Google Bildersuche evil

Die neue Bildersuche von Google macht grade kleine Schlagzeilen. Martin hat dazu bereits eine ganze Artikel-Serie veröffentlicht und eine Protest-Seite gestartet. Auch Pip hat dazu bereits einen ausführlichen Beitrag parat. Auf Webmasterworld berichten erste Nutzer mit viel Bilder-Traffic von Traffic- und Umsatzeinbrüchen. Selbst Spiegel Online hat das Thema aufgegriffen.

Ich will mich hier gar nicht lange mit Details der neuen Bildersuche aufhalten. Das haben andere schon zu Genüge getan. Auch interessiert mich nur bedingt, dass die neue Bildersuche wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht den Weg auf Google.de finden wird. Etwaige Prozeße können eigentlich nur negativ für Google ausgehen. Auch wenn Gerichte natürlich immer wieder für üble Überraschungen gut sein können. Der im Spiegel Online-Artikel zitierte Anwalt Christian Solmecke scheint zumindest dieser Meinung zu sein. Interessant dazu auch das Thumbnail-Urteil des Bundesgerichtshofes.

Womit wir dem eigentlichem Thema dieses Beitrages etwas näher kommen. Denn offensichtlich hat sich der Bundesgerichtshof dabei weniger am Recht, als mehr am gesundem Menschenverstand orientiert oder auch den seit jeher im Internet herrschenden Praktiken, Spielregeln und unausgesprochenen Vereinbarungen. Denn zwischen Webseiten- und Suchmaschinenbetreibern gibt es einen Vertrag. Keinen Vertrag auf Papier oder auch nur eine mündliche Verabredung. Die meisten werden sich darüber auch noch nie große Gedanken gemacht haben.

Dieser Vertrag sieht vor, dass die Suchmaschine sich mit ihren Spidern durch die Webseiten fressen darf. Die erste kleine Einschränkung dabei ist, dass sie dabei nicht Amok läuft und die Server des Seitenbetreibers überfordert. Auf der anderen Seite kann und muss der Webseitenbetreiber vorgeben, welche Inhalte genutzt werden dürfen. Das kann zum Beispiel über die robots.txt erfolgen. Daneben gibt es noch einige weitere Möglichkeiten der Einflußnahme.

Ansonsten sind aber alle öffentlichen Inhalten – ob Texte, Bilder oder Videos – nach Lust und Laune zugänglich. Diese darf die Suchmaschine dann analysieren und ihrem Suchindex zuführen. Im Endergebnis entstehen dann die Suchergebnisse. Hier verwenden die Suchmaschinen dann kurze Ausschnitte von Texten als Snippets, Standbilder als Vorschau für Videos oder Thumbnails als Vorschau auf Bilder. Gegen dieses Vorgehen hat eigentlich niemand “ernstzunehmendes” etwas einzuwenden. Diese Meinung vertreten sogar deutsche Gerichte. Doch an diesem Punkt wird Google nun “vertragsbrüchig”. Klickt der Nutzer auf das Thumbnail gelangt er nicht zur Seite des Webseitenbetreibers, sondern ihm wird eine große Version gezeigt. Von hier mag er dann vielleicht/eventuell/unter Umständen noch zur Webseite durchklicken. Google nimmt sich dann sogar noch die Frechheit heraus, dieses als Verbesserung für den Webseitenbetreiber zu verkaufen. Man wird nicht nur “vertragsbrüchig”, man versucht auch noch hinters Licht zu führen.

Um den unausgesprochenen Vertrag zwischen Webseitenbetreibern und Google noch kurz auf den Punkt zu bringen:

  • Webseitenbetreiber liefert Google Inhalte
  • Suchmaschinen bereitet diese in Form von kurzen aber aussagekräftigen Vorschauen für Suchende auf
  • Suchende sehen die Vorschau und klicken bei Interesse auf den Link zur liefernden Seite
  • Webseitenbetreiber verdienen am Besucher Geld und können so noch mehr Inhalte liefern
  • Google verdient sich an AdWords “dumm und dämlich”

Oder noch kürzer gesagt: Inhalte gegen Traffic.

