Textbroker.de

by Jojo on 01.02.07 · 40 comments

in Sonstiges

Schon seit ein paar Tagen möchte ich einen kleinen Textbroker-Test veröffentlichen. Textbroker ist eine Plattformen die Autoren und Contentsuchende zusammenbringt. Contentsuchende stellen dort ihre Artikelwünsche ein und Autoren können dann auswählen welche Aufträge sie bearbeiten möchten. Bezahlt werden die Autoren pro Wort in Abhängigkeit der gewünschten Textqualität. Der Autor kann hier zwischen einem und fünf Sternen wählen. Entsprechend können dann auch nur Autoren den Text bearbeiten, die über eine entsprechende Bewertung verfügen. Standardmässig hat ein Autor nach der Neuanmeldung erst einmal 3 Sterne. Je nach Qualität seiner bearbeiteten Aufträge kann sich diese Qualität dann verändern. Für einen Artikel mit einer gewünschten Textqualität von 3 Sternen erhält der Autor 0,6 Eurocent pro Wort – hochgerechnet 3 Euro auf 500 Wörter. Bei 4 Sternen sind es dann immerhin 1,2 Eurocent pro Wort bzw. hochgerechnet 6 Euro auf 500 Wörter.

Mich interessiert die Plattform natürlich mehr aus der Sicht des Contentsuchenden. Content selber zu erstellen ist eine Heidenarbeit. Als Contentsuchender bezahlt man für einen 3-Sterne-Artikel 0,011 Euro pro Wort. Das sind 5,5 Euro. Hinzu kommt noch eine Pauschale von 0,30 Euro. (Außerdem kommt noch die MwSt hinzu.) Für Artikel mit einer gewünschten Textqualität von 4 Sternen sind 0,019 Euro pro Wort fällig. Das sind dann immerhin 9,5 Euro. Insgesamt sind diese Preise natürlich relativ niedrig. Die große Frage ist da natürlich, ob die Texte auch von guter Qualität sind und ob man diese Texte auch wirklich auf die eigene Webseite stellen möchte. Hierzu habe ich einen Artikelauftrag bei Textbroker eingestellt:

Das war gefordert (Textqualität 3 Sterne):
Ein Informationsportal, benötigt von Dir einen informativen und interessanten Text zum Thema Formen der Onlinewerbung. Verwende einen gehobenen, neutralen Sprachstil. Die Formen der Onlinewerbung (E-Mail-Werbung, Bannerwerbung, usw.) sollen aufgeführt und ganz kurz beschrieben werden.

Das Ergebnis:

Formen der Onlinewerbung
Werbung ist für den Verkauf von Produkten seh wichtig. Nur wenn neue Produkte gesehen werden, werden sie auch gekauft.
Da fast jeder Haushalt heute über einen PC verfügt, nutzen viele Firmen die Onlinewerbung. Hier gibt es natürlich verschiedene Formen der Onlinewerbung.
Ein Vorteil der Onlinewerbung liegt darin, das die Firmen die Verbraucher gezielter und besser ansprechen können. So zum Beispiel Warenversandhäuser. Bei jeder Bestellung wird heute die e-Mail-Adresse des Kunden abgefragt. So erhalten die Werbeabteilungen viele Adressen, die beworben werden können. Gibt es dann spezielle Aktionen, werden die Kunden per Mail benachrichtigt. Diese e-Mail-Werbung kann auch noch verfeinert werden, so das jeder Kunde nur auf die Produkte angesprochen wird, für die er sich in den letzten Monaten interessiert hat. In der e-Mail findet der Kunde dann einen Link zum jeweiligen Anbieter und kann die Waren direkt online bestellen. So kann beim Versender der Werbung direkt gemessen werden, ob Werbung ankommt.
Eine andere Form der Onlinewerbung ist die Bannerwerbung. Hier werden Elemente meist grafisch dargestellt und mit Werbebotschaften versehen. Auch hier kann der Absender der Werbung direkt erkennen, ob ein Produkt für den Verbraucher interessant ist. Klicken die Nutzer auf die Bannerwerbung, wird dies registriert. Am meisten wird diese Bannerwerbung auf Internetseiten eingesetzt. Dort sind diese Banner integriert. Aufgrund der Vielzahl an Onlinewerbung sind viele Kunden jedoch heute bereits “resistent” und achten nur noch wenig auf diese Banner.
Daher gibt es heute auch die so genannten Pop-ups. Hier wird die Werbung geschaltet, in dem ein zusätzliches Browserfenste geöffnet wird. Dieses überlagert dann die Hauptseite und muß vom Nutzer speziell geschlossen werden. Hierdurch kommt es jedoch oft zur Öffnung des Fensters und die Werbung wird vom Nutzer gelesen.
Pop-ups sind beim Endverbraucher jedoch wenig beliebt, denn sie stören die Recherchen im Internet. Daher werden so genannte Pop-up-Blocker installiert, die diese Werbung fernhält. Da diese Blocker aufgrund der vermehrten Anzahl an Werbenden heute auf fast jedem Rechner zu finden ist, wird das Volumen dieser Werbung kleiner.
Das wichtigste bei der Onlinewerbung ist, den Kunden auf das Produkt oder den Service aufmerksam zu machen. Da dies, wie oben beschrieben, durch den Gewöhnungseffekt heute nur noch schwer zu erreichen ist, werden neue Methoden gesucht. Aufwändige Annimationen oder oder spezielle Platzierungen (wie Überlagerungen) sollen die Werbung wieder interessant machen und den Gewöhnungseffekt gar nicht erst aufkommen lassen.
Wer für seine Firma Onlinewerbung sucht, der sollte sich die verschiedenen Formen der Onlinewerbung ansehen und auch den Nutzungsgrad beachten.

