Scheint doch langsam ein spannendes Jahr zu werden. Google versorgt uns immer wieder mit spannenden Änderungen und auch die Affiliatewelt wacht zunehmend auf. Neben manch seltsamen Artikel gab es auch den ein oder anderen lesenswerten Beitrag auf insight-m.de. Aktuell: Explido und die stille Trackingumstellung.

Ich kann den Schritt von Explido sehr gut nachvollziehen. Die Entwicklung der Gutschein-Affiliates in den letzten Jahren war einfach zu extrem und wurde letztes Jahr schon teilweise zurückgefahren. Irgendwann muss sich auch ein Merchant Gedanken machen, ob er Geld für nichts aus dem Fenster schmeißen möchte. Ich muss da nur an die Entwicklung meiner eigenen Onlineshopping-Gewohnheiten in den letzten Jahren denken: Nach Produkt suchen, Produkt gefällt mir, ab in den Warenkorb und los geht der Checkout-Prozeß, “oh, Gutschein-Code-Box”, mal Google anschmeißen, so noch mal 10 Euro gespart, Jojo du alter Schnäppchenjäger!

Nun muss sich jeder Marktteilnehmer auf die Fahnen schreiben, dass er diese Entwicklung lange gefördert hat. Spät ist man aufgewacht und hat gemerkt, dass man hier den Kurs ändern muss. Ob der Änderungswillen dann von Netzwerken und Agenturen oder vielleicht hauptsächlich von Merchants gekommen ist?

Als Nicht-Gutschein-Affiliate kann man über einen weiteren Rückbau der Fehlentwicklung nur froh sein. Vielleicht lohnt sich Affiliate-sein dann doch wieder. Ich für meinen Fall setze schon eine Weile hauptsächlich auf Google AdSense und nur auf ausgewählte Affiliate-Programme. Die meisten dieser haben mit Gutscheinen wenig am Hut.

Ich will jetzt nicht prinzipiell Gutscheine verteufeln. Es gibt da durchaus einige Onlineshops, die diese schlau einsetzen. Sei es mit Mindestbestellwert, nur für ausgewählte Produkte oder Produktkategorien oder ausschließlich für Neukunden. Auch abseits vom Thema Affiliate ist ein simples Gutschein gegen Newsletteranmeldung sicherlich ein Erfolgsmodell.

{ 10 comments }

SEO Campixx 2012

by Jojo on 12.03.12 · 2 comments

in Konferenzen

Und damit haben wir auch die SEO Campixx 2012 überlebt. Es war wieder eine grandiose Veranstaltung. Ich hatte bei der Vortragsauswahl nicht immer ein glückliches Händchen. Kurz hervorheben möchte ich aber die Vorträge von Stefan Fischerländer & Thomas Mindnich, Marcus Tandler und Andreas Grapp. Da es ansonsten bereits mehr als genug Recaps gibt, spar ich mir weitere Worte und verweise lieber auf andere:

Suchmaschinentricks
Mindshape
Seostefan
Seobrause
Webhelps
Madayo
Tekka
Pixeldreher
Spirofrog
Wüstenigel
Linkwissenschaft
Nerd in Skirt
Han Seo
Seokratie
Tagseoblog
Pascal Landau
Ednetz
AKM3
SEO Trainee
Madayo
seodeluxe
Barketing
linkbutler
q48
linkbuildingblog
seo-heilbronn.de
andiministrator
suchmaschinenoptimierung.com
seo4wp
sensational-marketing.de
fabian-drescher.com
sem-stammtisch-frankfurt.de

{ 2 comments }

SMX München 2012 Blog PartnerNoch bis zum Freitag gibt es die SMX München zum Frühbucherpreis von 895 Euro. Anschließend sind es dann 1095 Euro. Mit unserem Rabattcode NEWSSMX2012 gibt es jeweils 15 Prozent Rabatt. Also einen Frühbucherpreis von 760,75 Euro. Ab Samstag wären es dann 930,75 Euro. Wird also Zeit den Chef zu bequatschen … Link zur SMX München Anmeldung.