Aus deutscher Sicht erscheint das alles noch relativ harmlos. Die Wahrscheinlichkeit für einen Deutschlandstart der neuen Bildersuche erscheint mir gering. Aber am Ende geht es nicht darum, ob wir vielleicht das Glück von schützenden Gesetzen haben. Denn Google wird diese neue Bildersuche natürlich trotzdem in vielen anderen Ländern ausrollen und nur weil es dort vielleicht keine rechtliche Handhabe gibt, macht es das ja nun nicht plötzlich richtig. Denn damit ist Google vielleicht nicht im rechtlichem Sinne “vertragsbrüchig” geworden, aber im ethischem ganz sicherlich. Der einstige informelle Google-Slogan “Don’t be evil” mag einem da heute wie blanker Hohn erscheinen … Auf der anderen Seite zeichnen sich Unternehmen eher selten durch ihre Ethik aus. Dazu gibt es im Zweifel Gesetze. Vielleicht sollte man sich in anderen Ländern dazu mehr Gedanken machen und Google öfters auf die Finger schauen.

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Facebook Graph Search

Facebook hat gestern mit Graph Search ein weiteres “Standbein” angekündigt. Ich hab mir mal angeschaut welche Suchmöglichkeiten Graph Search bieten soll. Das ganze hier in einer eingedeutschen Variante. Zum Start wird nur englisch unterstützt:

Suchen im Freundeskreis:
- Meine Freunde die in Berlin leben
- Meine Freunde die bei Google arbeiten
- Meine Freunde die Star Wars und Harry Potter mögen
- Personen die “Chris” heißen und mit Max Mustermann befreundet sind und auf die Stanford University gegangen sind

Dating und Recruiting:
- Freunde von Freunden, die Single Frauen in Berlin sind
- Freunde von Freunden, die bei Facebook arbeiten
- Personen die Produktmanager waren und Unternehmensgründer waren

Bildersuche:
- Fotos von Freunden
- Fotos von Freunden in Paris, Frankreich
- Fotos von Freunden in Nationalparks
- Fotos von meinen Freunden vor 1990
- Fotos die ich geliked habe
- Fotos aus Berlin, Deutschland im Jahr 1990

Entdecken und Market Research
- Filme\Serien die meine Freunde mögen
- Videos von Fernsehserien, die von meinen Freunden geliked wurden
- Fernsehserien die von Softwareentwicklern geliked wurden [Market Research]
- Fernsehserien die von Ärzten geliked wurden [Market Research]
- Musik die von Personen geliked wurde, die Angela Merkel geliked haben [Äh ...]
- Sprachen die meine Freunde sprechen [Hilfe bei Übersetzungen]

Lokale Suchen sowie Reisesuchen:
- Ärzte die von meinen Freunden geliked wurden
- Restaurants in Berlin
- Restaurants die von meinen türkischen Freunden geliked wurden
- Restaurants in San Francisco die von Absolventen des Culinary Institute of America geliked wurden
- Bars in Berlin, die von in Berlin lebenden Personen geliked wurden
- Länder, die meine Freunde besucht haben

Über Graph Search kann man nur Inhalte finden, die für einen durch die Privatsphäre-Inhalte auch ohnehin sichtbar sind. Das dürften im wesentlichem die eigenen Inhalte, die von Freunden sowie generell öffentliche Informationen sein. Graph Search ist ein frühes Beta-Produkt. Es wird sicherlich erst eine Weile nur in englischer Sprache zur Verfügung stehen. Für Websuchen – wenn Facebook für die Suchanfrage intern nichts finden – wird man auch hier wieder mit Bing zusammenarbeiten. Vielleicht verhilft dies Bing international zu einem Tick mehr Relevanz …

Die vielleicht spannendste Frage ist, ob wir es hier mit einer Konkurrenzsuche für Google zu tun haben. Für den Moment sind die Überschneidungen aber noch relativ gering. Für einige lokale Suchen bietet sich wohl der Freundeskreis an. Vorausgesetzt dieser ist groß genug und auf Facebook entsprechend aktiv. Daran wird es aber wohl oft mangeln – so zumindest mein Eindruck jenseits der “SEO-Welt”. Größtenteils sind es vermutlich Suchen, die eher zusätzlich durchgeführt werden. Ob daraus über einige Jahre in Teilbereichen eine Google-Konkurrenz erwachsen könnte, bleibt abzuwarten. Die besten Chancen erscheint mir der Bereich lokale Suchen zu haben. Facebook müsste dafür die Nutzer aber auch animieren, noch aktiver über ihre lokalen Aktivitäten zu berichten.

