu erwischen. (Wenig Kollateralschäden schließe ich einfach mal daraus, dass es zwar Einzelfälle mit “Geschrei” um verlorene Positionen gibt. Es aber bisher nach meinem Eindruck keine epischen Ausmaße annimmt. Sistrix könnte das sicherlich besser beleuchten …) Natürlich gibt es auch das übliche “Rumgeheule” über die plötzlich schlechteren Google-Suchergebnisse oder die jetzt zu entlassenen Mitarbeiter … es gibt auch ein paar nützlichere Diskussionen auf Webmasterworld, aber nichts was bisher allzu interessante Ergebnisse hervorgebracht hätte.

Wie gehts weiter?
Wir werden sehen wie sich das Update in den nächsten Tagen auspendelt. Vielleicht kommen dann auch brauchbare Analysen. Spannend wird, wie Google das Update weiter ausrollt. Bisher ist nur der US-Index betroffen. Zumindest für die größeren Länder – einschließlich Deutschland – würde ich aber auch einen Rollout zumindest für wahrscheinlich halten.

Einige Content-Fam-ähnliche Modelle gibt es in Deutschland schon länger und auch das Demand Media-Konzept hat den Sprung nach Deutschland geschafft. Die gutefrage.net GmbH setzt ihren SEO-Siegeszug auf diese Art und Weise derzeit mit helpster.de fort. Pro Artikel werden “immerhin” 10 Euro gezahlt. Ein kleiner Blick durch die Artikel lässt ein wenig “Tiefgang” vermissen. Was allerdings noch lange nicht bedeuten muss, dass es im Falle eines Update negativ betroffen sein muss.

Wie stark sind die Content-Farmen überhaupt betroffen?
Nimmt man Sistrix, dann sehr hart. Allerdings basiert auch das nur auf 1 Millionen Keywords und die Content-Farmen sind sehr stark auf Longtail ausgerichtet. Der Verlust könnte daher vielleicht nicht ganz so extrem ausfallen? Etwas Auflärung bringt quantcast. Dort hat man recht aktuelle Zahlen, die einen deutlichen Einbruch bei betroffenen Seiten zeigen: wisegeek.com, associatedcontent.com.
Immerhin ist bisher nur der US-Index von Google betroffen und Bing noch gar nicht aktiv geworden. Bisher zeigen die Graphen wohl eher den Anfang vom Ende der Content-Farmen.

associatedcontent.com – Google gegen Yahoo
Ein kleiner “Fun fact” am Rande, der mal wieder zeigt das Yahoo vom Glück verlassen ist. Vor nicht allzu langer Zeit hat man associatedcontent.com erst für 100 Mio US-Dollar übernommen und nun hat man durch das Farmer-Update von Google eine ordentliche Abstufung bekommen. Wär man vielleicht besser bei “höherwertigen” Inhalten geblieben.

Fazit
Zugegeben, derzeit kann ich an dieser Stelle nicht wirklich so viel mehr erhellendes zum Update verlauten lassen. Warten wir mal die nächsten Wochen ab ….

{ 8 comments }

Die SMX München hat sich in Deutschland als die SEO-Konferenz durchgesetzt und die SES vom erstem Rang verdrängt. (Die SEO Campixx ist natürlich ein Thema für sich, als die SEO-Konferenz für T-Shirt-Träger). Auch 2011 findet die SMX wieder in München statt. Diesmal vom 5. bis 6. April.

Wie vor 2 Jahren ist SEOMOZ-Gründer Rand Fishkin wieder dabei und hält eine Keynote. Eine zweite Keynote hält Maile Ohye – Developer Programs Tech Lead bei Google. Es finden jeweils drei verschiedene Sessions gleichzeitig statt, so dass immer etwas spannendes dabei sein dürfte. Mir fallen da spontan am erstem Tag Sessions zu SEO & User Generated Content, Facebook und natürlich das Webmasters on the Roof All-Star Panel ins Auge. Am zweitem Tag gibt es neben Themen wie Google Remarketing und technisches SEO/HTML5 auch eine Blogpartner-Session.