Die zweitägigen SEO-Konferenzen sind in Deutschland etwas rar gesäht. Hier gibt es aktuell nur die SEOcampixx und SMX München zur Auswahl. Ich bevorzuge diese schon alleine, weil sich meine Anreise dann auch zeitlich lohnt … Inhaltlich gehört beides auch zum besten was in Deutschland geboten wird.

{ 0 comments }

Im vergangenem Jahr haben wohl “SEO-Erpressungen” die Runde gemacht. Öffentlich wurde der Fall holzspielzeug-discount.de. Hier wurden als erstes ordentlich Links aus Foren gesetzt. Als Linktexte wurden hier Porn, Viagra und die weitere Bandbreite der PPC-Thematiken verwendet. Vermutlich mit Xrummer oder einem ähnlichem Tool. Es folgten Erpressungsversuch und der Rankingabsturz.

Es erscheint manchem vielleicht zweifelhaft, ob es wirklich Sinn macht die Erpressung erst umzusetzen und dann anzudrohen. Auf der anderen Seite würde man einen Erpresser bei umgekehrter Vorgehensweise wohl auch nicht ernst nehmen. So erpresst man allerdings mit etwas, dass man nicht mehr rückgängig machen kann. Man kann bestenfalls noch androhen es noch schlimmer zu machen. Naja …

Aktuell wird der Fall noch einmal in die Öffentlichkeit getragen. Holzspielzeug-Discount hat ein ganz interessantes Gutachten dazu erstellen lassen und selbst noch einmal eine Pressemitteilung rausgegeben.

Sistrix Sichtbarkeitsindex holzspielzeug-discount.de

Das Gutachten beschränkt sich auf das wesentliche und nennt die wichtigsten Punkte ohne sich dabei 100 prozentig festzulegen. Das kann man bei seriöser Arbeitsweise natürlich auch nicht machen ohne den Google-Algo persönlich in Augenschein genommen zu haben … ein paar Anmerkungen:

  • Bei einer kleinen Linkanalyse kommt bei mir schnell der Eindruck auf, dass auch die eigenen SEO-Maßnahmen nicht immer von erster Güte waren bzw. auch noch sind. Linkbuilding für einen Onlineshop ist natürlich immer eine besondere Herausforderung. Aber größtenteils so offensichtlich nicht freiwillig gesetzte Textlinks aus Footern, Seitenleisten und Blogtexten müssen 2012 nicht mehr unbedingt funktionieren.
  • Der Absturz ist im wesentlichem erst einmal sehr gering ausgefallen. Von einem Sistrix Sichtbarkeitsindex in Höhe von 0,95 ging es auf ein Dezember-Tief von 0,70. Ich weis nicht, ob man den Dezember-Umsatzrückgang in Höhe von 60 Prozent komplett dafür verantwortlich machen kann? Das wäre selbst wenn der Umsatz zu 100 Prozent aus SEO-Maßnahmen stammen würde, doch etwas sehr viel.
  • Im Januar setzt sich der Absturz verschärft fort. Im Gutachten wird hier allerdings ein komplettes Redesign mit Shop-Softwarewechsel Ende Dezember ins Spiel gebracht. Ich hab Zweifel ob man an dieser Stelle die Forenlinks noch ins Spiel bringen sollte.

