Sistrix hat eine interessante Frage gestellt: Hat Google bei eigenen Produkten noch die nötige Objektivität? Ehrlich gesagt, tendiere ich bei dieser Frage seit einiger Zeit immer mehr Richtung “nein”.
Im vorliegendem Fall könnte Google ein Teil des Problems recht einfach angehen, indem man überprüft wieviele Nutzer die Karten bei einer bestimmten Suche auch wirklich nutzen und wieviele es bevorzugen auf die normalen Suchergebnisse zurückzugreifen. So müsste man doch recht einfach feststellen können, ob Google Maps den Platz über den SERPs verdient hat. Wenn ich mir die Suche nach Karstadt anschaue, scheint Google derzeit einfach nur eine Keywordliste reinzufüttern. Genauso wie Sistrix kann ich mir nämlich kaum vorstellen, dass viele der “Karstadt”-Suchenden auf der Suche nach dem Städtchen “Karstädt” waren.
YouTube präsentiert sich in den SERPs ja auch schon ganz gut …

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Also was mir bei der Karstadt-Suche noch auffällt: Durch das Anzeigen der Karte aus Google-Maps springt mir die AdWords-Anzeige zu Karstadt viel stärker ins Auge.
Hi JoJo,
die Maps von Google müssen sich dem Ranking stellen:
http://www.google.de/search?num=100&hl=de&newwindow=1&q=installateur+chemnitz&btnG=Suche&meta=
Gut, ich gebe zu, das ist ein Beispiel am Rande des einträglichen Geschäfts “Branche”+”Stadt”, gerade Maler + Stadt ist die Map immer auf Pos.1, aber es wäre noch seitens Google beweisbar, dass alle Inhouse-Services sich dem Ranking unterwerfen müssen, nur haben sie außerordenltich solvente Eltern…
Ich hoffe, dass sich mal ein Webmaster von stadtbranchenbuch oder goyellow zu diesem Thema meldet, ob und wann die Maps enorm störend auf den Traffic der SERPS wirkten.
Gruß, MarkusK
Na diese eingebetteten Karten waren hier ja nicht gemeint. Da wird Google wohl schon etwas mehr Arbeit reingesteckt haben.
Hi JoJo,
dachten alle in den vergangenen Jahren, dass der nächste große Schritt bei den Suchmaschinen die Semantik sei ist es meiner Meinung nach das Geotargeting. Ich denke, dass Google mit der Anzeige der Branchencenter Daten in den Serps diese Geschichte puschen will. Sie bringen jeden Unternehmer der sich hier nicht sieht dazu, sich anzumelden und deren Datenbestand auf den neuesten Stand zu bringen.
Dann wird in Zukunft ein schönes (E-)Mailing gemacht – weil die Ansprechpartner dann auch bekannt sind. Vor allem bekommt Google so Zugang direkt zu den Kunden um Ihnen auch AdWords direkt anbieten zu können.
@Michael
Und da sind wir dann bei der Objektivität.
Wir wissen mittlerweile alle, wie schnell und einfach Google das Ranking und den Algorithmus beeinflußen kann.
Zumal Länderübergreifend die Objektivität alleine aus den lokalen gesetzlichen Gegebenheiten schon manipuliert wird.
Z.b. verstehe ich nach wie vor nicht, wie sich Google die organische Suche mit testseite, bewertungsportalen und ähnlichen zubomben lässt wenn man nach Produktinfos sucht. Da lob ich mir Exalead.de!!!
Froogle gibts schon länger – das war für viele wohl wesentlich schlimmer als die Anzeige der Maps. Okay, für Johannes ist das ein bißchen bitter wegen CityReview – aber ich denke auch, dass die Einblendung der Karten einen Mehrwert für die Besucher bieten.
Wer eben keinen Stadtplan oder Reiseroute sucht, der scrollt einfach weiter runter. Google blendet ja z.B. für “Frankfurt” auch Newstreffer ein – und das nicht above the fold.
Klar ist man verärgert, wenn Google einem von einem auf den anderen Tag die Butter vom Brot nimmt. Aber für Google steht der Besucher im Vordergrund…
Nur mal als Beispiel: Was wäre, wenn Google unter den Maps noch 3 Adwords Anzeigen einblenden würde? Die organischen Suchtreffer würden kaum mehr Clicks bekommen, Google könnte alles abstauben – die meisten Besucher wären trotzdem glücklich. Portalbetreiber müssten zwingend AdWords buchen, Google würde mehr Geld verdienen als jetzt…