Textbroker.de

by Jojo on 01.02.07 · 40 comments

in Sonstiges

Schon seit ein paar Tagen möchte ich einen kleinen Textbroker-Test veröffentlichen. Textbroker ist eine Plattformen die Autoren und Contentsuchende zusammenbringt. Contentsuchende stellen dort ihre Artikelwünsche ein und Autoren können dann auswählen welche Aufträge sie bearbeiten möchten. Bezahlt werden die Autoren pro Wort in Abhängigkeit der gewünschten Textqualität. Der Autor kann hier zwischen einem und fünf Sternen wählen. Entsprechend können dann auch nur Autoren den Text bearbeiten, die über eine entsprechende Bewertung verfügen. Standardmässig hat ein Autor nach der Neuanmeldung erst einmal 3 Sterne. Je nach Qualität seiner bearbeiteten Aufträge kann sich diese Qualität dann verändern. Für einen Artikel mit einer gewünschten Textqualität von 3 Sternen erhält der Autor 0,6 Eurocent pro Wort – hochgerechnet 3 Euro auf 500 Wörter. Bei 4 Sternen sind es dann immerhin 1,2 Eurocent pro Wort bzw. hochgerechnet 6 Euro auf 500 Wörter.

Mich interessiert die Plattform natürlich mehr aus der Sicht des Contentsuchenden. Content selber zu erstellen ist eine Heidenarbeit. Als Contentsuchender bezahlt man für einen 3-Sterne-Artikel 0,011 Euro pro Wort. Das sind 5,5 Euro. Hinzu kommt noch eine Pauschale von 0,30 Euro. (Außerdem kommt noch die MwSt hinzu.) Für Artikel mit einer gewünschten Textqualität von 4 Sternen sind 0,019 Euro pro Wort fällig. Das sind dann immerhin 9,5 Euro. Insgesamt sind diese Preise natürlich relativ niedrig. Die große Frage ist da natürlich, ob die Texte auch von guter Qualität sind und ob man diese Texte auch wirklich auf die eigene Webseite stellen möchte. Hierzu habe ich einen Artikelauftrag bei Textbroker eingestellt:

Das war gefordert (Textqualität 3 Sterne):
Ein Informationsportal, benötigt von Dir einen informativen und interessanten Text zum Thema Formen der Onlinewerbung. Verwende einen gehobenen, neutralen Sprachstil. Die Formen der Onlinewerbung (E-Mail-Werbung, Bannerwerbung, usw.) sollen aufgeführt und ganz kurz beschrieben werden.

Das Ergebnis:

Formen der Onlinewerbung
Werbung ist für den Verkauf von Produkten seh wichtig. Nur wenn neue Produkte gesehen werden, werden sie auch gekauft.
Da fast jeder Haushalt heute über einen PC verfügt, nutzen viele Firmen die Onlinewerbung. Hier gibt es natürlich verschiedene Formen der Onlinewerbung.
Ein Vorteil der Onlinewerbung liegt darin, das die Firmen die Verbraucher gezielter und besser ansprechen können. So zum Beispiel Warenversandhäuser. Bei jeder Bestellung wird heute die e-Mail-Adresse des Kunden abgefragt. So erhalten die Werbeabteilungen viele Adressen, die beworben werden können. Gibt es dann spezielle Aktionen, werden die Kunden per Mail benachrichtigt. Diese e-Mail-Werbung kann auch noch verfeinert werden, so das jeder Kunde nur auf die Produkte angesprochen wird, für die er sich in den letzten Monaten interessiert hat. In der e-Mail findet der Kunde dann einen Link zum jeweiligen Anbieter und kann die Waren direkt online bestellen. So kann beim Versender der Werbung direkt gemessen werden, ob Werbung ankommt.
Eine andere Form der Onlinewerbung ist die Bannerwerbung. Hier werden Elemente meist grafisch dargestellt und mit Werbebotschaften versehen. Auch hier kann der Absender der Werbung direkt erkennen, ob ein Produkt für den Verbraucher interessant ist. Klicken die Nutzer auf die Bannerwerbung, wird dies registriert. Am meisten wird diese Bannerwerbung auf Internetseiten eingesetzt. Dort sind diese Banner integriert. Aufgrund der Vielzahl an Onlinewerbung sind viele Kunden jedoch heute bereits „resistent“ und achten nur noch wenig auf diese Banner.
Daher gibt es heute auch die so genannten Pop-ups. Hier wird die Werbung geschaltet, in dem ein zusätzliches Browserfenste geöffnet wird. Dieses überlagert dann die Hauptseite und muß vom Nutzer speziell geschlossen werden. Hierdurch kommt es jedoch oft zur Öffnung des Fensters und die Werbung wird vom Nutzer gelesen.
Pop-ups sind beim Endverbraucher jedoch wenig beliebt, denn sie stören die Recherchen im Internet. Daher werden so genannte Pop-up-Blocker installiert, die diese Werbung fernhält. Da diese Blocker aufgrund der vermehrten Anzahl an Werbenden heute auf fast jedem Rechner zu finden ist, wird das Volumen dieser Werbung kleiner.
Das wichtigste bei der Onlinewerbung ist, den Kunden auf das Produkt oder den Service aufmerksam zu machen. Da dies, wie oben beschrieben, durch den Gewöhnungseffekt heute nur noch schwer zu erreichen ist, werden neue Methoden gesucht. Aufwändige Annimationen oder oder spezielle Platzierungen (wie Überlagerungen) sollen die Werbung wieder interessant machen und den Gewöhnungseffekt gar nicht erst aufkommen lassen.
Wer für seine Firma Onlinewerbung sucht, der sollte sich die verschiedenen Formen der Onlinewerbung ansehen und auch den Nutzungsgrad beachten.

Diese 396 Worte haben mich 4,656 Euro gekostet. Im Normalfall würde ich einen Artikel dieser inhaltlichen Qualität sicherlich nicht auf einer meiner Webseiten veröffentlichen und insofern wäre er für mich jetzt relativ wertlos.

Nun möchte ich aber die Qualität von Textbroker nicht anhand eines einzelnen Artikel beurteilen. Mittlerweile habe ich etwa 20 Artikel erhalten und die meisten sind doch ein gutes Stück besser als der obige. Es war allerdings auch noch kein einziger Artikel dabei, denn ich ohne Änderungen auf eine meiner Webseiten hätte stellen wollen. Wenn man sich anschaut wie viel die Autoren pro Wort verdienen kann man ihnen aber auch schwerlich einen Vorwurf über die Qualität machen. Ich habe in den letzten Tagen bei Textbroker etwa 150 Euro für Texte ausgegeben und ich denke ich habe dafür unterm Strich durchaus etwas mit dem entsprechendem Gegenwert wiederbekommen.

Ein weiterer Test ist bei Markus zu finden.

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