SMX München 2011Für die Blogpartner-Session werden noch Themenvorschläge angenommen. Einfach hier in den Kommentaren bis zum 26. Januar ein Thema vorschlagen. Ich werde dann ein spannendes Thema aussuchen und der SMX weitergeben. In einer Abstimmung wird dann ab dem 31. Januar unter den Vorschlägen aller Blogpartner das Gewinnerthema gewählt. Für den Siegerblog gibt es 5 Karten für die SMX Party am erstem SMX-Abend inklusive einer Magnum Flasche Champagner. Natürlich wäre im Falle eines Sieges der Vorschlagende dabei. Wem also aktuell noch ein Thema auf der SMX-Agenda fehlt …

Mit dem Rabattcode NEWS011 gibt es 15 Prozent Rabatt auf alle Ticketkategorien. Der Zwei Tages Pass SMX kostet mit Frühbucherrabatt bis zum 18. Februar 895,- Euro. Mit dem 15 Prozent Rabatt sind es nur 760,75 Euro.

{ 0 comments }

Am 12. und 13. April 2011 findet die Affiliate TactixX wieder statt. Die einzige deutschsprachige Affiliate-Konferenz. Die Affiliate Tactixx findet gleichzeitig zur Internetworld im ICM – Internationales Congress Center München – statt.

Am 12. April findet die gewohnte Konferenz statt. Zu “fast” jeder Konferenz gehört auch eine Party und so wird der Tag mit der Affiliate TactixX Networking Party abgeschlossen. Auf der Agenda finden sich bereits ein paar interessante Punkte. Dazu gehören Postview und Mobile Affiliate Marketing. Schön natürlich auch den Nils Römeling nach seiner Weltreise einmal wieder in Deutschland anzutreffen. Er hält einen Vortrag mit dem Thema “7 Tipps für den Affiliate auf Weltreise”. Gegen Aufpreis gibt es dann am 13. April noch einen zweiten Tag mit Workshops.

Für Affiliates starten die Preise ab 199,- Euro. Mit dem Rabatt-Code MNE-LS6-3X7 gibt es noch einmal 50 Euro Rabatt auf die Affiliate TactixX. Wer mag kann also schon ab 149,- Euro dabei sein. Der Rabatt-Code ist bis zum 13.02.2011 gültig.

{ 0 comments }

Ein paar nicht immer ganz durchsortierte (und durchdachte) Gedanken zum Jahr 2010 und zu Entwicklungen in der näheren Zukunft:

Google
Google im Kreuzfeuer – Mehr Kritik in 2010 wird in 2011 nicht weniger werden. Spannend wie Microsoft sich Mühe gibt Google hier zu “ärgern”. Besonders gespannt darf man auf den weiteren Verlauf der Übernahme von ITA sein, sowie auf das EU-Kartellverfahren. Für den Moment scheint es aber noch fraglich, ob Google beim Einbinden eigener Dienste vorsichtiger wird. Dazu bräuchte es wohl mehr als ein Schuß vor den Bug, aber ein Masttreffer könnte hier etwas verändern.

SERPs – Hier hat sich wieder einiges getan: Infrastruktur mit Caffeine, Algo-Änderungen wie das Mayday-Update, Einbindung von Google Diensten und eine Menge optischer und Usability-Veränderungen. Nicht uninteressant finde ich hier Google Instant. Die AdWords-Anzeigen werden hier nicht mehr durch die Suggestbox verdeckt. Die organischen SERPs rücken weiter aus dem sichtbaren Bereich heraus. Die AdWords-Anzeigen fallen eher ins Auge. Demgegenüber hat Google Instant für den Suchenden gegenüber Google Suggest fast keinen Mehrwert. Wenn ich tippe verändern sich die Suchergebnisse so schnell, dass ich das gesehene kaum verarbeiten kann und letztlich wie gewohnt meine Suche komplett eintippe. Letztlich ist nur Google der Gewinner: Man zeigt wie schnell man ist und verdient mehr Geld. In diese Richtung hilfreiche Änderungen werden wir sicherlich auch zukünftig immer mal wieder sehen. Auch die Einführung der linken Navigationsspalte hatte durchaus ihre Auswirkungen. Rein gefühlt wird hiervon schon “häufiger” Gebrauch gemacht. Entsprechend splitten sich die Besucherströme stärker auf.