Um auf die Titelfrage dieses Blogpost “Sind die SEO-Erpresser schuld?” zurückzukommen. Die Frage lässt sich natürlich nicht wirklich zufriedenstellend beantworten. Da der Sichtbarkeitsindex allerdings unmittelbar nach setzen der Links eine gut sichtbare Entwicklung nach unten nimmt, muss man das wohl vermuten (mehr aber auch nicht). Die Auswirkungen dürften sich aber in Grenzen halten. Ohne Umstellung der Shop-Software wäre man vielleicht schon wieder am Ausgangspunkt. Wäre die Domain linktechnisch besser aufgestellt gewesen, hätte es vielleicht überhaupt keine Auswirkungen gegeben. So darf man sich immerhin noch Hoffnungen machen, von der Berichterstattung um den Fall zu profitieren …

Golem hat den Fall aktuell noch einmal aufgegriffen:

Es könne “nicht weiterhin so sein, dass in dieser für das wirtschaftliche Überleben von Firmen wesentlichen Frage des Google-Ranking lediglich Orakel und Vermutungen das Sagen haben!”, heißt es in einem Suma-Newsletter vom 3. Februar 2012.

Richtig! 100 Prozent Zustimmung! Meine Antwort ist aber vermutlich eine andere als die des Suma e.V. – macht euch nicht von Google abhängig!

{ 11 comments }

Google hat heute eine starke Überarbeitung der personalisierten Suche vorgestellt. Die Detailerklärung überlassen wir mal besser Search Engine Land. Ich persönlich sehe für mich persönlich bisher keinen großen Nutzen durch die Einbindung der von meinen Kontakten empfohlenen Seiten bzw. Informationen. Nun lässt sich die personalisierte Suche, aber relativ einfach an- und abschalten. Aus Marketingsicht hat man hier ein schönes neues Werkzeug um sich in den Suchergebnissen möglichst weit vorne zu positionieren und das Beackern von Google+ mit eigenen Pages macht damit großen Sinn.

Trotzdem sorgt die neue Einbindung für einen kleinen Aufschrei und den Tonfall wird Google überhaupt nicht mögen: Antitrust. Google versucht schon länger sein bestens, um ein “Microsoft-Erlebnis” zu verhindern. Aber es scheint mir schon länger unweigerlich darauf hinaus zu laufen. Ich hätte nun allerdings nicht unbedingt für diesen Fall eine größere Aufregung erwartet. Twitter hat sich als erster beklagt:

For years, people have relied on Google to deliver the most relevant results anytime they wanted to find something on the Internet.

Often, they want to know more about world events and breaking news. Twitter has emerged as a vital source of this real-time information, with more than 100 million users sending 250 million Tweets every day on virtually every topic. As we’ve seen time and time again, news breaks first on Twitter; as a result, Twitter accounts and Tweets are often the most relevant results.

We’re concerned that as a result of Google’s changes, finding this information will be much harder for everyone. We think that’s bad for people, publishers, news organizations and Twitter users.

Ich sag mal selber Schuld. Details sind zwar nicht sicher, aber Twitter und Google konnten sich damals wohl auch wegen des Geldes nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen. Davon abgesehen nimmt Twitter sich hier auch ein wenig zu wichtig …

Google - People-and-PagesWirklich spannend wird es aber, wenn Danny Sullivan Google kritisiert. Das macht er in der Regel nur gut dosiert und wohlüberlegt. Er kritisiert vor allem die “Werbebox” für Google+-Accounts (rechts im Bild). Diese bewirbt exklusiv nur das Google-Netzwerk. Dem kann man nun nicht wiedersprechen.

Facebook und Twitter haben sich ihre Einbindungen in die Google-Suche vor allem auch selber verbaut. Hätte man sich frühzeitig auf Google zubewegt, hätten wir heute vielleicht nicht einmal ein Google+. Stattdessen bändelte Facebook mit Bing an und ich wüßte nicht welchen Nutzen mir das bisher gebracht hätte? Aber der Zug ist ohnehin abgefahren …

Es scheint zukünftig für Google immer mehr auf kartellrechtliche Problematiken hinauszulaufen. Microsoft hatte damals den Internet Explorer kurzerhand tief in das eigene System integriert. Solche Integrationen seiner Produkte macht Google ja heute auch am laufendem Band. Im Gegensatz zu Microsoft hat man in den meisten Fällen auch gute Argumente dafür und ist in den letzten Jahren oft mit lächerlichen Vorwürfen konfrontiert worden. Aber immer wieder und wohl auch öfters wird man den Bogen in kleinen Schritten überspannen, bis es dann doch knallt …

