Google Suggest: Variable oq

Sistrix hat einen interessanten Artikel zu Google Suggest geschrieben. Er hat sich darin dem verändertem Suchvolumen gewidmet. Darüber hinaus sollte man sich natürlich durchaus auch mal Gedanken machen, warum Google bestimmte Suchen vorschlägt und wie die Reihenfolge zustande kommt und dann natürlich auch wie man da vielleicht eingreifen kann … hab ich allerdings noch nicht gemacht. Allerdings schon einige interessante Meinungen dazu gehört. Ich möchte an dieser Stelle allerdings auf etwas anderes hinweisen:

Wer sich seine Google-Referer anschaut, wird feststellen, dass dort des öfteren die Variable oq auftaucht. In dieser Variable steht die Eingabe des Benutzers, anhand der er dann über Google Suggest eine Suche ausgewählt hat. Kleines Beispiel:

Ich gebe bei Google „Internetmarket“ ein und wähle dann den Vorschlag Internetmarketing aus. Dann sieht der Referer folgendermaßen aus:
http://www.google.de/search?hl=de&q=internetmarketing&btnG=Google-Suche&meta=&aq=1&oq=Internetmarket

Wenn die Variable oq zwar da ist, aber leer ist, wurde zwar von der Google-Startseite aus gesucht, aber kein Vorschlag ausgewählt, sondern die Eingabe komplett vom Nutzer eingegeben:
http://www.google.de/search?hl=de&q=Internetmarketing&btnG=Google-Suche&meta=&aq=f&oq=

Wenn man also ein Blick auf seine Google-Referer wirft, kann man anhand der Variable oq feststellen, wie oft der Suchende von der Startseite aus gesucht hat. Und natürlich auch, wie oft Google Suggest genutzt wurde.

Ich hab mir mal auf die schnelle die letzten 500 Google-Referer einer Domain angeschaut.
145 mal findet sich dort die Variable oq,
aber nur 52 mal ist die Variable mit Inhalt gefüllt
entsprechend 93 mal leer.

Bleibt noch die Frage, ob die oq-Variable auch anderweitig noch genutzt wird. Soweit mir derzeit bekannt, wird sie auch für die Suggest-Funktion im Google-Browser Chome genutzt. Chrome kann man aber wohl derzeit noch vernachlässigen. Bei Verwendung von Chrome sollte sich auch zusätzlich die Variable sourceid mit dem Wert chrome vorfinden. Was bei den 500 Suchen allerdings nur einmal der Fall war. Bei der Suggest-Funktion über das Standard-Suchfeld im Firefox wird die Variable oq hingegen nicht gesetzt.

Hat das Ganze auch einen Nutzen? Im Zweifel ist es schon mal sehr interessant seine Nutzer besser zu verstehen. Was Google Suggest allgemein angeht. So dürfte es von großem Interesse für die Optimierung sein. Sistrix hat das ja schon gezeigt. Mit einem kleinem Blick auf Google Suggest kann man zum Beispiel entscheiden, ob man erstmal mehr Wert auf die Einzahl oder Mehrzahl Optimierung legen sollte. Nicht nur um so die Suggest-Besucher auf die eigene Seite zu locken, sondern auch weil Google Suggest vermutlich bei den Vorschlägen viel Wert auf das Suchvolumen legt.

Update: Grad nochmal kurz gegoogelt. Bei Blogsoptimieren findet sich zum gleichem Thema auch noch ein interessanter Artikel: Google Suggest Suchvorschläge – massive Auswirkungen?. Hier wird auch noch auf die Variable aq verwiesen, anhand der sich ablesen lässt, an welcher Stelle der Vorschlagsliste sich die gewählte Suche befand. Die 0 entspricht dabei der ersten Position der Vorschlagsliste.

8 Gedanken zu „Google Suggest: Variable oq“

  1. Ich bemerke dadurch durchaus Veränderungen bei der Besucherzahl und den Keywords. Wie ist Eure Erfahrung?

  2. Sehr interessanter Artikel.Der Google-Vorschlag finde ich auch sehr interessant.Ich habe das auch bemerkt, Joerg.Es gibt schon einige Neuigkeiten.

  3. Also ich finde die autocomplete bzw. Google Suggest Funktion klasse. Auch nach meinen Kenntnissen hat es massive Auswirkungen auf den Traffic den eine Seite bekommt. Das Gute ist jedoch, dass der Nutzer besser zu seinem Ziel kommt, denn er wird nicht auf Seiten geleitet die z.B: SEO auf Tippfehler gemacht haben oder keine spezifischen Informationen bieten. Das wird viele SEOler ärgern, aber Content is King!
    Außerdem lassen sich mit Google Suggest auch jede Menge witziger Dinge machen. Ein paar findet ihr auch auf meinem Blog 🙂

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