Google AdWords Pay-per-action Beta-Test

by Jojo on 20.03.07 · 4 comments

in AdSense,AdWords,Google,Partnerprogramme

Es gibt ja schon seit einiger Zeit die Google AdSense Empfehlungen. Bisher finden sich dort allerdings nur Googleprodukte wie zum Beispiel AdSense oder AdWords zur Bewerbung. Insgesamt war es zuletzt um den Bereich Pay-per-action bei Google auch etwas ruhig geworden. Dafür überrascht Google heute mit der Ankündigung eines Pay-per-action Betatests.

Interessierte Advertiser finden auf dieser Webseite Informationen: services.google.com/payperaction/. Dort kann man sich für den Betatest registrieren. Leider können derzeit aber nur Werbetreibende aus den USA teilnehmen. In einem Blogpost erklärt Google die wichtigsten Details, wie zum Beispiel Tracking und Pricing. Offen ist für mich allerdings derzeit noch die Frage was Google daran verdient – möglich das sie erst eimal verzichten um dann später mitzuverdienen. Außerdem gibt es noch eine FAQ.

Auch für die Publisher gibt es ein Betatest für dieses neue Programm. Darüber wird ebenfalls in einem Blogpost informiert, registrieren können sich Publisher hier. Soweit ich das sehe gibt es hier keine Beschränkung auf Publisher aus den USA. Allerdings wird man wohl schon eine englischsprachige Seite haben müssen um teilnehmen zu können.

Wenn Google erst einmal richtig durchgestartet ist dürfte das dem ganzem Affiliate-Marketing-Bereich noch einen ordentlichen Schub geben, insbesondere weil es dadurch noch einmal zusätzlich in den Fokus vieler Unternehmen geschoben wird, die derzeit noch kein Affiliate-Marketing nutzen. Trotzdem bin ich als Publisher etwas skeptisch auch noch in diesem Bereich von Google abhängig zu sein, wobei ich allerdings nicht erwarte das Google die bestehenden Player verdrängen kann. Diese haben sich schon recht gut etabliert und soweit ich den Google-Betatest überblicke bieten diese auch einiges mehr. So ist es bei Google derzeit wohl für den Affiliate nicht einmal möglich eigene Textlinks zu erstellen. Man kann nur die Textlinks der Advertiser als Javascript einfügen. (Adcatch lässt grüssen …) Auch Produktdaten gibt es nicht und eine Abrechnung auf Prozentbasis ist nicht möglich. Aber ich will nicht zuviel meckern, es ist ja nur ein Betatest. Für Google dürfte das ohnehin eine kleine Gradwanderung sein. Einerseits möchte man auch diesen Werbemarkt abdecken, andererseits entsteht durch Affiliate-Marketing auch einiges an Suchmaschinenspam.

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20.03.07 um 19:29
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21.03.07 um 10:20

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1 Matthias 20.03.07 um 20:57

Google hat sich den ersten Platz unter den Suchmaschinen erkämpft, warum nicht auch im Affiliate-Bereich?

2 Stadtmensch 21.03.07 um 08:31

Da muss man ja noch einem mehr vertrauen, dass es keine Manipulationen an den Werbedaten gibt. Google hat die theoretische Möglichkeit, Klicks zu unterschlagen und dann würde bei diesem Werbemodell die Möglichkeit der Werber hinzukommen, User-Actions zu unterschlagen.

Möglichkeiten, die mir auf die Schnelle einfalllen:
1) Unterschlagung von User-actions:
Wahrscheinlich werden zur Kontrolle der User-Actions ja diese Target-Codeschnipsel eingesetzt, die man aus der Adwords-Effektivitätskontrolle kennt. Was hindert die Werber, diese Schnipsel einfach bei jedem 2. oder 3. Besucher inaktiv zu schalten? Nichts.

2) Seiteneffekte: Der Werber definiert ein Ziel, das aufgrund unattraktiver Gestaltung wohl kaum ein Surfer erfüllen wird. Eintragen für einen Newsletter mittels eines extrem unübersichtlichen Formulars beispielsweise. Gleichzeitig lockt er die Surfer mittels ebenfalls eingeblendeter Infos auf der website zu seinem eigentlichen Ziel, bspw. eine spezielle Verkaufsaktion.

Sicher gibt es noch mehr Manipulationsmöglichkeiten. Wenn ich mir den typischen deurschen Werber vorstelle, der vor der Entscheidung steht, entweder seine nächste Koksration nicht bezahlen zu können, weil die Werbug nicht wie geplant gelaufen ist oder aber Publisher zu betrügen und dann doch genug Geld für Koks und Nutten zu haben…
Tja. Ich bin mir sicher, wie sich der typische deutsche Werber entscheiden wird.

Ich meine: Google kann man immerhin noch selber mittels eines Adsense-Trackers kontrollieren, und die sind ein börsennotiertes Unternehmen. Aber irgendein Werbe-Kokser aus Berlin oder München?

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