Nachdem ich den ein oder anderen Geburtstag schon verpennt habe, hab ich mir diesmal extra einen Kalendereintrag gemacht … heute ist es also soweit, heute vor 5 Jahren hab ich den ersten Eintrag geschrieben. Um die 5 Jahre erst einmal statistisch aufzuarbeiten:
2058 Blogbeiträge machen 34,3 Beiträge pro Monat mit insgesamt 401.034 Wörtern und durchschnittlich 195 Wörter pro Beitrag
4330 Kommentare und 2115 Trackbacks machen 2,1 Kommentare pro Beitrag und 1 Trackback pro Beitrag. Mit insgesamt 177.426 Wörtern bzw. 86 Wörtern pro Kommentar mag man auch den Kommentatoren keine Schreibfaulheit unterstellen.
Der meistgelesene Beitrag ist “George W. Bush ist wieder ein Google-”failure”” mit 130.491 Zugriffen. Er schlägt deutlich die Startseite des schon ein bisschen in Vergessenheit geratenen “Onlinehandbuch der Suchmaschinenoptimierung” mit 95.184 Zugriffen. Auf Platz 3 folgt dann schon leicht abgeschlagen der Beitrag “Tools zur Keyword-Recherche” mit 38.267 Zugriffen.
Ich kann jetzt nicht wirklich behaupten, dass mir ein Beitrag oder Ereignis hier auf dem Blog aus den letzten 5 Jahren besonders in Erinnerung geblieben ist. Es gab sicherlich schon dass ein oder andere spektakulärere Ereignis. Beispielsweise die versuchte Übernahme von Yahoo durch Microsoft oder die geglückte Übernahme von YouTube durch Google. Ebenfalls ganz lustig die plötzlich für ein paar Tage deaktivierte Pagerank-Anzeige oder als BMW sich kurzzeitig aus dem Google-Index verabschieden musste. Aber insgesamt ist es dann in der Masse doch eher ein großes Ganzes … beispielsweise die vielen kleinen Änderungen die Google im Laufe der Jahre durchgeführt hat und sich so eher schleichend dann doch deutlich gewandelt hat.
Wirklich lustiges gab es glaube ich hier in 5 Jahren nicht … sehr seltsam. Mich kann da immer noch mein Firefox-Empfehlungsauftritt bei den Webmasters on the Roof belustigen …
Wie gehts nun weiter?
Ich glaube nach 5 Jahren kann man auch mal einen Schnitt machen. Vielleicht muss man dass auch mal. Ich habe aber keine Ahnung wie dieser aussehen kann oder sollte. Daher werde ich mir eine kleine kreative Pause gönnen. Vermutlich bis zum 1. Juni. Dass dürfte Zeit genug sein um zu überlegen mit welchem Konzept und in welcher Form es hier dann weiter geht. Vielleicht ändert sich auch nicht so wirklich viel … Die Kommentarfunktion darf gerne für Anregungen genutzt werden. Oder auch um mir mitzuteilen was an Internetmarketing News gefallen konnte (oder auch nicht gefallen konnte).
Demand Media ist ein ganz interessantes “Konzept” und da ich mir dass einmal näher anschauen wollte hab ich daraus gleich mal einen kleinen Blogbeitrag gemacht:
Demand Media ist wohl das bekannteste Beispiel für die neuen Contentschmieden die mit einer großen Anzahl an Schreibern das Internet mit Inhalten nahezu überfluten. AOL versucht sich an etwas ähnlichem. Ein wichtiger Teil des Geschäftskonzeptes ist billig zu produzieren und zu verbreiten. Ziel ist es vor allem Google Inhalte anzubieten und mit Besuchern belohnt zu werden. Dabei wird insbesondere auf den Longtail abgezielt.
Demand Media
Demand Media ist sicherlich der bekannteste Spieler in diesem Bereich. Mit einer deutlich dreistelligen Millionensumme finanziert verfolgt man das bereits beschriebene Geschäftskonzept. Hinzu kommt, das Demand Media alt eingessene und gut verlinkte Domains gekauft hat und dank dieser gut und relativ einfach bei Google mitspielen darf. Aaron Wall hat sich zu dem Thema gewohnt meinungsstark ausgelassen. Daneben versucht man sich auch selber am Linkbuilding …