Diese 396 Worte haben mich 4,656 Euro gekostet. Im Normalfall würde ich einen Artikel dieser inhaltlichen Qualität sicherlich nicht auf einer meiner Webseiten veröffentlichen und insofern wäre er für mich jetzt relativ wertlos.

Nun möchte ich aber die Qualität von Textbroker nicht anhand eines einzelnen Artikel beurteilen. Mittlerweile habe ich etwa 20 Artikel erhalten und die meisten sind doch ein gutes Stück besser als der obige. Es war allerdings auch noch kein einziger Artikel dabei, denn ich ohne Änderungen auf eine meiner Webseiten hätte stellen wollen. Wenn man sich anschaut wie viel die Autoren pro Wort verdienen kann man ihnen aber auch schwerlich einen Vorwurf über die Qualität machen. Ich habe in den letzten Tagen bei Textbroker etwa 150 Euro für Texte ausgegeben und ich denke ich habe dafür unterm Strich durchaus etwas mit dem entsprechendem Gegenwert wiederbekommen.

Ein weiterer Test ist bei Markus zu finden.

  • http://www.sistrix.com/news/ Johannes

    Interessant, dass du bei der Qualität ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hast. Da scheint Textbroker noch nachbessern zu müssen – ansonsten ein durchaus interessantes Konzept mit Zukunft.

  • Markus B.

    Ich hatte zuerst den Artikel von Markus K. gelesen. Im Vergleich dazu war ich von dienem Artikel dann ja richtig positiv überrascht (auch wenn ein Stern mehr verlangt war).
    Ganz im Gegensatz dazu ist das was in diesem Artikel geschrieben wird, doch zumindest alles so weit richtig. Dass der Autor mehr Formen der Onlinewerbung kennt bzw. näher beleuchtet, kann man bei der Bezahlung wohl ebensowenig voraussetzen, wie eine ernsthafte Recherche. Mehr kann man für das Geld nicht verlangen.

  • http://www.crazylifeblog.de crazy blogger

    Bei mir gibt´s auch viele Textbroker Texte unter der Rubrik Entertainment :-).

  • http://www.zimmermann-heitmann.de Peter

    Ich habe mir auch Artikel schreiben lassen und bin von dem Konzept begeistert!!

    Es gibt noch einige Sachen zu verbessern, aber das wird schon!

  • Pingback: Textbroker.de: You get what you pay for - Adult Webmaster Blog

  • http://www.seo-blogger.de/ Jenny

    Habe auch einen Text ähnlicher Qualität wie Du bekommen.
    Insgesamt habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Qualität steigt, wenn man mehr Wörter in Auftrag gibt. Dann kann der Autor nicht nur mal eben an der Oberfläche kratzen. Wer zu dem Thema nichts weiss, schnappt sich den Auftrag gar nicht erst?

