Google AdSense testet Cost Per Action

by Jojo on 21.06.06 · 5 comments

in AdSense

Wie seekingalpha berichtet sucht Google einige Teilnehmer für einen AdSense-Test. Dabei soll Die Abrechnung auf Basis von “Cost Per Action” (CPA) getestet werden. Interessant finde ich auch diesen Satz aus einer E-Mail-Einladung zum Test von Google:

These ads are very different in that you will be able to choose amongst a selection and you will also have more flexibility in promoting them…

Hört sich schon ziemlich nach einem Affiliate-Netzwerk an. Die CPA-Anzeigen sollen nämlich auch nicht mit den regulären Content-Anzeigen von AdSense konkurrieren, sondern in einem eigenem Netzwerk sein. Google nennt dieses “Content Referral network”. Es wird zwar nicht erlaubt sein direkt zum Klicken aufzufordern, aber es darf schon eine Produktempfehlung gegeben werden.

Die Partnerprogrammnetzwerke dürfen sich also schon einmal Gedanken machen. Ich denke allerdings das die etablierten PP-Netzwerke sich jetzt auch keine Riesensorgen machen müssen. Kleiner kann auch flexibler bedeuten. Es bleibt zum Beispiel abzuwarten ob Google ein richtiges PP-Netzwerk aufbaut in dem es dann zum Beispiel auch solche Features wie CSV-Daten geben wird. Derzeit machen die Beschreibungen noch einen eher recht provisorischen Eindruck. Halt typisch Google …

Passend dazu auch die Diskussion bei Webmasterworld: Are the good advertisers jumping ship?. Dort ist eine Reihe von AdSense-Publishern der Meinung der Meinung gute Werber würden aus AdSense aussteigen, die Einnahmen würden sinken usw. Ich kann das nicht beobachten und würde sagen: Es ist Sommer, es ist WM, wer will da schon im Internet werben oder surfen? Der Winter kommt früh genug. Wäre es tatsächlich so, dann wäre CPA eine gute Antwort von Google darauf. Wobei ich der Meinung bin das webseitenbezogene Anzeigen und Contentgebote schon recht gute Möglichkeiten sind auch AdSense erfolgreich für Werbung zu nutzen.

{ 3 trackbacks }

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1 Robert Fischer 23.06.06 um 14:15

Hallo!

“Es bleibt zum Beispiel abzuwarten ob Google ein richtiges PP-Netzwerk aufbaut in dem es dann zum Beispiel auch solche Features wie CSV-Daten geben wird.”

Dieses Netzwerk baut Google bereits im Hintergrund auf. Google Base bietet wie früher Froogle Importmöglichkeiten für Buld Uploads im CSV- oder XML-Format.

Stellen wir uns doch mal vor, dass Google das “Cost Per Action”-System tatsächlich freischaltet. Wenn man dann als Merchant bei Google Adwords die URL zu einer solchen Google-Base-CSV/XML-Datei angibt (und viele Shop-Systeme bauen derartige Schnittstellen momentan ein), dann kann Google den Partnern diese Daten direkt weitergeben, nur dass die URL’s dann über Google Adsense getrackt werden. Und Conversion Tracking bietet Google ebenfalls bereits an.

D.h. der Merchant baut das Conversion Tracking ein, die Bestellung wird erkannt und dem Partner gutgeschrieben. Der Merchant sieht dies über Google Adwords, der Partner über Google Adsense und es wird entsprechend abgerechnet.

Es ist somit fast alles bereits vorhanden, Google muss nur die einzelnen Bestandteile zusammenbauen und ist dann auf einen Schlag der Netzwerk-Anbieter mit den meisten Merchant-Datafeeds sowie den meisten Merchants und Partnern.

Grüße aus Berlin!
Robert Fischer, sandoba.de

2 Jojo 23.06.06 um 14:44

Interessante Ideen. Über Base\Froogle hatte ich mir erst einmal keine großen Gedanken gemacht. Da könnte Google aber schon einiges machen. Mal warten wie Google weiter vorgeht. Dieses Jahr wird sich da wohl nichts so spektakuläres mehr tun.

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