Brands, Brands, Brands – Marcus hat gerade einen Beitrag zum Thema veröffentlicht.

Spam – Ich weis nicht, ob es an Matt Cutts Beschäftigung mit 30 Tage Challenges oder seiner Besteigung des Kilimandscharo lag. Rein gefühlt hatten Spam- und Müllseiten im vergangenem Jahr immer mal wieder einige sehr erfolgreiche Wochen. Hier würde ich für 2011 eine Qualitätsoffensive erwarten … Wie auch immer dass genau aussehen wird …

Facebook Social Graph, Twitter und Co.Danny Sullivan hat hierzu Google und Bing befragt. Hier und da fließt es schon als Signal ein. Die Frage ist, ob es an größerer Bedeutung für die Websuche gewinnt. Viele sind wohl dieser Meinung. Ein bisschen bei Twitter und Facebook “mitzuspielen” sollte für die meisten Seiten dazugehören und kein großer Aufwand sein.

Bing und Yahoo
Yahoo geht nach den kürzlichen Entlassungen langsam, aber stetig dem eigenem Untergang entgegen. Man wird zwar auch zukünftig irgendwie da sein, viel mehr aber auch nicht. Auch wenn ich mich derzeit über 50 Bing-Besucher am Tag freuen darf. In Deutschland hat man nicht an Relevanz gewonnen. In den USA hat Bing möglicherweise minimal Marktanteilsgewinne zu verzeichnen. Da Yahoo nun auf Bing-Suchergebnisse zurückgreift, hat man für Suchmaschinenoptimierer natürlich wesentlich an Relevanz gewonnen.

Facebook
Wird immer spannender. Manch einer unkt, ob Facebook in 10 Jahren noch da ist oder die Meute weitergezogen ist. Würde ich jetzt nicht dran glauben. Man arbeitet zudem geschickt am Ausbau der Werbemöglichkeiten. So bieten die neuen Profile sehr viel mehr Möglichkeiten die eigenen Interessen kund zu tun. Warum wohl … ? Zu Umsätzen ist zwar nichts genaues bekannt. Aber etwa 2 Mrd. $ im Jahr 2010 werden für möglich gehalten. Man darf gespannt sein, ob und wann Facebook “AdSense-like” versuchen wird das Web zu erobern. Mit Like-Buttons und Facebook Connect ist man im Web bereits gut präsent.

Mobile
Wahrscheinlich kann es eh schon keiner mehr hören: Jahr XXXX wird das Jahr in dem sich das mobile Internet durchsetzt. 2011 sollen in Deutschland aber immerhin 10 Millionen Smartphones verkauft werden. Das mobile Internet wird nun von Jahr zu Jahr rasant an Bedeutung gewinnen. Da muss man nicht ein Jahr raussuchen, dass den Durchbruch markieren soll. Für Online-Unternehmer werden sich neue Chancen bieten. Für Offline-Einzelhändler bringen Smartphones aber möglicherweise neue Probleme mit. Die Kunden werden kurzerhand ihr Smartphone zücken und nachschauen, ob das Produkt wirklich günstig ist. Auf der anderen Seite dürfte es aber auch für den stationären Handel noch genügend Möglichkeiten geben das (mobile) Internet stärker für eigene Zwecke zu nutzen.

Affiliate Marketing
Dazu hat der Seokratie in seinem Ausblick unter dem Unterpunkt “Affiliate leidet” schon das wichtigste geschrieben. Der ganze Post View-Quatsch der letzten 2 Jahre hat die Branche nicht wirklich weitergebracht. Gutscheinseiten standen vielleicht ein klein wenig auf der Verliererseite. Ein paar Merchants scheinen erkannt zu haben, dass die Entwicklung hier ein wenig übertrieben war. Andere scheinen zu lernen wie man Gutscheine intelligenter einsetzt: Opodo erfolgreich mit Gutscheinen. Zur Sichtweise von Google auf Affiliate-Seiten dürfte sich nicht viel verändern. Wer ordentlich Mehrwert zu bieten hat, dürfte hier keine Schwierigkeiten haben. Für alle anderen wird es nicht leichter.