  • http://www.oesterreichnews.de/blognews/ markus

    Ich werden diesen neuen Dienstleister auch gleich mal mit einem Auftrag testen. Die Idee ist nicht schlecht, aber irgendwie merkt man auch sehr stark dass dieser Dienst noch in den Kinderschuhen steckt.

  • kleinepetra

    Zugegeben! Ich hab da nen Text verfasst, wollt aber mehr über den Laden wissen und bin beim googeln über textbroker zu eurem ‘thread’ gekommen. Um hier auch mal die andere Seite zu Wort kommen zu lassen: Ich hab ne 4 Sterne Bewertung bekommen und bin meiner Meinung nach nicht langsam beim Texten. Aber rentabel ist das nur, wenn man nicht recherchieren muss. Wenn man aber gute Texte verfassen will, die ich z.B. selber auch gerne lesen würde, muss man recherchieren! Da zahlt Obi an der Kasse noch besser!

    Und ja, den “Kontakt” zum Kunden vermisse ich auch! Bei eurem Beispiel hier würd ich als erstes Fragen, wofür ihr den Text braucht. Website oder Print? Welchen Zweck hat der Text? Soll das eine allgemeine Info für Menschen sein, die noch nie was mit Onlinewerbung zu tun hatten? Oder soll da auf aktuelle Tendenzen eingegangen werden? Ist das für den Laien oder den Spezialisten? Soll das als Worterklärung verlinkt werden, oder soll der Text dazu animieren, Online Werbung zu schalten? Sollen die negativen Seiten auch mit rein? Es ist leicht über die Qualität zu meckern, aber wenn man keine genauen Vorgaben hat, schwimmt man zwangsläufig als Autor und verfasst einen betont allgemeinen Blabla-Text, damit er auch angenommen wird. Denn wenn man einen Text zurückbekommt, dann lohnt es sich erst recht nicht mehr.

    Ich werde mir also andere Verdienstmöglichkeiten suchen müssen. Für Anregungen bin ich gerne offen, auch wenn ich (bis jetzt noch) nix von den verschiedenen Formen der Onlinewerbung verstehe ;-)

  • Pingback: » Wer hat schon fuer Textbroker.de geschrieben? Tobbis Blog - Aktuelles über Windows, Opera & Co. gebloggt von Tobias Steinicke

  • ferdy

    Also ich bin jemand, der bei Textbroker schreibt und nun langsam ungeduldig seinen vierten Stern erwartet, nachdem die Empfänger meiner Texte mich alle mit “super” bewertet haben. Schliesslich ist es ein ziemlich dürftiger Lohn. Mit drei Sternen habe ich in ca. vier Stunden etwa 11Euro verdient, was natürlich dem Aufwand, den man als Texter hat, nicht im Geringsten würdigt.

    Solche Texte wie oben beispielhaft angegeben wiederum würde ich auch sofort ablehen, oder zur Überarbeitung zurückweisen. Dennoch finde ich, dass man da als Webseitenbesitzer und Nutzer dieser Texte etwas toleranter sein sollte. Trotz der Verwendung von Rechtschreibprüfung etc. kommt es eben hin- und wieder zu Tipppfehlern oder Ähnlichem.

  • Reitstein

    Dem Vorredner möchte ich mich gerne anschließen. Es ist auch so, dass ein Kunde von textbroker an und an einen aus irgendwelchen Gründen unpassenden Text ziemlich dreist und fast beleidigend ablehnt. Man ist dem bedauerlicherweise ausgeliefert, und dies ist ein Grund mehr (neben der fast sittenwidrigen Honorare, auch bei Stufe 4), weshalb ich das Schreiben für dieses an sich interessante Experiment wohl aufgeben werde.

  • Palajon

    Kann mich der kleinen Petra nur anschließen. Erst wenn ich den Background des zu verfassenden Textes kenne, kann ich ihn optimal auf den Kunden zuschneiden. Das fehlt leider völlig.

    Doch gibt’s für Texter und Kunden gleichermaßen akzeptable Alternativen zu textbroker.de?

  • http://www.uschis-batiken.de Uschi

    Interessant zu lesen … netter Gedanke die Texte schreiben zu lassen. Es ist gar nicht so einfach sich immer wieder was neues einfallen zu lassen, wenn man kein geübter Autor ist.
    Für die Autoren bei Textbroker ist m.E. der Lohn einfach zu wenig.