Es erscheint mir aber ziemlich schwierig, mir auszumalen wie man dann Google wirklich belangen könnte. Selbst Milliardenstrafen sind für die Konzerne nur eine Momentaufnahme und schnell Vergangenheit. Und einen so miteinander verwobenen Konzern wie Google kann man auch schwer zerschlagen. Was ich angesichts der Tatsache, dass sich Google nun nicht wirklich viel zuschulden kommen lassen hat (und kommen lassen wird), auch für utopisch halte.

Das Thema dürfte uns über das Jahr noch öfters beschäftigen …

P.S. Der Rubikon musste sein ….

{ 6 comments }

SMX München 2012 Blog PartnerAnfang des Jahres lässt man gerne mal die kommenden Termine reflektieren. Die SMX München konnte sich in den letzten Jahren zweifellos als eine der wichtigsten Suchmaschinen-Veranstaltungen des Jahres positionieren und war in den letzten Jahren auch immer einen Besuch wert. Daran dürfte sich auch 2012 nichts ändern. 2012 findet die SMX vom 27. bis 28. März statt.

SMX München 2012 mit 15 Prozent Rabatt
Bis zum 10. Februar 2012 gilt noch der Frühbucherpreis. Es gibt eine relativ große Auswahl an Paketen. Am beliebtesten dürfte wohl der SMX 2-Tages-Pass sein. Der ist aktuell noch für 895,- Euro zu haben. Nach dem 10. Februar sind es dann 1085,- Euro. Mit dem Rabatt-Code “NEWSSMX2012” gehen noch einmal 15 Prozent runter. Man kann also aktuell noch für 760,75 Euro zuschlagen bzw. nach dem 10. Februar dann für 922,25 Euro. (Alle Preise exklusive MwSt). Alle möglichen Preiskombinationen finden sich auf der Anmeldeseite der SMX München.

Speaker & Programm
Die Keynote wird dieses Jahr Rand Fishkin von SEOmoz halten. Ich durfte ihm bereits einige Male zuhören und bisher hat es sich immer gelohnt. Ebenfalls als Sprecher dabei sind Marcus “Mediadonis” Tandler, Timo Aden (Trakken), Marcus Tober (Searchmetrics), Christoph Burseg (TRG), Bastian Grimm (Grimm Digital), Evert Veldhuijzen (Netlead), André Morys (Web Arts), Andre Alpar (Rocket Internet) und Mister SEOcampixx Marco Janck. (Den Rest lasse ich mal unter den Tisch fallen, sonst bin ich noch morgen am aufzählen.) Alles Personen denen ich immer wieder gerne zuhöre.

Mit besonderer Spannung schaue ich immer auf neue Speaker. Da fallen mir Andreas Graap (ANGRON) und Kai Spriestersbach (jameda) auf. Passenderweise hat Andreas grade Kai für die Webschorle zum Thema Longtail interviewt. (Lohnt sich!) Gero Wenderholm (ehemals TRG – jetzt Leiter SEO Tchibo GmbH) durfte ich bisher auch noch nicht lauschen.

Hotel
Auch wenn es mit 161 Euro nicht ganz billig ist. Ich würde immer empfehlen im Konferenz-Hotel zu wohnen. In der Nähe des Hilton Munich Park Hotel gibt es wohl auch nicht wirklich Alternativen. Noch sind Zimmer frei, dass dürfte sich aber mit näherrückender SMX ändern.