Andere Rück- und Ausblicke
Seokratie
Seonaut
Affiliateboy

{ 10 comments }

Update: Und dass Ding ist vorerst gekippt. Hat sich die öffentliche Aufregung doch gelohnt. Bleibt zu hoffen, dass man sich im nächstem Anlauf mehr Gedanken macht … bzw. die eingeladenen Experten berücksichtigt.

Prinzipiell finde ich es nicht verkehrt sich Gedanken über den Jugendschutz zu machen. Derzeit haben wir faktisch gar keinen. Es gibt keinen Film, kein Spiel oder sonstiges, das für Minderjährige auf nicht unbedingt legalem aber sehr einfachem Weg zu haben ist. Wenn man sich nun aber den vergeblichen Kampf von Jugenschutz.net gegen pornographische Angebote im Internet anschaut, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Heute finden sich alle Angebote im Ausland und sind außer der Reichweite des deutschen Einflußgebietes. Man kämpft quasi gegen Windmühlen. Einziger Unterschied ist, die Windmühlen sind mittlerweile ins Ausland verzogen …

Die nun kommenden Veränderungen beim Jugendmedienstaatsvertrag sind mal wieder nicht weniger realitätsfern. Zum Schutze der Jugend bzw. Kinder haben Webseiten zukünftig eine von drei Möglichkeiten wahrzunehmen:
1. Altersverifikation z.B. durch einen Personalausweis, Postident oder ähnliches
2. “Sendezeiten”, welche die Verfügbarkeit von Inhalten einschränken
3. Alterskennzeichung

Für die meisten Webseiten werden die ersten beiden Optionen nicht in Frage kommen. Zumeist weil der überwiegende Teil der Inhalte absolut unbedenklich ist. Bleibt also Nummer 3. Die eigene Benennung einer Alterskennzeichnung für jeden Artikel dürfte sich aber als schwieriges Unterfangen darstellen. Man kann natürlich versuchen standardmässig mit der niedrigsten Einschätzung zu starten und nur bei Bedarf eine andere Option zu wählen, aber auch hiermit ist erheblicher Aufwand verbunden. Es gibt da ohnehin noch viele offene Fragen …

Nun gibt es einige Blogs die gleich lostönen und eine Einstellung ihrer Seite bekanntgeben. Für die meisten Fälle ist dies natürlich mehr als nur unnötig. Schließlich gibt es eine einfache Alternative. Man schätzt einfach alle Inhalte als “ab 18″ ein und kann damit wie bisher weiter machen. Man verliert damit nur ein paar Besucher, da entsprechende Jugendschutzsoftware wohl nie eine besonders hohe Verbreitung finden wird. Davon abgesehen gehe ich davon aus, dass viele so handeln werden und damit auch entsprechende Filtersoftware in ihrer Brauchbarkeit stark einschränkt. Wie genau die Angabe erfolgen soll, ist allerdings noch nicht bekannt und auch zum Start Anfang 2011 dürfte es da noch nichts definites geben. Es scheint zwar also so, als wenn wir mit einer hohen rechtlichen Unsicherheit in das Jahr 2011 gehen werden. Ausgenommen sind übrigens Anbieter “von allgemeinem Interesse”. Das kann man dann wohl auslegen wie man will. Klingt eher wie ein Geschenk an die größeren Zeitungen …

Und um zum Schluß noch einmal den Bogen zum Anfang zu spannen. Genauso wie Jugendschutz.net viele Pornoseiten ins Ausland vertrieben hat, wird der JMStV nun weitere Seiten kurzerhand ins Ausland vertreiben. Besonders natürlich diejenigen, die mit der Sache Geld verdienen. Ob hinter der Seite im Einzelfall dann letztlich sogar ein Betreiber in Deutschland steht, wird sich dann auch nur schwer klären lassen …

Kurzum: Dem Jugendschutz hilft man nicht. Kleine Internetunternehmer und Blogger sind die größten Verlierer.

Weiterführende Links:
heise online: Blog macht wegen neuem Jugendschutzgesetz dicht
JMStV: Bundesländer beschließen juristisches Minenfeld für Blogger (Update)
jmstv-forderungen-akz.pdf vom AK Zensur

PS: Die NRW-Grünen haben sich mit ihrer Twitter-Vermeldung ihrer Zustimmung per Twitter ein kleines Internet-Meme eingehandelt.