  • Stefanie Rifaat

    Bin seit über 1 Jahr bei textbroker als Autor. Habe bisher ca 20 Texte geschrieben die auch alle angenommen wurden. Leider ist die Bezahlung sehr schlecht, deshalb habe ich viele Monate pausiert. Jetzt gibt es ein neues System bei textbroker bei dem der Kunde direkt beim Autor seine Texte anfordern kann. Habe mich also gleich wieder ans Schreiben gemacht und hoffe jetzt wird es besser. Als Autor macht es wirklich keinen Spaß für so einen Hungerlohn zu schreiben. Da kann man kaum die Internet- und Stromkosten abdecken. Falls jemand auf diesem Wege Texte vergeben möchte bitte direkt an Isabel_Moldau@freenet.de

  • Gunnar

    Ich beobachte seit kurzem Textbroker (also Autor) und hab schon diverse Artikel für andere Medien geschrieben. Was ich gern mal aufwerfen möchte ist neben der Qualität der Texte auch die Qualität der Anfragen:
    ———-snip—————————
    Ein Informationsportal benötigt von Dir einen informativen und interessanten Text zum Thema bluetooth forum. Verwende einen gehobenen, neutralen Sprachstil. Das Wort: bluetooth forum sollte etwa 3 bis 5 mal im Text vorkommen. Achte dabei wenn möglich auch auf die genaue Form des genannten Wortes (Einzahl oder Mehrzahl etc.).Des Weiteren verwende bitte keine Markennamen und nennen keine anderen Internetseiten zu diesem Thema
    ———-snap—————————

    Ich möchte hier niemanden zu nahe treten, aber wenn ich so eine Anfrage erstelle muss ich mich über mangelnde Qualität des Texttes nicht wirklich wundern. Einfach nur per Copy&Paste das Buzzword in dem Auftrag erstellen ist keine Anforderung sondern schickt den Autor in einen unkontrollierten Blindflug.
    Von daher würde ich empfehlen, dass sowohl Autoren wie auch Auftraggeber sich einmal durchlesen was denn da in die Plattform eingegeben wird. Dann gibt es weniger Mißverständnisse, mehr Professionalität und bessere Ergebnisse für alle.

    Just my 2 cent ….

  • yvonne

    ich arbeite seit ein paar tagen als autorin für textbroker, wurde auch gleich nach anderthalb tagen von stufe 3 auf 4 hochgestuft. dazu muss ich sagen: ich schreibe/formuliere von berufs wegen, und das seit vielen jahren, bin in sachen sprache also nicht wirklich ungeübt. aber was da an aufträgen bzw. auftrags-beschreibungen manchmal geboten (bzw. nicht geboten) wird, ist für mich zuweilen komplett unverständlich. wenn mir nicht gesagt wird, was für ein textinhalt gewünscht wird, oder ich nur eine vor fehlern strotzende “beschreibung” bekomme, stochere ich als autor komplett im nebel. hinzu kommt das geld-problem: mein beruf ist ohnehin keine goldgrube, aber so miserabel wie bei textbroker habe ich bisher noch nirgendwo anders verdient. das liegt daran, dass ich es als professionell (und außerdem ehrensache) betrachte, gründlich zu recherchieren und nur texte abzugeben, die inhaltlich, sprachlich und stilistisch möglichst einwandfrei sind. das führt zwar dazu, dass meine texte meist sofort angenommen werden und ich auch von textbroker hoch bewertet werde, dafür aber wegen des arbeitsaufwandes einen stundenlohn von 2-3 euro erziele … das kann sich niemand auf dauer leisten. also werden die texte auf lange sicht immer nur von leuten erstellt werden (können), die für die paar kreutzer nur wenig arbeit reinstecken und entsprechend mindere qualität abliefern. wer richtig gute texte haben will, muss eben auch bereit sein, gutes geld dafür zu bezahlen.