Demand Media produziert täglich über 4.000 Artikel und Videos. Man strebt aber die monatliche “Produktion” von über 1 Million “Inhalten” an. Die Inhalte werden von tausenden freiberuflichen Textern und Filmern produziert. Ein Algorithmus gibt vor zu welchen Themen Inhalte produziert werden sollen. Wichtige Faktoren sind hierbei das Suchvolumen, die Konkurrenzsituation und die mögliche Höhe der Werbeeinnahmen. Die Bezahlung beträgt etwa 20 $ für ein Video und 15 $ für einen einige hundert Wörter umfassenden Texte. Andria Krewson gibt in einem Gastbeitrag auf ReadWriteWeb einen guten Einblick in Demand Media aus Autorsicht: What It’s Like To Write For Demand Media: Low Pay But Lots of Freedom.
Seiten von Demand Media sind unter anderem ehow, GolfLink, Cracked, Mania und noch einige mehr. Demand Media hat einige Domainportfolios gekauft und dürfte einige dutzend nennenswerte Seiten betreiben. Auch die Domain ehow.de befindet sich schon länger im Besitz von Demand Media. Ein Deutschlandstart von Demand Media wurde noch für dieses Jahr angekündigt. Muss man allerdings nicht unbedingt unter ehow.de erwarten …
Neben dem Betrieb eigener Seiten will Demand Media auch mit den “traditionellen” Medien kooperieren und für deren Onlineangebote günstige Inhalte liefern. So hat Demand Media eine Kooperation mit USA Today geschlossen. Reisecontent von Demand Media findet sich dort nun in der Rubrik Travel Tips. Dank des Domaintrustes für beide Seiten sicherlich ein spannender Deal. Ähnliche Kooperationen sind aber auch schon in Deutschland schon zu beobachten gewesen.
Daneben gehört zu Demand Media auch eNom – der zweitgrößte Domainregistrar (9 Millionen Domains). Mit ehow.co.uk hat man auch schon den Sprung über den großen Teich geschafft. Ein Start in Deutschland darf noch für das laufende Jahr erwartet werden.
Außerdem wurde kürzlich bekannt, das Demand Media den Gang an die Börse vorbereitet.
Was ist denn da neu?
Das Modell von Demand Media setzen SEOs schon seit Jahren um. Der größte Unterschied ist hier sicherlich die Skalierung, die mit einer Vielzahl an Schreiberlingen neue Maßstäbe setzt. Hinzu kommen neue Konzepte, wie der Algorithmus, der festlegt zu welchen Themen Content geschaffen werden soll.
Meinungen?
Von Aaron Wall kommt ja bereits eine sehr negative Meinung. Auch die FAZ sieht in Demand Media eher eine Resterampe. Natürlich übt dieses Geschäftskonzept auf die Zeitungen zusätzlichen Druck aus, denn Demand Media verzichtet auf das kostenintensive Nachrichtengeschäft und pickt sich die geldbringenden Perlen heraus. Ich mag mich nun nicht für Demand Media zu begeistern, aber ich möchte sie auch nicht verdammen. Sicher ist es eine “Content-Farm”, aber da gibt es durchaus welche am Markt die ähnliches mit schlechterer Content-Qualität machen. Wie man dass ganze aufgezogen hat und in welcher Größe ist in jedem Fall hochinteressant und bekommt in jedem Fall meine Anerkennung.
(Nach kurzem Nachdenken: Die Links hier gönn ich Demand Media mal nicht – daher nofollow.)
Laut einem Report von SearchIgnite wachsen die Ausgaben für Suchmaschinenmarketing wieder. SearchIgnite verantwortet laut eigener Aussage ein jährliches PPC-Butget in Höhe von 450 Mio. US-Dollar. Man darf angesichts des niedrigeren Wachstums des Suchvolumens gespannt sein, wie sich die Ausgaben in Zukunft entwickeln. Ich glaube da muss man kein großer Prophet sein … daher bin ich noch gespannter wie sich die Klickpreise entwickeln werden.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchsen die Ausgaben im erstem Quartal um 11,1 Prozent. Im erstem Quartal 2009 musste hingegen zum Vorjahresquartal noch ein Minus von 1,81 Prozent hingenommen werden:
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Google, Yahoo und Bing im Vergleich:

Den Report gibt es gegen Registrierung hier zum Download.
via Techcrunch
Google hat die Suchergebnisseite der Real Time Search auf Google.com um “Top links” erweitert. Steve Rubel hat zwei Screenshots gepostet, die vorher und nachher zeigen. So schaut es nun aus:

Eine Herausfilterung der Top Links hatte ich auch schon zum Start erwartet … hat Google nun also nachgeliefert.
Auf Google.de gibt es die Toplinks noch nicht.
Lange angekündigt und nun endlich umgesetzt, die Ladegeschwindigkeit wird zum Rankingfaktor. Bei AdWords spielt diese ja schon eine Weile eine Rolle, nun also auch bei den organischen SERPs. Zum Start spielt die Ladegeschwindigkeit nur bei englischsprachigen Suchen auf Google.com eine Rolle und hier auch nur bei weniger als 1 Prozent der Suchen.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Bedeutung der Ladegeschwindigkeit allzu hoch werden wird. Die Auswirkungen werden in absehbarer Zeit wohl so gering bleiben, dass sie vermutlich schwer messbar werden. Es wäre natürlich interessant zu sehen ob eine Seite mit besonders extrem langer Ladezeit spürbare Rankingprobleme bekommt … Dass die Geschwindigkeit zum Start nur auf englischsprachige Suchen angewendet wird, dürfte auch gute Gründe haben. Hier gibt es einfach einer derartige Fülle an Inhalten, dass man es sich am ehesten erlauben kann etwas wählerischer zu sein.
Zu den weiteren Details wurde ja bereits genug geschrieben:
Sistrix: http://www.sistrix.de/news/941-google-macht-die-ladegeschwindigkeit-zum-rankingfaktor.html
Google Webmaster Central Blog: Using site speed in web search ranking
SEL: It’s Official: Google Now Counts Site Speed As A Ranking Factor
Techcrunch hat eine schöne Zahlenreihe, die dass sinkende Wachstum des Suchvolumens gegenüber dem Vorjahresmonat zeigt. Die Zahlen stammen von comScore:
March, 2009: 33.1%
June, 2009: 21.8%
September, 2009: 17.3%
December, 2009: 16.5%
January, 2010: 12.4%
February, 2010: 10.4%
March, 2010: 7.6%
Die comScore-Zahlen zur Verteilung der Marktanteile in den USA:
| Google |
65.1% |
-0.3% m/m |
+1.4% y/y |
| Yahoo |
16.9% |
+0.1% m/m |
-3.6% y/y |
| Microsoft |
11.7% |
+0.2% m/m |
+3.4% y/y |
| Ask |
3.8% |
+0.1% m/m |
+0.0% y/y |
| AOL |
2.5% |
0.0% m/m |
-1.2% y/y |
In den letzten Monaten hat Google etwas geschwächelt, aber im Vergleich zum Vorjahresmonat kann man doch ein Plus verbuchen. Microsoft ist aktuell der Gewinner und konnte laut comScore die Suchen um 50 Prozent steigern, während Google sich hier mit einem Plus von 10 Prozent begnügen muss. Yahoo ist hingegen der große Verlierer und musste sogar einen Rückgang des Suchvolumens um 11 Prozent hinnehmen.
Schon mit der Übernahme von Quattro Wireless hat es sich angekündigt, dass Apple auch in den Markt der mobilen Werbung einsteigt. Auf der heutigen Vorstellung des iPhone OS 4.0 wurde auch iAd vorgestellt, die mobile Werbeplattform von Apple. (Diese Entwicklung könnte Google bei den Problemen mit der FTC bezüglich der AdMob-Übernahme helfen.)
Apple wird den Verkauf und das Hosting der Anzeigen übernehmen. Dafür nimmt man 40 Prozent der Erlöse, 60 Prozent gehen an die Entwickler. Mit der iAd versucht Apple die Konkurrenz mit Innovationen zu schlagenn. Sicherlich auch notwendig, denn allzu oft sieht man heute im Bereich der mobilen Werbung nicht mehr als altbekanntes aus dem “stationärem” Web. Ein wichtiger Punkt scheint für Apple die Vermarktung der Werbung innerhalb von Apps zu sein.
Apple wird auch weiterhin auf Flash verzichten, stattdessen soll HTML5 zum Einsatz kommen. Die Werbeanzeigen können zum Beispiel Spiele enthalten. Die Anzeigen werden viele der vom iPhone zur Verfügung gestellten APIs nutzen können. Auch zum aktuellem Standort des Nutzers! Dass dürfte dann sicherlich wieder die Datenschützer auf den Plan rufen.
Zumindest was Anzeigen innerhalb von iPhone-Apps angeht, macht Apple es auf Dauer vermutlich der Konkurrenz schwer, denn der Zugang zu den APIs dürfte hier ein entscheidender Vorteil werden. Mit Blick auf die Verkaufszahlen des iPhones – immerhin mittlerweile 50 Millionen – bildet sich damit wohl aus dem Nichts ein bedeutender Player im mobilen Werbemarkt.
Zumindest laut einem Report von Anchor Intelligence ist Klickbetrug auf einem Allzeithoch. Die Klickbetrugsrate stieg um 13,4 Prozent von 25,7 Prozent auf 29,2 Prozent im erstem Quartal 2010. Allerdings handelt es sich hier nur um versuchten Klickbetrug. Den Großteil der Klicks dürften die Netzwerke erfolgreich herausfischen. Insofern sind die Zahlen am Ende nicht wirklich brauchbar. Bestenfalls kann man sagen, dass der versuchte Klickbetrug gestiegen ist, aber naja …