PS 2: Soweit nur ein paar erste Gedanken. Ganz Durchblicke ich die Auswirkungen auch noch nicht … ich werde erst einmal die erste Aufregung abwarten und in 2-3 Wochen dann noch einmal die Lage und erforderliche Handlungen überdenken. Bis dahin werden auch noch die einzelnen Landesparlamente mit dem Abstimmen bzw. Durchwinken beschäftigt sein.

{ 5 comments }

Adwords Sterne
Das dürfte natürlich die Aufmerksamkeit der Anzeigen deutlich steigern. Mehr Klicks für die Werbetreibenden, mehr Geld für Google. Man wird wohl wissen, warum man dies nur in den Anzeigen und nicht in den generischen SERPs eingebunden hat.

{ 11 comments }

Als ich gestern über das neue In-Page Analytics-Feature von Google Analytics gestolpert bin, habe ich mir eigentlich vorgenommen über das Wochenende etwas darüber zu schreiben. Nun sind mir Prometeo und SEO United zuvorgekommen. Einen wichtigen Bereich möchte ich aber noch ansprechen:

Das neue Feature findet sich unter “Content” und heißt in der deutschen Version “Seitenanalyse”. Das Video am Ende dieses Beitrages gibt einen guten Eindruck von der Qualität des Tools. Der ein oder andere mag sich da die Kosten für Crazyegg und ähnliche Tools sparen (wollen bzw. können). Ein größeres Manko hat die neue GA-Funktion allerdings noch. Es werden nur interne Links analysiert. Selbst externe Links, die über eine “interne outbound-Datei” geleitet werden, finden sich in der Statistik nicht wieder. Das liegt daran, das Google beim Besuch einer internen Seite den Referer für die Analyse nutzt und nicht wirklich Klicks trackt. Daher ist es Google Analytics derzeit auch nicht möglich, zwischen verschiedenen Links die das selbe Linkziel haben zu differenzieren. Das macht das Tool zur Landingpageanalyse ein Stück weit “unbrauchbar”. Zur allgemeinen Seitenanalyse ist es aber ein einfaches und geniales Tool.

Tools wie Crazyegg haben durch ihr wirkliches Klicktracking noch einen weiteren Vorteil. Hier erkennt man auch Klicks, die an Orten erfolgen die gar nicht verlinkt sind. So kann man dann beispielsweise erkennen, dass die Nutzer auf ein nicht verlinktes Bild klicken.

Bleibt zu hoffen, das Google die kleinen Makel mit der Zeit noch in der Griff bekommt.

{ 0 comments }

Google Instant ist nun seit einigen Wochen eingeführt. In Deutschland halten sich Auswirkungen ohnehin noch in Grenzen, da Google Instant nur für eingeloggte Nutzer verfügbar ist. In den USA ist es allerdings bereits für alle Nutzer verfügbar und erste Analysen der Auswirkungen trudeln ein.

Die Zahlen von Distilled zeigen eine leichte Verschiebung Richtung Longtail. Dabei wurden 11 Seiten analysiert:

Für jede Seite zeigen sich doch relativ unterschiedliche Muster. Insgesamt ist aber offensichtlich, dass Gewinne eher im Longtail zu finden sind. Insgesamt erscheinen die Veränderungen aber nicht dramatisch zu sein.

Die Veränderungen der Referrer-Keywords in Aggregation aller 11 Seiten:

Weitere Zahlen finden sich bei Conductor und Seer Interactive.

{ 9 comments }

Google Instant hat zu vielen verschiedenen Meinungen zu den Auswirkungen auf den SEO-Bereich geführt. Das zeigen auch die Umfragen von SEO United. Nehmen wir dort aktuell die Frage “Welchen Einfluss hat Google Instant auf den Longtail?”. 12 Antwortende erwarten mehr Besucher über den Longtail, 12 erwarten das genaue Gegenteil und 5 Votes sprechen sich für keine Änderungen aus.

Was bewirkt Google Instant nun wirklich?