  • Annett, die Autorin

    Liebe Textbroker – Lobenden und Textbroker – Verwerfenden,
    ich muss wohl oder übel beiden Parteien Recht geben, die Qualität der Aufträge weist teilweise ebensolche Mängel auf, wie die der geschriebenen Texte. Sicherlich mag es für den Auftraggeber ärgerlich sein, nicht das zu bekommen, was er erwartet. Allerdings sieht man an vorherigen Kommentaren, dass die Autoren leider nur ein Minimum an Infos, meist vollkommen aussagefrei erhalten und daraus dann doch trotzdem den bestmöglichen Text schreiben sollen. Seit ca. einem Jahr schreibe ich für Textbroker (etwas intensiver seit einem Monat, aufgrund eines Beinbruchs und daraus resultierendem “ans Haus gefesselt sein”)und bin bis auf eine Ausnahme absolut zufrieden. Sicher scheint die Bezahlung gering, für 500 Wörter 6 Euro…tippt man aber einigermaßen fix, braucht man dafür also nicht mehr als 20 Minuten (so wie ich), dann ist der Stundenlohn völlig in Ordnung! Schwieriger finde ich es, als Autorin die Beherrschung zu bewahren, liest man eine freche, hingeschmierte, beleidigende und völlig ungerechtfertigte !!!optionale!!! Kundenbewertung (die eine Ausnahme…;-)). Wenn man sich als Auftraggeber nicht mit dem Artikel identifizieren kann, ihn nicht mag, ihn schlecht findet, kann man ihn schließlich ändern lassen oder ablehnen, steht ihm absolut frei! Einem Autor (in dem Fall einer Autorin) mit einer durchschnittlichen Wertung von 4,3 zu unterstellen, er hätte den Text nur so hingeschmiert, den Text als von einem “minderbemittelten Krakler” erstellten Mist zu bezeichnen…damit also den Autor persönlich zu beleidigen, kann eigentlich nur Menschen einfallen, deren Intellekt bis maximal zum Wort Auftraggeber reicht (Auftraggeber heißt in keine Sprache der Welt übersetzt GOTT!!!).
    Als Tipp für die Autoren von Textbroker: Nehmt keine Aufträge an, die im Vorfeld einer stundenlangen Recherche bedürfen (dann lohnt der Aufwand tatsächlich nicht), kommuniziert mit den Auftraggebern, bedankt Euch für gute Bewertungen oder teilt ihnen mit, dass Euch das Schreiben genau diesen Textes richtigen Spaß gemacht hat. Das zieht meist DirectOrders nach sich, die auch besser bezahlt werden!

  • http://thomas.sukoppgmx.de Thomas Sukopp

    Hallo zusammen,

    ich habe mich gestern, am 9.10., aus Neugierde bei textbroker.de angemeldet, einen Text verfasst, bin “postwendend” mit 3 eingestuft worden und habe dann heute wieder mein Konto gelöscht.

    Ich fasse zusammen:

    1. Textbroker mag für Autoren geeignet sein, die schnell und ohne Recherche verfassen. Die Qualität eines Textes leidet fast immer unter der Geschwindigkeit, mit der er geschrieben wird, und gutes oder gar rhetorisch geschliffenes Deutsch ist schon medienbedingt (Internet) eine Seltenheit. Das Internet trägt – neben vielen Vorteilen, die es mit sich bringt – wesentlich zur Sprachverwilderung und Sprachverdummung bei.
    2. Ich möchte ungern mein geistiges Eigentum so billig unter die Leute bringen.
    3. Aus journalistischer Sicht und aus Sicht aller, die professionell schreiben, ist das Konzept sicher bedenklich, denn es wertet die Arbeit derer ab, die wirklich gute Texte verfassen.
    4. Die Bezahlung ist, alles in allem, schlecht.
    5. Die Rechte der Autoren sind mangelhaft, die Motivlage der Auftraggeber unklar.

    Nur am Rand: Der Eindruck, ein Text, sei ein Produkt wie jedes andere auch, also Massenware, ist ebenso weit verbreitet wie grundlegend falsch. Aber das ist eine andere Geschichte …

  • Pingback: Textbroker mal aus Autorensicht getestet | Blogpalaver - Internetmarketing und mehr

  • http://www.martin-hamann.de/Artikel-USA.htm Martin

    Habe vor einer Zeit einen weiteren deutschen Contentanbeiter entdeckt. http://www.contentworld.com/
    Scheint teuer zu sein.

  • http://www.accomm.de POPPI

    Zu Kommentar Nr. 20.

    Was heisst teuer?

    Teuer = mehr Geld für den Autor?

    Teuer weil Texte hochqualitativ und daher besser für den Kunden.

    Aussage ist ein wenig zu allgmein; aber die Plattform sollte jeder mal selbst kennen lernen und auch im Internet nach Contentworld mal suchen – dort stehen genügend Berichte von Autoren und Kunden, was die von der Plattform halten.

