Klickbetrug auf dem Vormarsch??

by Jojo on 08.04.10 · 7 comments

in Klickbetrug

Zumindest laut einem Report von Anchor Intelligence ist Klickbetrug auf einem Allzeithoch. Die Klickbetrugsrate stieg um 13,4 Prozent von 25,7 Prozent auf 29,2 Prozent im erstem Quartal 2010. Allerdings handelt es sich hier nur um versuchten Klickbetrug. Den Großteil der Klicks dürften die Netzwerke erfolgreich herausfischen. Insofern sind die Zahlen am Ende nicht wirklich brauchbar. Bestenfalls kann man sagen, dass der versuchte Klickbetrug gestiegen ist, aber naja …

In Deutschland soll sich der versuchte Klickbetrug aber scheinbar in Grenzen halten:

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1 Daniel 09.04.10 um 15:38

Klar gibt es nur Zahlen von versuchtem Klickbetrug. Die Daten vom erfolgreichen Klickbetrugen werden ja auch nur die Betrüger selbst haben.

2 Jojo 09.04.10 um 16:09

Da kann man die Zahlen natürlich sehr stark auseinandernehmen. Google hat ja auch eine Zahl zum Klickbetrug, dass sind dann die Klicks die die Werbetreibenden auch nicht zahlen müssen. Bloß werden diese Klicks auch in den obigen Zahlen berücksichtigt, was sie dann am Beispiel von Google kaum brauchbar erscheinen lässt. Für mich ist der von Google erkannte Anteil Klickbetrug ja nicht so relevant, sondern der den Google nicht erkannte und entsprechend von mir trotzdem gezahlte.

3 Rene 30.04.10 um 12:13

Ich würde behäupten, da wo das schnelle Geld gemacht werden kann, wird auch versucht durch leichte Manipilation an das Geld zu kommen – solange Klickbetrug keinen wirklicher Straftatbestand ist, wird das auch munter weiter gehen. Problem ist nur, so gehen auch ganz kleine Netzwerke auf kurz oder lang kaputt. Was eigentlich sehr schade ist.

4 Mathias 17.06.10 um 01:18

@Rene Ich gebe dir Recht. Ohne Strafbestand, keine Hemmschwelle.

@Jojo Es ist sicherlich extrem schwer die falschen Klicks zu entdecken. Die technischen Herausforderungen sind sicher sehr gross und die Frage ist, reicht Technik aus um einen brauchbaren Wert zu ermitteln?

Herzliche Grüsse
Mathias

5 Arne Rathjen, Rechtsanwalt 01.07.10 um 16:45

Da ist der Straftatbestand:

§ 263a
Computerbetrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflußt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Mir sind allerdings bis dato keine Gerichtsurteile zum Klickbetrug bekannt. Die Milliarden-Abzocke wird also eine Weile weitergehen, bis sich die entsprechenden Werbemodelle geändert haben – etwa durch Abschaffung des PPC-Modells.

Tatmodus: Gezieltes Manipulieren der Klickzahlen durch Klickfarmen etc., Verfälschen des Google-Rankings durch eine Reihe von Manipulationsmethoden, damit Erzielen ( weit ! ) überhöhter Ad-Sense-Einnahmen von Google bzw. den analogen Programnmen anderer Anbieter, Schaden: Überzahlte Ad-Sense-Beträge.

Das Abschalten der Werbeangebote der Konkurrenz durch massive Klickmanipulationen und Austrocknen des Budgets dürfte aus dem Gesichtspunkt
des strafbaren unlauteren Wettbewerbs interessant sein.

Man erwarte allerdings nicht allzu viel: Die meisten Fälle von EC-Kartenbetrug oder
Kreditkartenschwindel bleiben ungeahndet – etwa 99 %. Dies wird beim Klickbetrug nicht anders sein.

6 Faice 22.10.10 um 10:53

na ja,

7 Dean 27.12.11 um 17:43

Google verdient durch Klickbetrug vieleicht viel Geld aber viele Kunden machen irgendwann keine Adwors Werbung mehr. Seit dem ich ein Ip Programm eingebaut habe ist die Zahl der ungültigen Klicks zurück gegangen. Ich hoffe Google lässt sich mal einfallen und macht das verfolgen und Bestrafen von Klickbetrug einfacher .

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