Unter Suchmaschinenoptimierern ist das Thema Spam melden immer ein recht kontrovers diskutiertes Thema. Manche beschimpfen Spammelder als Denunzianten, andere finden es voll okay und machen es selber. Ich für meinen Fall habe bisher noch nie Spam gemeldet und habe mit beiden Meinungen kein Problem, aber mir ist meine Zeit zu Schade die Arbeit von Google zu machen … (und man möchte ja keiner Susi die Arbeit wegnehmen …
)
In einem Blogpost geht die Google Webmaster-Zentrale jetzt ausführlich auf das Thema Spam melden ein. So ist es jetzt möglich über den Webmaster-Tools Account authentifizierte Spammeldungen vorzunehmen. Es ist aber auch weiterhin möglich über ein einfaches Formular authentifizierte Spammeldungen vorzunehmen. Dazu ein Zitat: “Bei Spam Reports, die ohne Authentifizierung gesendet werden, wird zunächst deren Priorität bestimmt und bei hoher Priorität werden diese ebenfalls analysiert.” Das ist nicht neues, lässt aber vermuten das authentifizierte Spammeldungen immer mit Priorität bearbeitet werden? Lange Zeit hat Google versucht alles mit Algorithmen zu lösen (zumindest so getan), immerhin werden die Spamreports durch Algorithmen sortiert …
Wer jetzt zur Tat schreiten möchte:
- authentifizierte Spam Reports über Webmaster-Tools melden
- nicht-authentifizierte Spam Reports melden


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Finde ich ganz klar schlecht, dass da jetzt der Faktor Mensch in die SERPS mit reinkommt. Ich bin kein Spammer und ich ärgere mich manchmal auch über Spam… Aber ich weiß, dass Menschen fehlbar und bestechlich sind.
Bestenfalls sollten Spamreports genutzt werden, den Algo zu verbessern – Aber ein manueller Kick aufgrund eines Spamreports ist schlecht und gefährlich. Wer garantiert, dass Susi sich nicht bei ihrem Ex-Lover, der sie mit einer anderen betrogen hat, ganz genau hinguckt aber bei der website ihrer besten Freundin oder jemandem aus ihrer Familie ein Auge zudrückt? Na? Da gibt es keine Sicherheit.
Ich sehe schon die ersten Klagen wegen ungleichbehandelter Spamreports kommen…
Man könnte ja meinen, dass alle SEOs was zu befürchten haben, durch diese Spamreports, wenn man sich so einige Reaktionen ansieht.
Leute, die Spam-Reports ausfüllen, wird es immer geben. Egal ob das Formular nur in Englisch oder auch in der eigenen Muttersprache vorhanden ist. Egal ob man registrierter Google-User sein muss oder nicht.
Zielgruppe ist IMHO aber nach wie vor, der Webmaster, der Ahnung von HTML und Co. hat. Der Google-Normal-User, der keine Ahnung von HTML hat, der die Webmaster-Guidelines nicht kennt und noch nie den Quelltext einer Seite gesehen und interpretiert hat (versteckte Div-Layer, etc.), der wird auch nie einen Spam-Report ausfüllen.
Von daher erscheint der Aufruf an die “Internet-Community” ein wenig scheinheilig.
Dennoch wünsche ich mir natürlich saubere Serps – und wenn das der Weg ist, den man dafür gehen muss, dann bitte.
>> Beteiligt sich zum Beispiel eine Seite an einem regen Linktausch, dann messen wir möglicherweise den unverdienten Backlinks bereits weniger Gewicht bei, und somit erscheint die Seite aus ganz anderen Gründen in den SERPs.
>> Möglicherweise erweist sich ein Spam Report auch als unberechtigt. Dies könnte etwa dann der Fall sein, wenn sich herausstellt, daß die Motivation des Senders einzig darin bestand, den direkten Konkurrenten vom besseren Ranking zu verbannen.
Als ob jemand keine Links tauscht oder kauft…
Na ja, Spam ist auf jedenfall nervig und zeitraubend,
aber ich “befürchte” das viele die “Spam-Reports” ausfüllen werden um andere SEO´s etc., die einfach besser als Sie sind, fälschlicher weise als Spammer zu bezeichnen. Keine gute Lösung von Google!
Ich rege mich auch über Spam auf.
Jedoch zeigt mir die Diskussion hier, dass es scheinbar viele Sichtweisen git und die Definition von Spam somit nicht einfacher wird.
Der Spam Report ist das eine, die Bewertung und Sanktion ist eine ganz andere Sache.
Grüsse
Mathias