Letzte Woche gab es einen ganz interessanten Eintrag bei Techcrunch: The New Mozilla Recommended Add-ons List: The Winners and the Losers. Dort wurden die von Mozilla empfohlenen Erweiterungen für den Firefox 2.0 vorgestellt. Empfohlen wird unter anderem Adblock Plus. Nach Installation verschwindet für den Nutzer ein guter Teil der Werbung aus dem Netz. Keine AdWords-Anzeigen neben und über den Suchergebnissen, keine AdSense-Werbung und auch keine AdSense-Empfehlungen. Um nur einmal bei Google zu bleiben. Solche Programme sind natürlich nichts neues, ich finde es allerdings bemerkenswert das Mozilla dieses Tool empfiehlt, wo man doch stark mit Google zusammenarbeitet und von Google für die Platzierung der Googlesuche im Firefox sehr gut bezahlt wird.
Techcrunch schreibt zu AdBlock:
It’s funny to imagine what many advertisers’ reactions will be when they see this plug-in officially sanctioned by Mozilla. It had to be on the list by popular demand, though, if for no other reason.
Als Werbetreibender ist es mir noch relativ egal. Ich kaufe nur Werbung auf Klickbasis oder Werbung bei der dieses Tool derzeit nicht greift. Als Webseitenbetreiber ärgert es mich natürlich schon bedeutend mehr, wobei derzeit natürlich die Verbreitung von AdBlock noch verhältnismässig gering ist. Solche Programme gibt es ja auch schon länger, bisher haben sie aber noch keine riesige Verbreitung erlangt. Letztlich sind sie also auch nur ein kleines Ärgernis und solange sie sich nicht weiter verbreiten, wird sich auch kaum jemand Gedanken darüber machen wie man solche Programme austrickst.


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In dem Zusammenhang evtl. ganz interessant: Ad-blocking – History, Impacts, Techniques and Countermeasures
Es ist nämlich gar nicht so schwer, festzustellen, ob ein User die Auslieferung von z.B. Adsense verhindert. Und wenn man das erstmal festgestellt hat kann man natürlich alternative (aufdringlichere) Werbung ausliefern.
Jeder User hat das Recht die Werbung auszublenden, wenn man wie von Anon vorgeschlagen “alternative (aufdringlichere) Werbung” als Gegenmaßnahme plant, kann man sich eines sicher sein. Der User kommt nicht wieder.
Tja, was soll man mit einem Besucher anfangen der die Werbung komplett ausblendet?
Der User mag das Recht haben die Werbung auszublenden, andererseits hat man als Webseitenbetreiber ein “virtuelles” Hausrecht und wenn man solch einen Besucher dann mit Werbung zuschüttet kann er sich meiner Meinung nach auch nicht darüber beschwehren. Ich finde die Idee auf jeden Fall witzig.
Andererseits muss sich natürlich ein Webseitenbetreiber der sowieso schon extrem viel Werbung drauf hat, nicht wundern, wenn sich die Besucher nach “Gegenmaßnahmen” umschauen.
> Als Werbetreibender ist es mir noch relativ egal.
> Ich kaufe nur Werbung auf Klickbasis oder Werbung
> bei der dieses Tool derzeit nicht greift.
Das wäre mir ale Werbetreibender nur egal, wenn Google feststellen könnte, ob Werbung geblockt wird. Falls aber die Anzeige – von Google unbemerkt – nur am Client geblockt würde, werden da eine Menge Falaschauslieferungen gezählt. Das kann schon zu ordentlichen Messfehler führen, vor allem wenn ich an dei ohnehin schon lausige CTR und Conversion von AdSense denke. Und schlechte CTR führt schnell zur Keyword-Deaktivierung. Von daher also doch nicht ganz egal…
Ich bin der Meinung, dass solche Adblock Software nur entstanden ist, weil einige Webmaster Ihre Seiten mit Werbung überladen haben. Gegen dezente, gut platzierte Werbung wird kaum ein Nutzer etwas haben.
Was ich etwas schade finde ist, dass diese Adblock Software immer mehr zunimmt.
Vor allem finanzieren sich gute Seiten durch die Werbung. Fällt diese Einnahmequelle weg, fehlen auch Informationsseiten.
Mal abgesehen von der gefürchteten Verbreitung der Blocker. Der Beitrag auf dieser Seite ist nichts anderes als Verbreitung.