{ 0 comments }

Was bringt 2012?

by Jojo on 02.01.12 · 1 comment

in Google

Neujahr 2012 - © Kautz15 - Fotolia.comFrohes neue Jahr. Eigentlich wollte ich monatlich zumindest einen Beitrag veröffentlichen. Hat zuletzt nicht so gut geklappt. Mal schaun was das neue Jahr bringt … ein kleiner Rückblick 2011 \ Ausblick 2012 darf zum Jahresanfang natürlich nicht fehlen:

Google Algo
Ich habe nun wirklich keine Ahnung, welch spannende neue Ideen sich Google für den Algorithmus im Jahr 2012 ausdenken wird. Ich denke mal man wird weiter ein wenig mit Panda spielen und daran feilen. Sehr spannend finde ich die Einschätzungen von Johannes Beus. Wenn man sich an die letzten Jahre zurückerinnert, dann war Google immer damit beschäftigt, möglichst viele Inhalte indexierbar zu machen. Man hat den Webmastern hier auch zahlreiche Tipps an die Hand gegeben. Nun gibt es mittlerweile aber zu vielen Themen mehr als genug Informationen. Damit wird das Aussieben der richtigen und besten Informationen wieder wichtiger. Wie es mit Panda bereits versucht wurde.

Johannes stellt auch in Frage, ob sich die Signale von sozialen Netzwerken wirklich für entscheidend bessere SERPs eignen. Mir begegnen in den SERPs aber immer wieder und häufiger die Gesichter meiner Google+ Kontakte. Für Firmen könnte eine erfolgreiche Google+ Page also durchaus ein interessanter Faktor werden. Auch aus Blick der Markenbildung dürfte eine solch direkte Unterstützung durch Bekannte innerhalb der Suchergebnisse interessant sein – vielleicht sogar für die Conversion … Für die Suchergebnisse dürften sich Links und die Signale aus sozialen Netzwerken gegenseitig ergänzen. Da dürfte allerdings noch einige Arbeit vor Google stehen …

Social Networks
2011 war zu beobachten, dass es im sozialem Netz doch mehr als nur Facebook geben wird. Twitter dreht noch immer seine Kreise und andere Dienste wie Tumblr sind auf der Überholspur. Mit Google+ hat Google einen sehr guten Start hingelegt um Facebook einen direkten und großen Konkurrenten entgegen zu stellen. Aus unternehmensstrategischer Sicht eine wichtige Entscheidung. Diese dürften vor allem aus Angst gefallen sein. Denn an viele Facebook-Daten kommt man nicht heran. Twitter ist im Vergleich zu Facebook nur ein Zwerg. Was passiert nun, wenn Microsoft und Facebook plötzlich einen Weg austüfeln, die sozialen Signale wirklich sinnvoll und gut für bessere Suchergebnissen einzusetzen? Das dürfte der primäre Grund gewesen sein, mit Google+ ein eigenes Netzwerk zu starten. Daneben gibt es natürlich weitere gute Gründe. Google+ ist ein “Datenschatz” und wird irgendwann vielleicht nicht nur selber mit Werbung ausgestattet sein, sondern die Daten können über das gesamte Google Werbenetzwerk von großem Nutzen sein. Aus Nutzersicht kann (oder sollte) man darauf natürlich eine andere Sicht haben …

Aktuelle Zahlen von Experian Hitwise zeigen ein starkes Wachstum von Google+. Das dürfte sich 2012 fortsetzen. Ich glaube nicht das Google+ 2012 schon unter den “normalen” Internetnutzern eine weite Verbreitung finden wird. Die sind in erster Linie dort wo ihre Freunde sind und haben in Deutschland grade erst den Sprung von den VZs zu Facebook hinter sich. Aber da Google+ auf jedem Android-Smartphone präsent ist und Google seine vielen Dienste nutzt um aktiv Nutzer für Google+ zu gewinnen, wird es auf Dauer eine gute Relevanz gewinnen. Ob man dann Facebook irgendwann den Rang ablaufen können wird, ist aber natürlich eine ganz andere Frage.