Der Nutzer sieht die Ergebnisse erst unterhalb der Google Suggest-Box. Darunter folgen erstmal die AdWords-Anzeigen und dann geht es zu den wirklichen Ergebissen über. Je nach Anzahl der Anzeigen und Bildschirmauflösung dürfte für Nutzer zumindest ein Ergebnis weniger zu sehen sein. Ganz so pessimistisch wie Aaron Wall würde da nicht sein wollen. Die Aufmerksamkeit für weiter unten stehende Ergebnisse sinkt damit aber natürlich ein klein wenig weiter und Top-Positionen gewinnen an Bedeutung. Zumal der Nutzer nun eher seine Suche noch eher einmal ändern wird, als dass es nach unten scrollt. Möglich dass darunter dann die Ergebnisse 8 bis 10 zu leiden haben. Ebenso bleibt abzuwarten ob nun noch seltener auf Seite 2 usw. weiter gesucht wird. Erscheint aber durchaus wahrscheinlich.

Noch stärker verwendetes Suchverhalten. Alle die auf das Keyword “Kredit” optimiert haben, können mit der Entwicklung kaum zufrieden sein. Schon nach Eingabe der Buchstabenfolge “kre” zeigt Google Ergebnisse für “Kreditrechner” Das ändert sich dann auch bei Vervollständigung auf “kredit” nicht. Natürlich kann der Nutzer nun Enter drücken, den Suchbutton anklicken oder mit den Pfeiltasten “kredit” auswählen. Aber schon die AdWords-Anzeigen bieten ihm hier viele Auswahloptionen. Mit Veränderungen der Suggestvorschläge werden bestimmte Keywords in ihrem Wert radikal gewinnen oder verlieren. Das haben wir ja schon mit der Einführung von Google Suggest erlebt. Dass wird jetzt noch einen Tick extremer.

Auswirkungen auf AdWords? Mehr Impressions, mehr Klicks? Mehr Impressions in jedem Fall. Wenn ein Suchergebnis gezielt ausgewählt wird oder der Suchende zumindest 3 Sekunden bei einer Ergebnisanzeige verbleibt, zählt dieses zukünftig als Impression. Die Klicks werden sicherlich nicht im gleichem Maße steigern und die CTR etwas sinken. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass insgesamt etwas mehr auf Anzeigen geklickt werden. Durch die Platzierung der Top-Anzeigen zwischen Suggest-Box und organischen Ergebnissen dürfte die Aufmerksamkeit für die Anzeigen noch etwas steigen. Wie das obige “Kredit-Kreditrechner”-Beispiel zeigt, gibt es im Short-Tail immer reichlich Anzeigen, die durchaus auch zum wirklichem Nutzeransinnen passen können. (Siehe auch die Argumentation von John Ellis auf SEL.)
Für SEOs wird es wohl erst einmal etwas schwieriger über AdWords das hinter einem Keyword stehende Suchvolumen und die über organische SERPs zu erreichende Besucherzahl genau zu schätzen. Ich denke aber, dass man hier schnell Erfahrungswerte sammeln wird und somit dann keine größeren Probleme mehr haben wird.

Long-Tail oder Short-Tail? Eine der häufiger genannten Fragen ist, welcher Bereicher der Gewinner sein wird. Ich glaube zumindest nicht dass der Long-Tail profitieren wird. Der Short-Tail profitiert davon, dass gleich Ergebnisse zu sehen sind. Der Vorteil könnte allerdings dadurch ausgeglichen werden, dass es schneller geht, die Suche anzupassen, bis ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis vorliegt. Ich denke in erster Linie werden – wie oben am “Kredit-Kreditrechner”-Beispiel beschrieben – bestimmte Keywords im Short-Tail gewinnen oder verlieren.

Unterm Strich?
Ich glaube über Google Instant wird mehr Wind gemacht als notwendig. Nicht nur aus SEO-Sicht. Aber rein aus Marketeer-Sicht betrachtet wird sich letztlich gar nicht so fürchterlich viel ändern. Schlimmstenfalls kommen die Besucher über andere Suchphrasen. Das dürfte aber am Suchvolumen nicht fürchterlich viel ändern. Je einfacher und nützlicher die Google-Suche ist, um so mehr wird gesucht. Und je mehr sich die Suchenden auf die Top-Ergebnisse konzentieren, je wichtiger wird gute SEO-Arbeit.

{ 9 comments }