Klickbetrug 15,8 Prozent im 2. Quartal

by Jojo on 19.07.07 · 13 comments

in Klickbetrug

Laut Click Fraud Network betrug der Klickbetrug im 2. Quartal 2007 15,8 Prozent. Im Q1 2007 waren es noch 14,8 Prozent und im Vorjahresquartal 14,1 Prozent. Besonders hoch war die Betrugsrate in den Content-Netzwerken der Suchmaschinen (u.a. AdSense und YPN) mit 25,6 Prozent. Als Grund für die steigende Klickbetrugsrate werden starke Botnet-Aktivitäten angeführt.

Leider sind diese Daten als Außenstehender sehr schwer einzuschätzen. Google sagt das die Klickbetrugsrate sehr gering ist und man das meiste schon selber ausfiltert. An dieser Aussage hat man natürlich auch ein wirtschaftliches Interesse. Auf der anderen Seite stehen auch hinter dem Click Fraud Network wirtschaftliche Interessen. Hinter Click Fraud Network steht Click Forensics, ein Anbieter von Klickbetrugerkennung … letztlich bleibt es nur übrig “Druck” auf Google zu machen und sich auf den ROI zu konzentrieren.

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1 Andreas Reiffen 20.07.07 um 11:48

Angst ist ein äußerst effektives Marketing-Instrument. Click Forensics weiß das. Die Invalid Click Detection Systeme von Google scheinen mittlerweile sogar schon automatisierte “low-noise”-Angriffe filtern zu können. Ich denke, dass unter dem Strich also nur noch ein paar Prozent übrig bleiben. Die wenigen, nicht erkannten betrügerischen Klicks führen über eine erhöhte CTR zu tendenziell niedrigeren Klickpreisen, was den negativen Effekt von Klick Fraud weiter limitiert.

2 Norman 21.07.07 um 15:32

Beide Seiten sind hier objektiv dargestellt wurden, klasse. Aber “nur” auf den ROI konzentrieren? Imagegewinn, Konkurrenzverdrängung spielt schon eine Rolle.

3 Management-Adept 22.07.07 um 07:56

Wie du sagst – ROI. Solange sich die Kampagne lohnt ist es gut. Wenn das nicht mehr der Fall ist, dann nimmt man die Anzeigen halt raus.

4 AlfaFox.info 26.07.07 um 22:07

Google lebt zu 98% von Werbung und hat einen starken Marktanteil an der Internet-Werbung.

Und Google hat gute Datensammler und Statistiker und ist bekannt dafür, alles gründlich auszuprobieren.

Vielleicht geht es Google darum, neue Werbemodelle zu testen, vielleicht aber auch nur, an bestimmte Daten und Zahlen zu kommen.

Google versucht, fit zu bleiben gegen
- Konkurrenten, die besser werden
- Werbekunden, die abwandern
- Werbeflächen, die abwandern
- Klickbetrügern
- Endverbrauchern, die weniger klicken
- Endverbrauchern, die Werbeblocker benutzen

5 Michael 06.11.07 um 23:04

Dass Google gegen den Klickbetrug ankämpfen will, ist natürlich verständlich; sonst würde das Ganze irgendwann aus dem Ruder laufen. Aber dass das dann in der Praxis zulasten zuverlässiger Kunden geschieht, ist weniger erfreulich. Zu oft hört man von Webseiten-Betreibern, dass Google nachweisbar echte Klicks nicht auszahlen will. Das kann es dann auch nicht sein…

6 Marco 22.11.07 um 21:34

Wie Michael sagt – das kann es nicht sein. Auch ich habe durch angeblichen Klickbetrug schon kein Geld für Klicks gesehen. Da ich aber auch Adwords-Kunde bin, nehme ich diesen Kollateralschaden hin, in der Hoffnung, daß auch meine Anzeigen vor falschen Klicks geschützt werden. Ganz verhindern wird man Klickbetrug eh nicht können. Schließlich kann ich auch Tante Gertrud in Hintertupfing anrufen und bitten, mal auf die Kredit-Reklame auf meiner Homepage zu klicken.

7 Oezer 18.01.08 um 10:06

Solange Google für keine Transparenz sorgt ist die sichere Variante Web-Analytics Software einzusetzen und wichtige Kennzahlen im Auge zu behalten, im zweifelsfall kann man die ja beim jeweiligen Betreiber einreichen.

und diese Beschwichtigungen das Klickbetrug in Deutschland niedrig sei.. halte ich für einen Unsinn, man möchte sich ja nicht das eigene Werbemodell kaputt machen, wo ein ganzes Imperium darauf aufgebaut ist…

8 Daniel 29.02.08 um 15:15

Wenn man Google AdSense in Seiten mit einem relativ niedrigem Traffic einbaut, hat man einen leichteren Überblick über das, was abgerechnet wird.

Ich habe es einmal ausprobiert und dabei festgestellt, dass Google etliche Klicks zwar aufzählte, aber nicht berechnete. Ich kann mir dabei nicht erklären, wieso diese Klicks nicht gezählt werden sollten. Ich habe die Vermutung, dass tendenziell auch auf seriösen Seiten weniger Klicks berücksichtigt werden, um den Schaden durch Klickbetrug zu kompensieren.

9 Melanie 29.03.08 um 23:10

Google Adsense ist ziemlich unübersichtlich. Man kann gar nicht feststellen, warum einige Klicks (welche überhaupt?) nicht gewertet werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einzelne Leser sind, die da zu viel herumklicken…

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