Von all diesen Dingen abgesehen, ist natürlich der erwartete Börsengang von Facebook ein Highlight des Jahres. Dann wird Facebook auch seine Bücher der Allgemeinheit öffnen müssen …

Mobile
iOS und Android werden weiter ihre Kreise ziehen. Windows Phone hingegen, könnte Nokia den Todesstoß versetzen. Mittlerweile werden wohl auch in Deutschland mehr Smartphones als normale Handys verkauft. Tablets dürften ein beliebtes Weihnachtsgeschenk gewesen sein. Dank Tablets dürfte das Internet nun auch endlich das heimische Sofa erobert haben. Apps gewinnen entsprechend weiter an Bedeutung. Neben iPad 3 und iPhone 5 wird es außerdem dutzende neue Android-Smartphones und -Tablets geben.

Davon abgesehen gehen natürlich insbesondere social und mobile Hand in Hand. Facebook und Co dürften neben Mail und Maps zu den meistgenutzen Apps gehören.

Fazit
Und am Ende kommt doch immer alles ganz anders …

{ 1 comment }

Google ist auf die grandiose Idee gekommen, das Referer-Daten in einer Welt mit personalisierter Suche ein Problem sein könnten. Ich sehe das nun ehrlich gesagt nicht ganz so problematisch. Und Google wohl in Wirklichkeit auch nicht, denn man hält es gleichzeitig für kein Problem, wenn man den AdWords-Werbetreibenden weiterhin die Referer-Daten übergibt. Geht an dieser Stelle ja auch um den eigenen Geldbeutel … Ich weis auch nicht, ob es jetzt wirklich so ein großer Gewinn für die Privatsphäre ist, wenn Google diese Daten nicht mehr rausgibt. Aus Sicht eines Webseitenbetreibers muss ich da sagen: Wenn ein Nutzer meine Seite über “SEX XYZ” besucht muss ich nicht wirklich auch noch wissen, dass er darauf über eine Suche nach “Sex mit einem XYZ” gekommen ist …

Konkurrierende Werbenetzwerke verlieren
Es gibt allerdings Ideen die diese Entscheidung von Google in einem ganz anderem Licht erscheinen lassen: Auf meiner Seite eingebundene “dritte” erfahren auch nicht mehr, über welche Suche der Nutzer zu mir gekommen ist. Das ein oder andere Werbenetzwerk greift an dieser Stelle aber wohl massiv Daten über Nutzer ab. So stimmt es dann seine Werbung besser auf diese ab. Damit entsteht nun für die Zukunft ein noch größeres Ungleichgewicht. Google wird sicherlich nicht damit aufhören, AdSense-Anzeigen auch mit den getätigten Suchen der Nutzer abzustimmen. Alle anderen Plattformen sind an dieser Stelle dann ausgeschlossen. Letztlich verschafft Google sich für seine Ambitionen im Display-Advertising also einen Riesenvorteil gegenüber der Konkurrenz.

Seo-Toolanbieter gewinnen
Davon abgesehen dürften durch diesen Schritt auch die SEO-Toolanbieter wieder einmal gewinnen. (Die gewinnen aktuell ja bereits durch die Abschaltung der Yahoo-Links an Bedeutung.) Bisher haben mir die Referer recht einfach Auskunft darüber gegeben, zu welchen Keywords ich gefunden werde. In einer Welt ohne Referer werde ich hier auf ein SEO-Tool zurückgreifen müssen. Da liefert Google mit den Webmaster-Tools zwar auch selber ein klein wenig was, aber mir würde das nicht aureichen. Jetzt kann man natürlich argumentieren, das einzelne Positionsabfragen durch die personalisierten Suchergebnisse unspannend werden. Dem würde ich aber wiedersprechen. Erstens werden nie alle Suchergebnisse hier beeinflußt sein und zweites bekommt man so immerhin noch eine Basis für das eigene “Standing”.