Mehr Infos auf Facebook.

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Passend zum nahendem Jahresende haben sich ja bereits einige Gedanken zur weiteren Onlinemarkteing und SEO-Entwicklung gemacht. Dem will ich mich natürlich nicht verschließen. Herausgekommen ist nicht nur ein Ausblick, sondern auch mehr oder weniger zufällige Gedanken, die mir immer mal wieder durch den Kopf schwirren.

Mobile
Seit Jahren ein Zauberwort. Die erste Frage ist für mich allerdings, was man der mobilen Nutzung zurechnet. Für mich ist das vor allem Smartphone-Nutzung. Tablets werden hauptsächlich auf dem heimischem Sofa genutzt, dass ist nun wahrlich keine mobile Nutzung. Reagieren muss man aber natürlich auf beides.

Eine der größeren Herausforderungen dürften die vielen verschiedenen Auflösungen sein. Das beginnt aktuell noch bei 480 x 800 Pixeln und endet mittlerweile bei 2560 x 1600 Pixeln. Dabei werden selbst die Top-Smartphones in 2013 mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln ausgestattet sein. Für den Moment scheint “Responsive Design” die Lösung zu sein, könnte langfristig durch die hohen Auflösungen auf allen Plattformen aber auch wieder überflüssig werden. Kritisch sehe ich beim Responsive Design vor allem, dass es zu elendig langen Scroll-Abenteuern führt. Grundsätzlich gilt auf jeden Fall, dass man bei der Usability die Anforderungen von Touchscreens im Auge behalten sollte.

Betrachtet man mobile Suchen, ist auch ein Vergleich zu Desktop angebracht. Man schaue sich nur den folgenden Graphen der US-Desktop-Suchen an. An den stagnierenden Zahlen dürften Smartphones und Tablets schuld sein:

Monatliche US Desktop-Suchen

Man bedenken allerdings, dass mittlerweile ein Viertel der Amerikaner ein Tablet besitzen. Viele Suchen verlagern sich entsprechend von Desktop auf Tablet und in der Summe dürfte dabei ein weiteres Wachstum herauskommen. Kann man doch jetzt auch vor dem Fernseher bequem surfen und verbringt sicherlich noch mehr Zeit online.

Auf StatCounter findet sich auch ein Vergleich der Entwicklung in Deutschland. Hier dominiert Desktop noch deutlich. Mobile Suchen konnten ihren Anteil innerhalb von 12 Monaten aber immerhin von 1,89 Prozent auf 5,48 Prozent steigern.

Affiliate
Rein gefühlt war der Affiliate-Bereich 2012 relativ ruhig. 2013 verspricht allerdings viel mehr Bewegung. So startet Google mit den Google Product Listing Ads in Deutschland. Preissuchmaschinen dürfte schon länger die große Freude an Google vergangen sein. Seit der Vorstellung von Froogle ist Google lange Zeit ziemlich halbherzig an das Thema herangegangen und macht nun “endlich” Ernst. Dabei bringt Google sich mit dieser Werbeform aber auch selber in Schwierigkeiten. Normale AdWords-Anzeigen bieten durch das Auktionssystem eine einfache Möglichkeit der Gewinnmaximierung. Eine Preissuchmaschine sollte eigentlich nach Preisen sortieren. Damit wird es aber schwer für Konkurrenz und intransparente Klickpreise zu sorgen … Entsprechend ist es dann auch wenig verwunderlich, das Google kurzerhand standardmässig nicht nach Preisen sortiert.

Da sich bisher zum Beispiel Amazon den Google Product Listing Ads verweigert, versucht Google dies über Affiliates auszugleichen. Das könnte eine interessante kurzfristige Chance werden. Auf Dauer wird Google sich aber nicht mit Affiliates als Mitverdienener abgeben wollen. Das kennen wir ja schon von AdWords. Ärgerlich ist die Entwicklung sicherlich für auf Produktbezeichnungen optimierende Affiliates. In den SERPs wird noch weniger Sichtbarkeit übrig bleiben – als wenn drei AdWords-Anzeigen nicht genug gewesen wären …

Ein wenig Spannung herrscht außerdem bei der Frage, in welchen Bereichen Google 2013 auch in Deutschland selber als Vergleicher tätig wird. Im Gespräch waren zuletzt Autoversicherungen. Wir haben in anderen Ländern vor allem Aktivitäten im Finanzbereich gesehen. Und auch der Reisebereich wird für Google weiterhin von großem Interesse bleiben. Für den Moment wird Google sich hier nur den sehr umsatzträchtigen Branchen und Themengebieten zuwenden.