  • Senekha

    Moin zusammen,

    hier noch einmal eine Ansicht über Textbroker von der Autorenseite:

    Ich schreibe jetzt seit 8 Monaten für diese Plattform. Prinzipiell betrachte ich das Ganze mehr als eine Art Lernphase zum Einstieg in die professionelle Texterei, denn ich bin als gelernter Kaufmann ganz sicher ein Seiteneinsteiger.

    Für mich war das zum Anfang einfach ideal: Es ist möglich zu testen, inwieweit man der Sache gewachsen ist, ohne allzu großen Aufwand betreiben zu müssen.

    Und es ist gut gelaufen: Nach vier Tagen wurde ich in die Kategorie 4, nach einem Monat in Level 5 eingestuft. Im ganzen habe ich ich jetzt 55 Aufträge abgeliefert, bei Null Nachbearbeitungen und Null Ablehnungen.

    Ich verfolge, wie schon weiter oben von einem Vorgänger erwähnt, das Prinzip, nur Texte abzuliefern, die nach Möglichkeit völlig einwandfrei sind. Das betrifft sowohl die Kriterien der Sprache, des Stils und auch der Rechtschreibung.

    Die Artikel werden von TB bewertet, und eben das ist anfänglich äußerst hilfreich gewesen. Denn obwohl man glaubt, völlig korrekt zu schreiben, gibt es doch zu Beginn diverse kleine Stolperfallen – etwa Satzstellung, Fallfehler oder Wortwiederholungen, die einem anfänglich nicht so auffallen.

    Nach einiger Zeit und einer gewissen Übung schleift sich das ab und zurück blieb ein Stil, mit dem die Kunden, für die ich bei TB schreibe, offenbar zufrieden sind.

    In letzter Zeit nehme ich fast nur noch Direct Orders an, da ansonsten der Verdienst tatsächlich in keinem angemessenen Aufwand zum Ertrag steht.
    Wer mir gerne einen Auftrag erteilen möchte: Unter dem Nick Senekha stelle ich das hier geschriebene unter Beweis, wobei ich große Texte zwischen 700-3000 Worten bevorzuge.

    Wie gesagt, ich betrachte das Ganze mehr als Testphase – leben kann man davon unter keinen Umständen. Man könnte es Hobby mit Taschengeld nennen.

    Mit dieser Arbeit verfolge ich allerdings eine Langzeitstrategie und möchte sie in dieser Form mindestens ein Jahr lang praktizieren. Danach habe ich ein paar Referenzen und werde meine Dienste dann Printmedien anbieten.

    Aus dieser Sicht heraus kann ich die Sache eigentlich jedem Neuling empfehlen.
    Textbroker rechnet korrekt ab und hat mich bislang stets fair behandelt.

    Es ist nie falsch, ein Handwerk von der Pike auf zu erlernen und die Leiter der Erkenntnis Schritt für Schritt zu erklettern.

    Da mir der Weg eines Journalistikstudiums versagt blieb, muss ich eben andere Wege gehen – und da gibt es sicher noch viele, denen es ebenso geht.

  • http://de.obama-now.com Michael

    ich lasse auch gerade über Textbroker.de Texte schreiben, was mich dabei aber sehr stört ist dass schon 3 Autoren den Artikel bearbeitet haben aber diese den Auftrag nach ein paar Stunden wieder fallen gelassen haben. Ähnliche Erfahrungen?

    gruß

  • http://www.virtual-selling.de Torti

    Ich hab auch schon viele Texte scheiben lassen und hab sehr positive Erfahrungen gemacht!!

  • Sponski

    @Senekha

    Ich hege ja auch schon seit geraumer Zeit den Wunsch, mich auf irgendeine Weise beruflich mit meiner Schreiberei etablieren zu können. Bisher hatte ich aber nur die Möglichkeit, für diverse Online-Präsenzen zu schreiben oder meine Texte unentgeltlich zur Verfügung zu stellen – also einfach nur als Hobby. Zudem habe ich nun meinen ersten Roman fertiggestellt. Was man sich aber unbedingt vor Augen führen muss, ist die Tatsache, dass es viele Schreiber gibt, die sich wünschen, mit ihrer Schreiberei irgendwann Geld zu verdienen. Und das ist sogar mit abgeschlossenem Studium sehr, sehr schwer. Ich will dir ja nicht die Illusion nehmen, aber beispielsweise die Arbeit für textbroker.de als Referenz anzusehen, halte ich für sehr naiv.

