Diese provokative These stellt mpExpert auf. Grundlage dazu sind 60 Begriffe, zu denen man die Verteilung der Suchmaschinenpositionen unter Preisportalen, Onlineshops, Infoportalen und Herstellern untersucht hat. Meiner Meinung nach ist diese Einschätzung totaler Käse! Bei mpExpert vertritt man die Meinung das Shops in Suchmaschinen gegen die Preisvergleiche kaum eine Chance haben. Nichtsdestotrotz hat mpExpert natürlich in einigen Punkten recht. Preisportale haben sich in den Suchergebnissen sehr breit gemacht. Am extremsten ist es wohl im Elektronikbereich. Ich denke auch die 5 Grundsätze, die mpExpert aus den Ergebnissen ableitet sind (fast immer) korrekt sind:
- Unabhängig vom Produktbegriff dominieren die Preisportale die erste Seite der Suchmaschinen.
- Je präziser der Kunde das Produkt beschreibt, desto weniger Shops erscheinen auf der Startseite.
- Je wichtiger die Produktgruppe für den Online-Handel (z.B. Elektronikartikel), desto dominierender die Preisportale.
- Je weniger die Preisportale mit der Produktgruppe zu tun haben möchten, desto häufiger sind Shops vertreten (z.B. Erotikartikel)
- Hersteller- und Infoportale spielen auf der ersten Seite nur eine untergeordnete Rolle.
Wenn wir zum Fazit kommen, macht mpExpert seine Meinung recht deutlich. Man ist der Meinung das Onlineshops gegen die Preisportale in den Suchergebnissen keine Chance haben. Man empfiehlt die Taktik über eine Platzierung in den Preisportalen von den guten Suchmaschinenpositionen zu profitieren. Grundsätzlich gesehen mag es für viele Onlineshops durchaus profitabel und sinnvoll sein, sich in Preisportalen zu präsentieren. Damit setzt man sich aber auch gleichzeitig einem sehr starkem Preiswettbewerb aus. Interessant dürfte dieser Weg vor allem für diejenigen sein, die wirklich günstige Preise bieten können. Aber zurück zur Suchmaschinenoptimierung. Meiner Meinung nach haben Onlineshops in diesem Bereich sehr wohl eine Chance gegen Preisportale. Es mangelt den meisten vor allem an guter Suchmaschinenoptimierung. Da liegen die Preisportale den Onlineshops sicherlich weit voraus. Mit einer guten und innovativen Suchmaschinenoptimierung kann man aber in den meisten Bereichen durchaus einiges holen. Man sollte aber auch nicht der 500. 0815-Computer oder Elektronik-Onlineshop sein. Ohnehin: Man mag einem Elektronikshop sagen, dass er in den SERPs keine Chance gegen die Preisportale hat, aber wie groß ist die Konkurrenz und der Preisdruck in den Preisportalen für einen Canon-Drucker?
Wer sich jetzt fragt was innovative Suchmaschinenoptimierung ist. Da fallen mir spontan 2 Dinge ein: 1. Blog und 2. Linkbaiting. Beides alleine oder auch in Kombination gut geeignet um auf “natürliche” Weise Links anzulocken. Das machen immer noch viel zu wenige Onlineshops. Natürlich macht das einiges an Arbeit, aber es bringt auch etwas.


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Da stimme ich dir uneingeschränkt zu, dass den meisten Shops einfach einiges an Optimierung fehlt. Viele Shop-Betreiber sehen das Longtail einfach nicht, sie wollen zwingend für Canon Drucker auf Platz 1, vernachlässigen aber die einzelnen Modelle, die höchstwahrscheinlich sowieso ein bessere Conversion aufweisen.
Außer klassischer On-Page-Optimierung (“SEO-URL`s”, optimierter, XHTML-valider Quellcode etcpp.), Linkkauf/-tausch und zusätzlichem Content in Form eines Blogs samt der damit verbundenen Vorteile (Trackbacks etc.) gibt es jedoch noch einen weiteren Punkt, der häufig vergessen oder noch schlimmer, einfach ignoriert wird:
Unique(n) Content für die Produkte im Shop
Man kann so viel On- und Off-Page-Optimierung bei einem Online-Shop betreiben wie man möchte. Wenn als Produktbeschreibung z.B. nur die Stichpunkte des Großhändlers übernommen werden, dann kommt man nicht weit. 5-6 Stichpunkte, vielleicht auch noch in zahlreichen anderen Online-Shops im Einsatz und sonst kaum eigene Inhalte…
Wer dagegen bei einem bereits optimierten Shop-System darauf achtet, dass er eigene, hochwertige Inhalte einstellt, der wird nicht nur höhere Konversationsraten erzielen, sondern hat auch eine Chance gegen Preisvergleichsdienste (die man aber dennoch weiterhin nutzen kann, sofern nur per PPC vergütet).
Und noch ein wichtiger Punkt ist auch: viele Shopbetreiber sind von ihrem eigenen Sortiment nicht überzeugt!
So nach dem Motto, ein BMW Verkäufer versucht einen Kunden 4 Std. zu erklären wie toll doch ein BMW ist und er selbst fährt aber einen Fiat.
Warum Bananen verkaufen wenn der Keller voller Birnen ist?
Ich betreibe einen kleinen Online Shop und würde keinem Shop Betreiber empfehlen seine Artikel in ein Preisportal zu stellen und schon gar nicht gegen eine Gebühr. Denke, daß zwar hier kurzfristig vielleicht einige wenige Käufe generiert werden können, aber wirklicher Traffic kommt langfristig von Google und nochmals nur von Google, zumal in einem eigenem Shop der unique Content gegen über den Preisportalen ein wesentlicher Vorteil ist.