In einem Gastbeitrag in der FAZ stellt Hubert Burda einige scheinbar “verzweifelte” aber ansonsten völlig “schwachsinnige” Forderungen.
Er wirft Suchmaschinen vor mit den “journalistischen” Inhalten Geld zu verdienen. Was natürlich nicht ganz falsch ist. Aber natürlich verdienen auch grade die Verlage durch den von Google gelieferten Traffic. Sie werden hier nun wirklich nicht ausgenutzt. Andernfalls wäre es ja auch ein leichtes per robots.txt die notwendigen Schritte einzuleiten. Hubert Burda sind hierin “kein tragfähiges Geschäftsmodell für journalistische Qualität im Internet”. Wo kämen wir denn hin, wenn sich Verlage schon alleine vom Google-Traffic finanzieren könnten …
Nun wirft Hubert Burda Suchmaschinen und sogar Providern und anderen Anbietern vor, überproportional von den Inhalten der Verlage zu profitieren. Mal davon abgesehen, dass die Nennung von Providern ziemlich “lächerlich” ist. Herr Burda sollte mal einen Blick über den Tellerrand werfen. Die von Suchmaschinen indexierten Inhalte stammen nur zu einem sehr kleinem Teil von Verlagen. Wenn Verlage nun ihren Anteil haben sollen, gilt das genauso für viele andere …… im Internet kommen qualitativ hochwertige Inhalte bei weitem nicht alleine von Verlagen. Und wie man die eigenen Angebote für ein unverzichtbares “Kultugut” halten kann und gar zur Bewahrung der Demokratie für notwendig erachtet, der hat offenbar den Stand und die weitere Entwicklung des Internet noch nicht verstande.
Im übrigen deutet sich derzeit an, dass zum Beispiel durch Facebook und Twitter weitere wichtige Traffic-Quellen für insbesondere auch nachrichtenorientierte Webseiten entwickeln. Deutschland hinkt hier zwar noch hinterher, aber auch hier wird es sich entwickeln. Insofern bleibt abzuwarten wie sich die “Gatekeeper”-Funktion von Google zukünftig entwickelt. Vielleicht täten Verlage besser daran, ein Angebot aufzubauen, das Besucher freiwillig regelmässig “direkt” besuchen. Ich für meinen Fall besuche täglich Spiegel Online ….

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… Würde empfehlen, verstärkt auf Rechtschreibung zu achten, wenn man journalistische Qualität kritisiert…
Wenn du bei journalistischer Qualität zuerst an die Rechtschreibung denkst …… mir ist die zwar nicht egal, aber dass hier ist ein Blog, ich hab kein Germanistik studiert und die Inhalte sind hoffentlich immer noch das Wichtigste ……..
Ganz einfach gesprochen:
Information konnte bisher noch nie so kostenguenstig transportiert und verteilt werden. Hier veraendert sich das Vertriebs-/Geschaeftsmodell drastisch, da der klassische Vermittler (Verlag) wegfaellt.
Fakt: Journalisten koennen nun selbst Nachrichten publizieren und damit Geld verdienen.
Schade nur, dass das Management so Internet-aphob ist. Hier werden Chancen verpasst und Synergie-Effekte aussen vor gelassen..
Hallo,
das Internet bietet einfach rießige Möglichkeiten. Leider merken das die Leute nicht bzw. sind zu stur. Man muss anderen auch etwas gönnen. Im Internet ist es einfach so, dass wenn man anderen etwas gibt auch etwas dafür bekommt. Das sehen viele noch nicht ein, daher haben sie etwas gegen den Traffic von fremden Seiten wie z.B. Twitter. Obwohl man selbst davon profitiert mag man es nicht weil es andern auch etwas bringt. Das finde ich lächerlich!
WENN man will, dass die verlage weiterhin bestehen, dann muss man sich schon etwas einfallen lassen. denn ich sehe immer noch sehr wenige portale von verlagen, die wirklich gute gewinnen abwerfen.
dagegen ist die liste der portale lang, die ehemals gewinn erwirtschaftet haben und nach übernahme durch verlage in die verlustzone abgerutscht sind.
erfolgreiche entwicklungen von verlagen kann man mit der lupe suche.
die frage, ist also, wie lange die verlage in der momentanen situation noch durchhalten können. und OB sich jemand findet, der die verlagshäuser retten will.
vielleicht sind z.b. ein paar lobbygruppen interessiert, die verluste im verlagsgeschäft als investition sehen, um ihre interessen medial durchzudrücken und die medien dann mit steigenden gewinnen in anderen bereichen quersubventionieren. das könnte betriebswirtschaftlich gesehen ja durchaus sinn machen.
noch ein “gewinnerverlag”:
http://meedia.de/nc/details/article/dumont-muss-1-6-mio-euro-einsparen_100021564.html
bin mal gespannt, wie die genannten 1,6 mio gespart werden sollen – irgendwann kommt der punkt, wo man keine mitarbeiter mehr entlassen kann, sondern anfangen muss, titel einzustellen.
Die Verlage jammern doch schon seit Jahren. Tatsache ist , dass durch Google und Internet einfach eine Verschiebung der User / Leser stattgefunden hat, damit muss sich auch Burda abfinden.
Ja natürlich verdient Google an den Veröffentlichungen von Texten, die dann dort gesucht werden können Geld! Wo ist das Problem?! Buchverlage oder Druckereien arbeiten doch auch nicht kostenlos, und wer beruflich schreibt, muss seine Arbeit natürlich publizieren. Da ist das Internet inzwischen die Nr.1! Burda sollte mit der Zeit gehen und mit Google arbeiten anstatt es anzugreifen!
Burda ist halt noch nicht in diesem Zeitalter angekommen. Wer was will sollte mit der Zukunft gehen!