Für die meisten “SEO-Affiliates” dürfte der Trend weiterhin klar in Richtung Qualität gehen. Da Google bei den konvertierungsstarken Suchen immer mehr eigene Angebote sowie Werbung einbringt, ist die Frage wo man zukünftig noch am besten den SEO-Traffic abgreifen kann. Mir scheint man am Ende umfangreiche und hochwertige Informationen bieten zu müssen. Dabei gilt es frühzeitig in Entscheidungsprozeße einzusteigen und dann möglichst bis zum Abschluß zu begleiten.

SEO: Social Signals und AuthorRank
Bezogen auf SEO werden Facebook und Twitter Randthemen bleiben. Google wird nicht auf Daten setzen, auf die man sich nicht verlassen kann. Die Spannung liegt hier hauptsächlich bei Google+. Man wird heute bei vielen Suchergebnissen bereits angegrinst. Die Nutzerzahlen sollen sich ganz gut entwickeln. Mein persönlicher Eindruck ist allerdings, dass in Google+ noch ein vielfaches mehr an Leben sein könnte.

Trotzdem dürfte Google+ bereits einen großen Datenhaufen generieren. Die kann man auf vielfältige Art und Weise einsetzen. Bisher wird hier vor allem über den AuthorRank diskutiert. Müssen Redakteure künftig ein gut gepflegtes Google+ Konto vorweisen? Wird dies ein Einstellungskriterium? In welcher Form kann der AuthorRank denn überhaupt eingesetzt werden? Die Qualität von Artikeln anhand des Autors zu bewerten erscheint mir recht schwierig. Ganz einfach weil auch langfristig auf den meisten Seiten kein Autorenprofil eingebunden sein wird. Das macht auch nur bei redaktionellen Artikeln wirklich Sinn. Interessanter wäre es, den AuthorRank als weiteres Bewertungskriterium für Links zu verwenden. OffPage-Optimierung durch Linkbuilding dürfte noch lange nicht tot sein.

Neben dem AutorRank kann man natürlich auch simpler herangehen und sich einfach nur anschauen wie oft eine Url auf Google+ genannt wird und dazu noch das Umfeld bewerten.

SEO: Qualität, Qualität, Qualität
Qualität beginnt bei Inhalten, geht über externe Links und macht auch bei der gesamten Webseitengestaltung und -technik nicht halt. Trotz Google’s Disavow Tool dürfte beim Linkbuilding noch mehr auf Qualität geachtet werden. Denn wer will schon bewerten müssen, welche Links man sich besser entledigen sollte?

Google-Konkurrenz
Irgendwann fällt jedes Imperium – aber für den Moment ist weit und breit kein Google-Konkurrent in Sicht. Spekulationen über eine Facebook-Suchmaschine sind für mich bisher vor allem Fantastereien. Zum Bau einer Suchmaschine braucht es mehr als ein paar Social Media-Daten. Bing haben die Facebook-Daten bisher auch noch nicht viel gebracht. Spannend fände ich es, wenn Microsoft Bing an Facebook abgeben würde. Aber für den Moment wird man in Redmond wohl weiterhin jährlich Millionen in Bing versenken wollen. Klar ist aber auch das Google Facebook mit Sorge betrachtet. Google+ ist nicht zuletzt auch einfach nur eine Absicherung gegen eine stark auf Facebook\Twitter-Daten zurückgreifende Suchmaschine.

Auf mobilen Geräten und Smartphones stellen heute Apps die größte Konkurrenz für Google dar. Die IMDB-App für Filminformationen, die Chefkoch-App für Rezepte, Kaufda für aktuelle Prospekte oder eine der vielen Reise-Apps wie zum Beispiel TripAdvisor. An vielen Stellen lassen sich Web-Suchen durch Suchen in Apps ersetzen. Andy Atkins-Krüger bringt die interessante Idee ins Spiel Web- und App-Suchen in ein Interface zu kombinieren. Ich sehe derzeit nicht, wie dies im Interesse von Google sein könnte, eher etwas womit die Konkurrenz Google ärgern könnte.

