Marketwatch berichtet darüber, dass einige AdWords Advertiser ihre AdWords Budgets runterfahren und die Preissteigerungen nicht mehr mit machen wollen. Die höheren Preise sollen demnach durch neue Advertiser verursacht werden.
Der Artikel beinhaltet auch einige interessante Fälle. Beispielsweise eBags.com, einen Onlineshop für Taschen und Koffern. 2006 hat man dort etwa 5-8 Mio. $ für Onlinemarketing ausgegeben. 75% davon gingen an Google. Wirklich interessant fand ich allerdings folgendes:
In many cases, the cost of an eBags.com ad placed on either Google’s own Web site or one of its affiliates now equals 45% of the price of the product it promotes. That’s crimping the company’s own profit margins and forcing it to look elsewhere to market its bags.
Marketwatch berichtet weiter das man mit 6 Unternehmen mit einem Ausgabenvolumen für Suchmaschinenmarketing zwischen 4 und 10 Mill. $ gesprochen hat die 2007 weniger für Suchmaschinenmarketing ausgeben wollen.
Der Artikel bezieht sich natürlich nur auf den US-Markt. In Deutschland dürfte es aber in die gleiche Richtung laufen und die Keyword-Preise erreichen teilweise Höhen in denen es schwerer wird Kampagnen profitabel zu betreiben. Zusätzlich kommen dann noch Werbetreibende hinzu die aus verschiedenen Gründen ihren ROI gar nicht oder kaum betrachten. So hat Canon letztes Jahr für eine ganze Reihe Keywords aus dem Drucker-Bereich geworben ohne selber über einen Onlineshop Drucker zu verkaufen. Geworben wurde also vor allem aus Gründen der Markenbildung und das mit relativ hohen Klickpreisgeboten und entsprechenden Platz 1 Positionen. Insgesamt wird sich wohl auch die Zahl der Werbetreibenden noch weiter gesteigert haben und mehr Konkurrenz führt natürlich auch fast unweigerlich zu höheren Preisen.
Als AdWords->Affiliate-Werbetreibender kann ich jetzt allerdings für Deutschland nicht über extrem steigende Preise berichten bzw. klagen. Wobei das jetzt auch nicht mein Hauptaugenmerk ist. Bei solchen Arbitrage-Geschäften ist die Rechnung natürlich ganz einfach. Ich bekomme X Euro pro Sale und um keinen negativen ROI zu verbuchen muss ich lediglich entsprechend viele Sales generieren und natürlich versuchen den optimalen Gewinn herauszuholen.


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Ich glaube, dass es nicht nur um Reaktionen auf Preissteigerungen geht, sondern dass Unternehmen zunehmend ineffektive Kampagnenteile abschalten. Also ist das ganze irgendwo nur eine Anpassung nach dem Traffic-Traffic-Traffic-Hype… wenn ich eine elektrische Zahnbuerste fuer 30 Euro verkaufe, aber 35 Euro fuer AdWords ausgebe, ist das halt irgendwie kein gutes Geschaeft
das Adsense Programm wird auch immer unverschämter -
in den letzten Wochen wurden die Preise für meine besten Keywords mehrmals pro Woche höhergesetzt -
habe zuletzt nicht mehr mitgetan und lasse nur die Content Netzwerk Anzeigen laufen