Verleger vs Google

by Jojo on 18.01.10 · 5 comments

in Google

Verleger: Google soll Websuche offenlegen – Das Google seine Marktmacht nutzt, dem kann man kaum wiedersprechen, missbrauchen ist allerdings dann noch einmal eine andere Hausnummer. Was an den Suchergebnissen nun wettbewerbswidrig sein sollte – insbesondere aus Sicht der Verlage hinterläßt bei mir ein Fragezeichen. Man kann kaum behaupten, dass sie nicht genug Traffic abbekommen würden.

Mal von der bekannten Forderung abgesehen, dass die Verlage für die Einblendung eines Snippets schon Geld sehen möchten, berichtet heise von einem weiterem interessantem Punkt. Die Verlage wollen wissen, wie Google sucht und wie dann gerankt wird. Alle Verlage beschäftigen sich heutige intensiv mit SEO, vielleicht sollte man die entsprechenden Mitarbeiter mal zum Rapport bitten und sich dass noch einmal erklären lassen. Auch Google hat dazu mehr als genug Informationen veröffentlicht. Ich weis nicht ob die Verlage nun erwarten, das Google ihnen den Algorithmus auf dem Silbertablett präsentiert … vermutlich hätten sie ihn am liebsten als Ausdruck … die Verleger haben die Sorge, das Google bestimmte Partner beim Ranking bevorzugt. Es gibt wohl kaum etwas über dass sich die Verleger nicht beschweren. Mal von der Frage abgesehen, ob es nicht Google´s gutes Recht ist zu ranken wie man lustig ist, sollte man eine solche Behauptung schon belegen können und nicht so einfach in den Raum stellen.

In den USA bereitet die wirtschaftliche Entwicklung den Verlagen noch viel mehr Sorge, aber immerhin ist man nicht so weinerlich. Aktuell gibt es Gerüchte, dass die New York Times auf ein Bezahlmodell wechselt. Immerhin ist das Wall Street Journal mit seiner Bezahlstrategie profitabel. Die New York Times ist wohl eine der wenigen Zeitungen denen man ein erfolgreiches Bezahlmodell zutrauen kann. Den Gerüchten zufolge wird es aber kein reines Bezahlmodell, sondern es lassen sich erst ein paar Seiten abrufen, bis der Leser dazu aufgefordert wird zu zahlen. So muss man nicht auf Google-Traffic verzichten und wechselt auch nicht mit einem extrem hartem Schnitt auf ein Bezahlmodell.

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1 Der Jens 18.01.10 um 18:30

Langsam bekommt man den Verdacht, den Verlagen ist wirklich gar nichts zu schlecht, um die verbleibenden Pfründe zu sichern. Dass das mit solchen Forderungen gelingt, können die nicht wirklich glauben…Warum bloß entblöden die sich nicht solche Forderungen auszusprechen?

2 Oliver 18.01.10 um 23:06

Lustig, wie sich die Zeiten aendern, damals haben sie das Bezahlsystem abgeschafft: http://www.reuters.com/article/idUSWEN101120070918

3 JK 19.01.10 um 09:46

Bedenken sollte man, dass Wall Street Journal eine special interest site ist, für so etwas zahlt man schon eher, besonders als Geschäftskunde.

4 Jan-Ole 19.01.10 um 23:45

Stellt sich die Frage ob es den Verlagen sooo recht wäre, wenn Google sagt “Nö, den Algo bekommt ihr nicht – aber dafür werfen wir euch aus dem Index, wenn ihr nicht drin sein wollt…”

Ziemlich weltfremd die Herren Verleger. Intere Zahlen über Absatz etc. legen die Google ja auch nicht vor.
Kopfschüttel.

5 Nicole Haase 29.01.10 um 11:39

Irgendwann wird klar, dass Netz ohne Vernetzung eben nicht funktioniert.

Danke für die wichtigen Aspekte, die dieser Artikel unseren Linkempfehlungen hinzufügt!
http://bit.ly/aVz1pX

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