Interessant ist auch wie Google mit Amazon weiter umgehen wird. Große dominierende Ecommerce-Unternehmen dürften eigentlich nicht im Interesse von Google sein. Amazon dominiert das Buch-Geschäft, aber auch Elektronikprodukte werden oft direkt auf Amazon gesucht. Der Amazon-Umsatz dürfte 2012 etwa im Bereich von 60 Milliarden US-Dollar liegen. (Das entspricht in etwa dem doppeltem des für Deutschland im Jahr 2012 erwarteten E-Commerce-Umsatzes). Google Trusted Stores dürfte eine Initiative für mehr Alternativen sein. Ebenso testet Google einen Same-Day Delivery-Service in den USA. Aaron Wall hat zu diesem Thema aktuell einen interessanten Beitrag veröffentlicht: Is Google Concerned About Amazon Eating Their Lunch?.

Google Now
Viele SEOs nutzen Apple-Produkte und sind daher vermutlich noch nicht viel mit Google Now in Berührung gekommen. An was Google da arbeitet ist der “helle Wahnsinn”. Im Vergleich dazu wirkt Siri wie ein Marketing-Gag. Als erstes werden die Nutzer mit Google Now noch stärker im “System Google” verwurzelt. Über die Monetarisierung wird man sich noch rechtzeitig Gedanken machen. Da gibt es tausend Möglichkeiten – nehmen wir zum Beispiel mittägliche Restaurant-Vorschläge. Gerüchte lassen für 2013 auch eine Chrome-Browser-Version von Google Now erwarten.

Lesenswert

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Seit einigen Monate nutze ich InfiniteWP. Zeit es einmal zu bewerten und vorzustellen. Mit InfiniteWP können WordPress-Installationen gewartet und verwaltet werden. Dazu gehört zum Beispiel das Installieren von neuen WordPress-, Plugin- sowie Theme-Versionen. Ebenso können Backups erstellt werden. Neben der Datenbank können hier auch alle Dateien gesichert werden. Zum Backup gehören also unter anderem auch alle Uploads. Zudem kann ein Backup auch wieder auf Knopfdruck eingespielt werden.

Beim Start prüft InfiniteWP automatisch alle mit dem Tool verbundenen WordPress-Installationen und gibt an welche Updates durchzuführen sind. Mit einem Knopfdruck (One-Click-Update) kann man dann alle Aktualisierungen veranlassen. So richtig nützlich wird es also, wenn man sehr viele Installationen zu warten hat.

InfiniteWP

InfiniteWP wird kostenlos angeboten. Hier sind die Basisfunktionen wie Updates und Backups nutzbar. Für moderate Preise kann man sich eine ganze Reihe von Addons kaufen. So gibt es für 49 US-Dollar das Addon “Backup to Repositories” – hiermit können Backups per FTP auf andere Server oder zu Cloud-Diensten wie Amazon S3 und Dropbox durchgeführt werden. Mit einem weiterem Addon für 69 US-Dollar werden automatische tägliche, wöchentliche oder monatliche Backups möglich.

Mir reicht für den Moment die kostenlose Version. Wichtig ist mir, schnell ein ganzes Paket an WordPress-Installationen auf den aktuellsten Stand zu bringen. Es empfiehlt sich aber natürlich, trotzdem noch einen Blick drauf zu werfen. Denn neue Plugins, Themen und WP-Versionen können sich immer einmal gegenseitig in die Quere kommen. Daneben habe ich auch ein paar Seiten, bei denen mir gelegentliche Backups wichtig sind.

InfiniteWP wird im Gegensatz zu einigen Wettbewerben selber gehostet. Was natürlich seine Vor- und Nachteile hat. Ich habe InfiniteWP aktuell im Büro auf einem kleinem Windows-Server laufen. Was dann speziell den Nachteil hat, dass man die Cronjob-Dienste nicht ohne weiteres nutzen kann. Da wird sich hoffentlich über den Windows Task Scheduler noch etwas hinbekommen lassen. In den zu wartenden WordPress-Installationen muss außerdem ein Plugin installiert werden.

Unterm Strich kann ich InfiniteWP nur weiterempfehlen. Eine große Arbeitserleichterung sowie Zeitersparnis. Meine WordPress-Seiten sind damit jetzt immer auf einem halbwegs aktuellem Versionsstand …

Ich bin eher zufällig bei InfiniteWP gelandet. Ich bin im Web drüber gestolpert und habe es einfach spontan ausprobiert. Es gibt auch einige Wettbewerber: ManageWP, Worpit und xMarkPro. Diese haben durchaus einige Unterscheidungsmerkmale. Ich habe sie mir allerdings nicht näher angeschaut.