Und?
Betrachtet man das Thema nur aus Sicht des Schutzes der Privatsphäre, dann kann man über diesen Schritt grundsätzlich nicht meckern. Problematisch ist nur, das Google alles zum Schutz der Privatsphäre übernimmt – solange es nicht den Interessen von Google entgegensteht. Konsequent wäre es, wenn …
… Google die Referer nicht weiter an AdWords-Werbetreibende geben würde … selber insgesamt weniger Daten sammeln würde … die Daten schneller vernichten würde … intern weniger Daten anwenden würde … insbesondere auch dann, wenn nur Google aber nicht der Nutzer davon einen Vorteil hat (Stichwort AdSense).

Man wird ja noch träumen dürfen. Der Trend geht eher ins Gegenteil. Google sammelt selber immer mehr Daten. Bei Google+ geht es nur bedingt darum Facebook die Social Advertising-Milliarden streitig zu machen. Viel wichtiger ist es das eigene Suchgeschäft abzusichern – für den Fall das Facebook und Bing ihre Daten mal sinnvoll zusammenbringen. Nicht weniger spannend sind diese Daten dann zum Beispiel für den Display-Bereich. Man erfährt viel über die Interessen, aber auch simples wie Alter und Geschlecht. Und schließlich wird man sich dann auch irgendwann mit Facebook balgen …

Für den Moment betrifft die Änderung nur eingeloggte Google.com-Nutzer. Aber Google wird hier sicherlich Stück für Stück ausbauen.

Mehr zum Thema:
Danny Sullivan auf SEL: Google To Begin Encrypting Searches & Outbound Clicks By Default With SSL Search und Google Puts A Price On Privacy
Joost de Valk auf SEObook: Google Whores Out Users With False Privacy Claims

{ 12 comments }

Es hat ein wenig länger gedauert, aber nun hat uns auch in Deutschland das Panda-Update erreicht. Wie immer bei Updates gibt es Verlierer und Gewinner. Gewinner preisen wie immer das Update und die bessere Qualität von Google. Verlierer machen in der Regel das umgekehrte und lamentieren über das immer schlechtere Google. In diesem Fall eher wenig, weil es eher weniger und viele größere getroffen hat. Empfehlung: Einfach diese Phase überspringen und ein paar Tage das Update vergessen um dann die Fakten zu bewerten.

Aber kommen wir zur Auswertung der lustigen Tipprunde zum Panda-Update:

Treffer: ciao.de, dooyoo.de, 123people.de, yasni.de, hotfrog.de, suite101.de, wer-weiss-was.de, helpster.de

123people und yasni sind dabei noch ziemlich gut weggekommen. Gutefrage.net hatte ich eher nicht als betroffen eingeschätzt, wurde nun von Panda aber doch ganz gut in Mitleidenschaft gezogen. Meinestadt.de war ebenfalls ein Kandidat, war nun aber gar nicht betroffen. Wirklich überraschend war das cylex.de nicht betroffen ist. Man konnte sogar gut davon profitieren, das einige Konkurenten betroffen sind.

Sistrix hat auch diesmal die Verlierer des Panda-Updates aufbereitet. Dort gibt es wenig überraschendes. Einzig frag-einen-anwalt.de gibt auf den ersten Blick Rätsel auf. Die Inhalte schein eigentlich ganz gut zu sein.

Als nächstes geht es an die Analyse. Damit werde ich mir aber Zeit lassen. Das Daten für das Panda-Update werden von Google auch nicht laufend aktualisiert. Zwischen der Erhebung liegen immer einige Wochen. Erste Analyseversuche gibt es zum Beispiel bei Searchmetrics und eisy.