    Ich habe das Portal heute entdeckt und fand die Idee anfänglich sogar ganz gut – bis ich die Verdienstmöglichkeiten gesehen habe, für die das Wort “Lohn-Dumping” schon gar kein Ausdruck mehr ist. Sicherlich, man wird hier kaum wirklich professionelle Arbeit finden, wie man am oben gezeigten Text zweifelsohne erkennen kann: doppelte Worte ohne Ende, Rechtschreibfehler, mangelhafte Interpunktion etc.

    Wie auch immer, vielleicht werde ich textbroker.de einfach mal testen, da mich das Konzept, trotz der negativen Erfahrungen, die ich bisher lesen konnte, recht interessant finde.

  • http://www.link-rebell.de Link-Rebell

    Hallo,

    Ich möchte mich auch mal von der Seite des Textkäufers zu Wort melden. Ich finde TB eigentlich recht gut, man kommt eben schnell und vor allem sehr günstig an akzeptable Texte. Und zum Thema Preis, es ist schon wirklich am untersten Ende der Skala und ich finde auch, dass man da als Käufer nicht zu viel erwarten sollte, denn nach den Abzügen von TB verdienen die Schreiber nun wirklich fast nichts. Also übt als Käufer Nachsicht und zur Not kann man ja auch selber etwas nacharbeiten…

  • Content Provider

    Ich persönlich finde das Konzept interessant. Man muss natürlich abwägen, was einem wichtig ist: SEO-optimierte Texte in erstklassiger Qualität oder möglichst günstige Web-Artikel zum kleinen Preis. Ich denke die Mischung machts!

  • http://www.johannisnacht.com Petra Maria Scheid

    Ich war kurzfristig Texterin bei textbroker und habe dort keine guten Erfahrungen gemacht. Denn bei einer Einstufung von 4 Punkten wird man wenn man viele Texte erfolgreich abgibt (Kundenbewertung super), zurück gestuft.
    Diese Strategie dient einzig und allein dazu Menschen, die auf solche kleinen Nebenverdienste angewiesen sind, zu höheren Leistungen bei sinkenden Löhnen zu beschäftigen.
    Das nenne ich Ausbeutung!
    Wer also textbroker Aufträge erteilt, handelt im Sinne eines kapitalistischen Ideals, das in einer Demokratie fehl am Platze ist.
    Ich schreibe immer noch gerne Texte – auch keyword bezogen – bei gerechter Entlohnung.
    Änderungswünsche bespreche ich gerne telefonisch.
    Im persönlichen Gespräch mit dem Auftraggeber kann man auch die Anforderungen den Inhalt betreffend viel besser berücksichtigen.
    http://www.johannisnacht.com
    Petra Maria Scheid
    Autorin/Malerin

  • http://www.textbroker.de Jan Becker-Fochler

    Sehr geehrte Frau Scheid,

    in dieser Hinsicht möchte ich gerne etwas richtig Stellen. In keiner Weise werden von unserer Redaktion Autoren beabsichtigt zurückgestuft. Jeder einzelne Text wird gegengelesen und für sich bewertet. Die letzten fünf Bewertungen sind maßgeblich für Ihre Einstufung. Sie wurden eindeutig darauf hingewiesen, dass Ihre Abwertung mit vermehrten Rechtschreibfehlern zu tun hat. Auch wurden Ihnen hierzu Beispiele genannt. Eine Beachtung der Hinweise hätte nach nur 2-3 weiteren Texten eine erneute Aufstufung auf 4 Sterne bedeutet.
    Ihre Darstellungen muss ich daher aufs Schärfste zurückweisen.
    Wir haben keine Veranlassung teilnehmende Autoren unbegründet zurückzustufen. Es gibt derzeit über 2000 Aufträge zur Auswahl. Da sind wir für jeden guten Autor dankbar.
    Sie werden aber verstehen, dass unsere Kunden berechtigtes Interesse daran haben, dass Autoren, die in der Klasse “ausgezeichnet” schreiben, auch entsprechende Texte abliefern.
    Ich möchte Sie überdies bitten derartige – vollkommen unwahre und aus der Luft gegriffene Behauptungen – zukünftig zu unterlassen.