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Google - Verteidige Dein NetzSeit Monaten sind die Verlage damit beschäftigt für das Thema Leistungsschutzrecht Lobbyarbeit zu betreiben. Seit einiger Zeit ist auch Google aktiver geworden. Heute schaltet man dort nun einen Gang höher und nutzt die Macht seiner Homepage um mit ein paar Worten Lobbyarbeit für die eigenen Interessen – also gegen das Leistungsschutzrecht – zu betreiben. Verlinkt wird die folgende Seite mit der für mich eher unsympatischem Überschrift “Verteidige Dein Netz”. Wie man oben rechts sieht, besteht mein Netz offensichtlich nur aus Google+ und nicht aus Facebook oder Twitter. So wirklich scheint die Masse auch nicht auf das Thema aufzuspringen. Der Google+ Zähler bringt es zumindest erst auf 1.400 “+1″.

Das Google seine Startseite für derartige Lobbyarbeit verwendet, gefällt mir nicht wirklich, aber das gleiche wird man wohl auch ausgewählten Verlagen vorwerfen können. (Natürlich gibt es auf Seiten der Verlage auch Publikationen, die auch dieses Thema hervorragend aufbereiten.) Insofern betrachte ich das als ausgeglichen. Darüber hat sich unsere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) bei ihrer heutigen Aussage wohl keine Gedanken gemacht: “Es gibt noch andere Suchanbieter als Google.”

Ganz davon abgesehen, ist das Leistungsschutzrecht natürlich “totaler Blödsinn”. Die Ziele der Verlage sind mehr als fragwürdig. Wer nicht von Google gelistet werden will, kann mit wenig Aufwand dafür sorgen. Mein Eindruck war immer, dass die Verlage sogar wollen das Google sie listen muss und gleichzeitig dafür zahlen muss. Man überschätzt die eigene Bedeutung für Google auch überraschend stark. In den Bereichen wo Google das große Geld macht, dürfen sie mit ihren Informationen ohnehin nur am Rande mitspielen. Entsprechend gäbe es am Ende auch gar nicht soviel Geld an die Verlage zu verteilen.

Ich spare mir an dieser Stelle eine große Argumentation. Google hat selbst 10 Fakten zum Leistungsschutzrecht gesammelt. Es gibt dabei nur wenige zweifelhafte Argumentationen, wie zum Beispiel beim Punkt “Viele deutsche Presseverlage sind im Digitalgeschäft bereits sehr erfolgreich”. Da nennt man dann ausgerechnet Axel Springer. Die verdienen natürlich im Web gutes Geld, aber nicht wirklich mit Bild oder Welt, sondern mit Immonet, Zanox oder Idealo. Aber es gibt auf jeden Fall profitable Seiten. Das Vorzeigebeispiel ist wohl Spiegel Online. Es gibt zwar nichts offizielles, aber laut Zeit Online soll man 2011 bei 30 Millionen Euro Umsatz einen Ertrag von mehr als 10 Prozent eingefahren haben.

Bisher hält sich das große Zeitungssterben auch noch in Grenzen. Die Frankfurter Rundschau hatte wohl genügend andere Probleme und die FTD war qualitativ vielleicht nicht schlecht, aber für Geld immer ein großes schwarzes Loch. Selbst wenn nun doch das Zeitungssterben noch nach Deutschland kommt – DPA-Meldungen brauchen wir im Internet nur einmal. In der Zwischenzeit brauchen wir uns um die Aufgaben von Zeitungen in einer demokratischen Öffentlichkeit auch nicht wirklich große Sorgen machen. Wir haben über das letzte Jahrzehnt soviele neue Informationswege hinzugewonnen, dass wir auch mal ein paar Abgänge sowie eine Gesundschrumpfung verkraften werden.

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Die Sommerpause geht ihrem Ende entgegen und es geht in den Konferenzherbst. Vorweg: Alle hier aufgeführten Konferenzen kann ich weiterempfehlen – andernfalls hätte ich mir die Erwähnung gespart.