{ 12 comments }

OMCap

Im Juni hatten wir bereits die OMcap vorgestellt. Eine neue Onlinemarketing-Konferenz im Herzen von Berlin. OMcap-Organisator Andre Alpar stand uns für ein kleines Interview zur Verfügung. Außerdem stellt er uns eine OMcap-Karte für eine Verlosung zur Verfügung. Dazu mehr am Ende des Beitrages. Mit OMreport.de und OMreport.com hat der “umtriebige” Andre kürzlich bereits eine Interviewserie an den Start gebracht. Unser Interview:

Im Oktober geht mit dem OMCap eine weitere Konferenz an den Start. Was unterscheidet die OMCap von den anderen Konferenzen?

Das sind mehrere Sachen. Zum einen, gab es bisher meines Wissens nach keine wirklich thematisch breit aufgestellte Online Marketing Konferenz in Berlin. Das ist schade und verwunderlich, denn in Berlin passiert – insbesondere durch Startups getrieben – sehr viel im Internet und entsprechend auch viel Online Marketing. Gefühlt, mittlerweile auch mehr als in den meisten anderen Städten. Ausnahme ist vielleicht München. Dann haben wir noch kleinere “Features”, die in meinen Augen was besonderes sind. Wir versuchen z.B. durch Präsentationen aus dem Bereich Domaining, ein wenig, leider getrennte Welten, zusammen zu bringen. Etwas ganz besonderes ist meiner Meinung nach, auch die Site Clinic mit Bing, die 7 auserwählte Teilnehmer der OMCap gewinnen können. Auch das Speednetworking wie wir es machen werden, wird etwas Neues und Unbekanntes darstellen. Für die abendliche Party nach der Konferenz werden wir 100 kostenfreie Tickets verlosen. Also in der Summe schon wirklich viel Frisches, unserer Meinung nach.

Was hat dich dazu bewogen den großen Aufwand auf dich zu nehmen und solch eine Konferenz zu organisieren?

Wenn ich wirklich gewusst hätte, wie viel Aufwand das ist, bin ich mir nicht sicher, ob ich es gemacht hätte :-) . Ich habe jetzt eine ganze Menge mehr Respekt vor den Leuten, die andere erfolgreiche Konferenzreihen organisieren. Bei uns kam das eher so als Geistesblitz. Nach der schönen, reinen Networkingveranstaltung letztes Jahr haben wir uns einfach gefragt “Was ist das nächste Level?” und so kam es dann…

Die Frage beantwortet jeder Organisator sicherlich ungern, aber auf welche Vorträge freust du dich besonders? Und bei welchen Speakern hast du dich besonders gefreut, sie für die OMCap gewinnen zu können?

Das komplette Programm ist ja gerade erst herausgekommen.
Erst mal bin ich allen super dankbar, die schon auf dem Vorabprogramm standen. Dominik und ich hatten von diesen Kollegen, die wir von anderen Konferenzen her als Speaker kennen, extrem schnell positive Zusagen. Ohne das, wäre der Stein nie ins Rollen gekommen. Ich gehe auf Konferenzen gerne zu Präsis deren Themen mir eher nicht so geläufig sind. In meinem Fall werden das Domains, Real Time Bidding, Analytics Sessions und ähnliches sein. Mal schauen ob ich es an dem Tag überhaupt schaffe in eine Session rein zu schauen :-)

Vorträge sind schön und gut, aber wir möchten natürlich auch alte Bekannte treffen und neue Kontakte knüpfen. Was erwartet uns also ihm Rahmenprogramm spannendes?

Es wird in jedem Fall eine lose und lockere Stammtisch-artige Vorabendveranstaltung geben und am Konferenztag eine ordentliche Party. Die sollte an letztes Jahr siehe http://www.omcap.de/omcap-2010/news/ sehr gut anknüpfen können.

Andre war auch so nett und hat uns ein kleines Geschenk mitgebracht. Unter allen die einen Kommentar unter diesen Beitrag setzen, verlosen wir eine Karte für die OMcap. Teilnahmeschluss ist der Sonntag 31. Juli um 23:59 Uhr.

Alle weiteren Infos zur OMcap-Konferenz finden sich hier.

{ 52 comments }