  • http://www.johannisnacht.com Petra Maria Scheid

    Durchsage an alle!

    Herr Becker – Fochler hat Recht. Meine Texte waren fehlerhaft. Ich bin äußerst empfindlich was Kritik angeht.
    Allerdings bestand der Rechtschreibfehler ss statt ß schon von Anfang an – 120 Texte!
    Er wurde aber erst in den letzten fünf Texten, die ich geschrieben hatte, bemerkt.
    Ich bitte dies als mildernde Umstände für meine Reaktion mit in die Wertung rein zu nehmen und bitte um Vergebung – ganz ehrlich.
    Petra Maria Scheid

  • Pingback: Alles beta | Mit Schreiben Geld verdienen

  • http://www.sonnenbrillen-onlineshop.de Sonnenbrillen-Onlineshop.de

    Ich denke es macht die Mischung aus mit sowohl qualitativen und optimierten Texten wie auch über einfache Newsartikel eine Optimierung zu realisieren.

  • ttikki2001

    You pay Peanuts, you get Monkeys!

    Wenn die wehrten Auftraggeber ganz 3 Euro für einen Text von 400 Wörter bezahlen wollen, dann sollen Sie sich nicht wundern, dass miserable Texte raus kommen.

  • http://www.dejavues.de Fotograf Düsseldorf

    Interessant, dass du bei der Qualität ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hast. Da scheint Textbroker noch nachbessern zu müssen – ansonsten ein durchaus interessantes Konzept mit Zukunft.

  • http://www.content.de Rainer

    Alternativ ist seit Anfang 2010 die technische Plattform content.de aktiv. Die Textqualität entspricht i.d.R. den Qualitätsvorgaben der Kunden und wenn dieser
    einen 400-Wörter-Text für 3 Euro bestellt, dann geht das nur auf Kosten der Qualität. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass immer mehr Texte in den hohen Qualitätsstufen beauftragt werden. Der Trend geht eindeutig in diese Richtung, die den Lesern einen Nutzen bringen, so dass diese auf der Webseite bleiben bzw. wieder darauf zugreifen.
    Probiert auch mal den Text-Verdienstrechner unter: http://www.content.de/common/contractor_rates

  • http://textkatze.blogspot.com/ Textkatze

    Bin selber über 1 jahr 4 Sterne Autorin bei Textbroker. Wer nütze Tipps möchte und mit dem Gedanken spielt dort zu schreiben oder Texte in Auftrag zu geben, sollte mal bei meinem privaten Autorenblog vorbeischauen.
    http://textkatze.blogspot.com/
    Dort gibts Textbroker Insider Wissen ;) und bald lade ich noch ein paar Beispieltexte hoch… dann kann man sich mal angucken, was bei 4 Sternen noch textlich erwartet wird.

  • Harald

    Meine Erfahrungen mit Textbroker sind eher unterschiedlich. Selbst in höheren Einstufungen (4 Sterne) schwankt die Qualität stark. Inzwischen nutze ich hauptsächlich http://www.finanz-texte.de und bins damit sehr zufrieden. Die Qualität ist in der Regel deutlich besser und die Bearbeitung dauert meist nur ein paar Stunden. Die Kosten sind nicht viel höher als bei Textbroker. Alles in allem zu empfehlen.

  • Janick

    @Harald

    Ja das stimmt. Es ist wirklich eine gute Alternative, vor allem, wenn man schnell gute Texte benötigt!

  • Klaus

    Leider ja, deswegen haben wir uns auch mal nach Alternativen umgesehen und sind vor einiger Zeit auf http://www.independent-publishing.com gestoßen. Dort sind wir bisher rundum zufrieden und haben mit deren Texten sogar das Panda Update relativ unbeschadet überstanden.

  • http://www.itfacts.org/ Alex

    Hallo,

    bei dieser Textqualität muss man auch beachten, die Autoren erhalten wirklich “wenig”. Gute Schreiber gibt es dort auch, aber die kosten natürlich mehr. 2-3 Sterne Schreiber sind oft mit dem Thema überfordert und daher läßt auch die Qualität zu wünschen übrig.

    Aber, was sollen Sie auch tun?`Um auf ein einigermaßen annehmbares pro Tag Einkommen zu kommen, benötigen Sie 2-3 Artikel die Stunde, dabei sind keine Nachbesserungen etc. inbegriffen.

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