In Deutschland soll sich der versuchte Klickbetrug aber scheinbar in Grenzen halten:

In den letzten Tagen gab es vermehrt Berichte darüber, die FTC könne Google die Übernahme von AdMob verbieten. Die Übernahme hatten Google und AdMob im vergangenem Herbst angekündigt, der Übernahmepreis soll immerhin 750 Mio. US-Dollar betragen.
Fraglos hat Google bereits eine starke Position im sich entwickelndem mobilen Werbemarkt, dafür sorgt schon alleine die Suche. Mit AdMob zusammen würde man sich sicherlich trotz aller Konkurrenz auch in weiteren Bereichen des mobilen Marktes festsetzen. Man darf auf die Entscheidung der FTC gespannt sein und wie Google auf eine negative Entscheidung reagieren wird.
IAB hat Zahlen zu den US-Onlinewerbeumsätzen im viertem Quartal 2009 veröffentlicht. Das gibt dann wieder einen schönen Chart:

Die Onlinewerbeumsätze erreichten mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 6,3 Mrd. US-Dollar ein neues Rekordhoch. Trotzdem mussten die Onlinewerbeumsätze im Gesamtjahr einen Rückgang von 3,4 Prozent auf 22,7 Mrd. US-Dollar hinnehmen:

Die Suche nimmt unangefochten den größten Anteil an:

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FY 2009
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FY 2008
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Search
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47% ($10,698)
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45% ($10,546)
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Display Related:
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35% ($7,965)
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33%($7,640)
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-Banner Ads
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22% ($5,061)
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21% ($4,877)
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-Rich Media
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7% ($1,505)
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7% ($1,642)
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-Digital Video
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4% (1,017)
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3%($734)
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-Sponsorship
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2% ($383)
|
2%($387)
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Classifieds
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10% ($2,254)
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14% ($3,174)
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Referrals/Lead Generation
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6% ($1,451)
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7% ($1,700)
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E-mail
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1% ($292)
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2% ($405)
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