DMEXO, OMC, OMclub plus hochgeschwindigkeitsSEO
Den Anfang macht die dmexco 2012 in Köln. Die Messe findet am 12. und 13. September statt. Es werden wieder allerhand Onlinemarkting-Kollegen auf den diversen Ständen zu finden sein. Dabei wird das gesamte Onlinemarketing-Spektrum abgedeckt. Mich langweilt die Messe in den letzten Jahren eher. Spannender ist das drumherum. Am Vorabend der DMEXCO finden traditionell einige Partys statt.

OMC LogoIn diesem Jahr wird am 11. September außerdem die Konferenz OMC zum erstem Mal stattfinden. Für die Konferenz geht es für einen Tag mit einem Schiff über den Rhein. Noch bis Morgen gilt der Early Bird-Preis von 249,- Euro – danach sind es 349,- Euro. Agenturen dürfen etwas tiefer in die Tasche greifen.

OMC-Organisator Randolf Jorberg zeichnet sich außerdem seit Jahren für die erfolgreiche OMclub-Party am erstem Messetag (12. September) verantwortlich. Karten sind wie immer Mangelware. Es gibt aber noch einige Sponsoren die Karten raushauen. Wer auf die beste Dmexco-Party möchte darf hier sicherlich nicht fehlen. Gerüchteweise gibt es am 13. September dann wieder einen Messetag …

Zum OMclub wird auch in diesem Jahr wieder ein SEO-Wettbewerb veranstaltet. Diesmal geht es um das Keyword “hochgeschwindigkeitsSEO”. Zu gewinnen gibt es das kommende iPhone und natürlich viel SEO-Ruhm … Mehr Infos dazu beim iPhone-Spender: der Telekom.

OMCapOMcap
Am 11. Oktober wird in diesem Jahr die OMcap in unserer schönen Hauptstadt Berlin stattfinden. Bei 4 parallelen Tracks und über 40 Vorträgen sollte für jeden etwas dabei sein. Tickets gibt es nach dem Ausverkauf der Early Bird-Tickets nun zum Preis von 499,- Euro inklusive Party am Abend.

SEOkommSEOkomm
Das SEO-Konferenz-Jahr wird dann von der SEOkomm ausgeläutet. Die SEOkomm findet am 23. November in Salzburg statt. Neben Österreichern darf man auch wieder viele Besucher aus Deutschland erwarten. Die Keynote wird zum Beispiel von Marcus Tandler gehalten.

SEOkomm-Tickets kosten inklusive Party aktuell 720,- Euro. Mit dem Rabattcode “IMN12″ gibt es für die SEOkomm einen Rabatt in Höhe von 60 Euro. Macht also noch 660,- Euro (inklusive Ust).

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SEMSEO 2010Am kommendem Freitag (15. Juni) findet wieder die alljährliche SEMSEO statt – dazu gehört dann natürlich auch die PubCon. Es gibt auch noch Tickets für Kurzentschlossene. Die Locations für SEMSEO und Pubcon sind allerdings auch riesig und gehören sicherlich auch zu den schönsten im SEO-Konferenzzirkus. Die Konferenz findet wieder im Hannover Congress Centrum (HCC) statt und für die Pubcon geht es wieder in den Zoo.

Die Agenda hat ein paar Punkte die mich besonders interessieren. In erster Linie einmal Barry Schwartz. Er hält die Keynote. Mit Search Engine Roundtable ein wirkliches Urgestein der SEO-Blogger und seit 2004 mit unverminderter Intensität am berichten. Schon alleine um ihn einmal persönlich kennenzulernen reise ich gerne nach Hannover an. In einer Pressemitteilung kündigt Abakus dann auch noch an, das Barry Schwartz mit einer Botschaft von Google-Chef-Webspambekämpfer Matt Cutts im Gepäck nach Deutschland kommt.

Gleich im Anschluß an die Keynote kommt dann ein Thema, dass mich derzeit besonders interessiert: Video-Optimierung. Dazu kommen dann weitere Themen wie Google+, Linkbuilding, Content, lokale Suche, Conversion Optimierung, Rich Snippets und weitere. Den Tagesabschluß macht dann auch dieses Jahr wieder die SEO-Klinik. Anschließend geht es ab 18 Uhr dann direkt in den Zoo zur PubCon.

Mehr Informationen zur SEMSEO und Pubcon gibt es hier. Oder hier direkt zur Anmeldung.

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Scheint doch langsam ein spannendes Jahr zu werden. Google versorgt uns immer wieder mit spannenden Änderungen und auch die Affiliatewelt wacht zunehmend auf. Neben manch seltsamen Artikel gab es auch den ein oder anderen lesenswerten Beitrag auf insight-m.de. Aktuell: Explido und die stille Trackingumstellung.

Ich kann den Schritt von Explido sehr gut nachvollziehen. Die Entwicklung der Gutschein-Affiliates in den letzten Jahren war einfach zu extrem und wurde letztes Jahr schon teilweise zurückgefahren. Irgendwann muss sich auch ein Merchant Gedanken machen, ob er Geld für nichts aus dem Fenster schmeißen möchte. Ich muss da nur an die Entwicklung meiner eigenen Onlineshopping-Gewohnheiten in den letzten Jahren denken: Nach Produkt suchen, Produkt gefällt mir, ab in den Warenkorb und los geht der Checkout-Prozeß, “oh, Gutschein-Code-Box”, mal Google anschmeißen, so noch mal 10 Euro gespart, Jojo du alter Schnäppchenjäger!

Nun muss sich jeder Marktteilnehmer auf die Fahnen schreiben, dass er diese Entwicklung lange gefördert hat. Spät ist man aufgewacht und hat gemerkt, dass man hier den Kurs ändern muss. Ob der Änderungswillen dann von Netzwerken und Agenturen oder vielleicht hauptsächlich von Merchants gekommen ist?

Als Nicht-Gutschein-Affiliate kann man über einen weiteren Rückbau der Fehlentwicklung nur froh sein. Vielleicht lohnt sich Affiliate-sein dann doch wieder. Ich für meinen Fall setze schon eine Weile hauptsächlich auf Google AdSense und nur auf ausgewählte Affiliate-Programme. Die meisten dieser haben mit Gutscheinen wenig am Hut.

Ich will jetzt nicht prinzipiell Gutscheine verteufeln. Es gibt da durchaus einige Onlineshops, die diese schlau einsetzen. Sei es mit Mindestbestellwert, nur für ausgewählte Produkte oder Produktkategorien oder ausschließlich für Neukunden. Auch abseits vom Thema Affiliate ist ein simples Gutschein gegen Newsletteranmeldung sicherlich ein Erfolgsmodell.

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SEO Campixx 2012

by Jojo on 12.03.12 · 3 comments

in Konferenzen

Und damit haben wir auch die SEO Campixx 2012 überlebt. Es war wieder eine grandiose Veranstaltung. Ich hatte bei der Vortragsauswahl nicht immer ein glückliches Händchen. Kurz hervorheben möchte ich aber die Vorträge von Stefan Fischerländer & Thomas Mindnich, Marcus Tandler und Andreas Grapp. Da es ansonsten bereits mehr als genug Recaps gibt, spar ich mir weitere Worte und verweise lieber auf andere:

Suchmaschinentricks
Mindshape
Seostefan
Seobrause
Webhelps
Madayo
Tekka
Pixeldreher
Spirofrog
Wüstenigel
Linkwissenschaft
Nerd in Skirt
Han Seo
Seokratie
Tagseoblog
Pascal Landau
Ednetz
AKM3
SEO Trainee
Madayo
seodeluxe
Barketing
linkbutler
q48
linkbuildingblog
seo-heilbronn.de
andiministrator
suchmaschinenoptimierung.com
seo4wp
sensational-marketing.de
fabian-drescher.com
sem-stammtisch-frankfurt.de

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SMX München 2012 Blog PartnerNoch bis zum Freitag gibt es die SMX München zum Frühbucherpreis von 895 Euro. Anschließend sind es dann 1095 Euro. Mit unserem Rabattcode NEWSSMX2012 gibt es jeweils 15 Prozent Rabatt. Also einen Frühbucherpreis von 760,75 Euro. Ab Samstag wären es dann 930,75 Euro. Wird also Zeit den Chef zu bequatschen … Link zur SMX München Anmeldung.

Die zweitägigen SEO-Konferenzen sind in Deutschland etwas rar gesäht. Hier gibt es aktuell nur die SEOcampixx und SMX München zur Auswahl. Ich bevorzuge diese schon alleine, weil sich meine Anreise dann auch zeitlich lohnt … Inhaltlich gehört beides auch zum besten was in Deutschland geboten wird.

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